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A Life Divided (II)
Interview mit Jürgen [A Life Divided], November 2012, mailer



Viele haben es satt, sich ständig irgendwelchen Zwängen unterwerfen oder Kompromisse eingehen zu müssen. Sie träumen davon, einfach mal auszubrechen – sei es aus ihrer Beziehung, dem Job, dem Alltag oder der Gesellschaft. Diese Thematik greifen A Life Divided auf ihrer neuen Platte, "The Great Escape", auf.

Hallo Jürgen, noch gut zwei Monate, dann steht "The Great Escape" in den Plattenläden. Welches Feedback habt ihr bisher von euren Familien und Freunden bekommen?

Jürgen: Wir haben es bisher nur ein paar Auserwählten vorgespielt. Bis jetzt waren die Reaktionen durchwegs positiv, also sind wir guter Hoffnung, dass das Album auch bei unseren Fans ankommt. Das ist immer eine spannende Sache. Man hat sich so lange damit beschäftigt, dass man sich selbst gar kein objektives Bild machen kann. Jeder Song ist wie ein eigenes Kind und als Elternteil will man natürlich, dass seine Kinder beliebt sind.

Wie ich hörte, ging die Platte nochmals kurz zurück nach Finnland. Was musste denn geändert werden?

Jürgen: Wir konnten dieses Mal produktionstechnisch einfach mehr ausprobieren als bei der letzten Platte. Für den Mix holten wir uns Unterstützung in den dänischen Antfarm-Studios, wo Tue Madsen die Hände am Mischpult hatte. Bei Finnvox haben wir das Album mastern lassen. Es ist immer gut, wenn nochmals Leute drüber hören, die nicht im Produktionsprozess involviert waren, sondern mit jungfräulichen Ohren an die Sache herangehen.

Bist du nun vollends zufrieden mit dem Ergebnis oder einfach zu sehr Perfektionist?

Jürgen: Uns geht es bei allem, was wir machen, darum, das Beste Ergebnis mit den vorhandenen Mitteln zu erzielen. Wenn uns das gelingt, sind wir zufrieden. Natürlich gibt es immer noch Dinge, die man im Nachhinein anders gemacht hätte, aber so ist doch das ganze Leben: Man lernt jeden Tag dazu und wenn man weiß, wie das Leben funktioniert, stirbt man.

Das Album umfasst 13 Songs. Wie habt ihr die Reihenfolge der Tracks festgelegt? Geht man da nach einem bestimmten Prinzip vor oder wird einfach gewürfelt?

Jürgen: Nein, das wird nicht gewürfelt. Wir machen uns da schon unsere Gedanken, in welcher Kombination die Songs am besten funktionieren. Man versucht eine Dramaturgie ähnlich einem Film aufzubauen. Wir haben hier vielleicht auch einen kleinen Vorteil, weil wir von soft bis hart eine große Bandbreite an Songs haben. Wir können sozusagen aus dem Vollem schöpfen.

Warum ist gerade "The Lost" der Opener geworden? Und wie kamt ihr auf die Idee, Publikumsaufnahmen in die Studioversion einzubinden?

Jürgen: Die Opener-Position eines Albums ist immer die wichtigste. Mit den ersten Takten entscheiden die Leute, ob sie weiterhören wollen oder die CD sofort entsorgen. Gleichzeitig wollten wir einen repräsentativen Song an erster Stelle haben, so dass der Hörer gleich weiß, was ihn die nächste Stunde erwartet. "The Lost" war hier die erste Wahl. Ich finde, der Track bringt das gesamte Album auf einen Nenner. Das mit der Publikumsaufnahme lag nahe: Wir hatten im Demo "shout samples" und fanden die Idee sehr charmant, diese mit unserem eigenen Publikum aufzunehmen und die Leute so zu einem Teil der Platte zu machen.

Welche Wichtigkeit schreibst du Balladen in eurer Musik zu?

Jürgen: Ich mag es generell auch bei anderen Bands, wenn auf ihren Platten ruhige Momente zu finden sind. Es wird ziemlich schnell langweilig, wenn man 12 Songs mit dem gleichen Tempo und Härtegrad präsentiert. Wir hatten schon immer Balladen, und solange uns noch gute einfallen, werden wir auch welche mit auf ein Album packen.

Im letzten Interview sagtest du, dass alle Songs auf der neuen Platte von einer Art "Flucht" handeln. Inwiefern spielen hier auch politische Gründe eine Rolle? Ist Politik generell ein Thema in eurer Musik?

Jürgen: Nein, Politik als solche findet in unseren Songs nicht statt. Bei uns geht es immer um den persönlichen Aspekt. Ich würde mich zwar als politisch interessiert einschätzen, aber ich mache das nicht zum Thema. Selbst wenn eine politisch motivierte Flucht Eingang in meine Texte findet, beleuchtet sie das persönliche Drama, das sich dahinter verbirgt. Mir liegt es fern, klugscheißernd meinen Zeigefinger zu erheben. Ich nehme die Welt wahr, wie sie ist, was nicht heißt, dