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A Life Divided (I)
Interview mit Jürgen [A Life Divided], Oktober 2012, mailer



A Life Divided können sich entspannt zurücklehnen. Gerade erst wurde ihnen das fertig gemasterte Album "The Great Escape" aus Finnland zugeschickt. Die Electro-Rocker sind äußerst zufrieden mit dem Werk und hoffen nun, dass die Platte auch bei den Fans positiven Anklang findet. Ich hatte die Gelegenheit, Frontmann Jürgen ein paar erste Infos zu entlocken.


Jürgen, am 18.01.2013 wird euer zweites offizielles Album via AFM veröffentlicht. Wie weit seid ihr mit der Produktion?

Jürgen: Wir haben gerade erst das fertige Master aus Finnland zugeschickt bekommen. Der Haken ist gesetzt. Wir können uns jetzt also zurücklehnen und darauf hoffen, dass es nicht nur uns so gut gefällt, sondern dass auch die Leute da draußen etwas mit der CD anfangen können. Das ist immer eine spannende Zeit, weil man so viel Energie investiert hat.

Knüpft die Platte musikalisch nahtlos an "Passenger" an oder schlägt sie eine andere Richtung ein?


Jürgen: Ich glaube schon, dass Leute, denen "Passenger" gefiel, auch etwas mit "The Great Escape" anfangen können. Musikalisch haben wir wieder versucht, alle Scheuklappen wegzulassen und einfach drauflos zu schreiben. Das Ergebnis sind 13 Songs, die von dichten Atmosphären über melancholische Lieder bis hin zu straighten Rock-Nummern die ganze Bandbreite von A Life Divided zeigen.

Der Titel des neuen Albums lautet "The Great Escape". Wovor seid ihr denn auf der Flucht?


Jürgen: Als es darum ging, einen geeigneten Albumtitel zu finden, bin ich mal meine Lyrics durchgegangen und stellte fest, dass annähernd jeder Song von irgendeiner Art Flucht erzählt. Das muss mich in den letzten zwei Jahren, in denen die Texte entstanden sind, also ziemlich beschäftigt haben – und so lag der Titel nahe. Man kann sagen, dass "The Great Escape" ein unbeabsichtigtes Konzeptalbum ist. Es gibt ja ganz unterschiedliche Arten von Flucht: Wir unterwerfen uns alle irgendwelchen Zwängen oder Kompromissen – ob in der Liebe, dem Job oder gesellschaftlichen Normen oder Gewohnheiten. Ich wette, jeder hatte schon einmal den Gedanken, auszubrechen, alles hinter sich zu lassen und zu flüchten! Allein der Gedanke daran kann befreiend sein. Aber er kann auch Angst machen. Man braucht Mut zur Flucht.

Entstanden die neuen Songs "on the road" oder zu Hause am Schreibtisch?

Jürgen: Unsere Songs entstehen meistens bei uns im Studio. Ich habe unterwegs einfach nicht die Ruhe dafür. Wir sind auch keine Band, die sich zwei Wochen irgendwo einschließen kann und am Ende steht ein fertiges Album. Bei uns ist das ein fortwährender Prozess. Wir schreiben eigentlich immer, wenn uns danach ist. Manchmal kommt etwas dabei heraus, das uns gefällt, wir produzieren allerdings auch viel Ausschuss. So haben wir am Ende der zwei Jahre, die zwischen "Passenger" und dem neuen Album lagen, einfach die Perlen herausgepickt.

Wer zeichnet konkret für die Musik, wer für die Texte verantwortlich?


Jürgen: Erik "Das Phantom" Damköhler und ich haben auf dieser Platte das meiste zusammen geschrieben, wobei Erik ganz klar das musikalische Genius hinter A Life Divided ist. Von ihm stammen die meisten musikalischen Kompositionen, während ich mich vor allem um den Gesang und die Texte kümmere. Da haben wir im Laufe der Jahre eine gute Art gefunden, zusammen zu arbeiten, und ergänzen uns wunderbar!

Wovon habt ihr euch beim Songwriting inspirieren lassen?

Jürgen: Das kann man so genau gar nicht festmachen. Ich denke, der Gemütszustand, in dem man sich gerade beim Schreiben befindet, setzt sich auch im Song fest. So gesehen kann man sagen, dass vor allem das Leben an sich die große Inspiration ist. Und dabei eher die negativen Erlebnisse als die positiven. Irgendwie denke ich, dass wir mehr Zugang zur schwarzen Seite unserer Seele haben. Zumindest hat diese Seite eindeutig mehr Einfluss auf unsere Musik.

Ist A Life Divided eine demokratische Band oder hält nur einer von euch letztlich alle Fäden in der Hand?

Jürgen: Es gibt natürlich viel, was Erik und ich auf dem kurzen Kommunikationsweg entscheiden. Zumindest fast alles, was mit der Platte und der Musik zu tun hat. Wir sind aber keine Diktatur. Bei uns kann jeder sagen, was er denkt, und gerade ich lasse mich da auch gerne mal überstimmen. Ich bin beispielsweise nicht der Beste, wenn es darum geht, eine Single auszusuchen. Wir sind sechs Leute mit einem gemeinsamen Ziel und jeder spielt einen wichtigen Part in unserem Bandkosmos.

Mit welchem Produzenten arbeitet ihr bei "The Great Escape" zusammen und warum?

Jürgen: Das Songwriting und die Aufnahmen haben wir wieder selbst gemacht. Lediglich für den Mix holten wir uns Hilfe in Dänemark bei Tue Madsen von den Antfarm-Studios. Das Mastering übernahm Mika Jussila von Finnvox in Helsinki. Beide haben einen tollen Job gemacht. Wir wollten ganz einfach besser klingen als auf dem Vorgänger-Album und sind mit dem Endergebnis auch sehr zufrieden.

Welche Anekdoten gibt es aus dem Studio zu berichten?

Jürgen: Die Studioarbeit hält leider nicht so viele Anekdoten bereit. Während das Songwriting noch Spaß macht, ist das Ausproduzieren eher ein zäher und frustrierender Prozess. Vor den Aufnahmen dachten wir, dass das ja jetzt nicht mehr so lange dauern könne wie bei den vorherigen Produktionen. Schließlich hat man's ja schon einmal gemacht und weiß, wie's geht. Tja, weit gefehlt... Natürlich will man bei jeder neuen Platte einen Schritt weiter gehen und besser werden. Deswegen sucht man neue Wege, geht in neue Sackgassen und wieder zurück, feilt und poliert, bis man an seine Grenzen stößt. Ich glaube, wir nahmen auch dieses Mal wieder sieben Mal die kompletten Gitarren auf, weil wir immer wieder neue Sounds entdeckten und kombinierten. Mittlerweile glaube ich, das muss vielleicht so sein. Es ist vergleichbar mit einer Geburt: Je mehr diese schmerzt, desto größer ist das Glücksgefühl, wenn man es endlich geschafft hat.

Wie viele Tracks wird das neue Album umfassen?

Jürgen: Es werden 13 Songs sein. Die Trackliste lautet: 1. The Lost, 2. It Ain't Good, 3. Clouds Of Glass, 4. The Last Dance, 5. Game Over, 6. Feel, 7. Perfect Day, 8. Foreign Rain, 9. Wait For Me, 10. Goodbye, 11. On The Edge, 12. Space, 13. If You Want To.

Hinter "Perfect Day" verbirgt sich ein Duett mit Chris Harms von Lord Of The Lost. Wie kam es zur Zusammenarbeit? Hat Chris auch inhaltlich am Song mitgewirkt?

Jürgen: Ich kenne Chris ja schon einige Zeit. Lord Of The Band waren Support auf der 2012er Eisbrecher-Tour und wir haben uns gleich gut verstanden. Als wir dann eine tiefe ausdrucksstarke Stimme für den Song suchten, habe ich ihm einfach den Song geschickt und am nächsten Tag hatte ich schon seine Aufnahmen.

Dann wird es auch noch mit "Perpetual" ein VNV-Nation-Cover geben. Wer hatte die Idee dazu?


Jürgen: Die Idee kam von Erik. "Perpetual" wird eine der B-Seiten auf der "The Last Dance"-Single. Wir haben den Song auch schon live beim Amphi und Castle Rock getestet und er kam richtig gut an. Auch Ronan Harris war von der Version sehr angetan.

Du hast es quasi schon erwähnt: Als erste Single koppelt ihr "The Last Dance" aus. Was macht diesen Song zu einer guten Single? Wird es dazu auch ein Video geben?


Jürgen: Das war eigentlich der letzte Song, der es noch auf das Album geschafft hat. Wie der Name schon impliziert, ist das ein Song zum Tanzen. Ein klassischer Club-Kracher mit treibendem Beat und einer coolen Hookline. Wir wollten einfach den stärksten und repräsentativsten Song als Single auskoppeln. Er ist auch einer meiner Lieblinge. Ein Video wird es dazu auch geben; wir arbeiten gerade an dem Konzept.

"The Great Escape" wird passend zu eurem zehnjährigen Bandbestehen erscheinen. Wie werdet ihr die CD-Veröffentlichung und euer Jubiläum feiern?

Jürgen: Ein großer Tag für uns ist der Tag nach dem Album-Release. Wir spielen unser traditionelles Neujahrskonzert in unserer Heimat München am 19.01.2013 im Backstage Werk, wo wir hoffentlich viele Fans begrüßen dürfen und mit ihnen ein riesiges Fest feiern. Jubilarisch haben wir bis jetzt noch nichts geplant, aber du hast Recht: Wir werden 10! Wie die Zeit vergeht... Da werden wir uns wohl noch etwas einfallen lassen müssen.

Was wird uns auf der Frühjahrstour mit Mono Inc. erwarten?

Jürgen: Da freuen wir uns schon drauf! Endlich wieder auf Tour. Das ist es, warum wir das Ganze machen. Diesen Enthusiasmus bringen wir mit auf die Bühnen der Republik und spielen um unser Leben! Natürlich packen wir die Koffer mit vielen neuen und alten Songs und hoffen, dass wir bei den Mono-Inc.-Fans Gehör finden.

Wie würdest du den Satz "Musik ist…" vollenden?

Jürgen: Musik ist wie ein guter Freund. Sie begleitet einen zu den höchsten Höhen und den tiefsten Tiefen. Man kann sich immer auf sie verlassen!

Könntest du zum Abschluss noch den einen oder anderen neuen Song kurz in eigenen Worten beschreiben?

Jürgen: Die Beschreibung überlasse ich gerne euch oder den Hörern. Ich vermeide es, die Musik zu erklären. Es gefällt mir besser, wenn sich jeder sein eigenes Bild macht – seine persönliche Geschichte reinpackt. Erst dann wird die Musik wertvoll.



Interview: Lea S.
Fotos: taken & (c) by Severin Schweiger
Website Band: www.a-life-divided.de

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(c) Zillo Musikmagazin / Ausgabe 12/12-01/13 / www.zillo.de

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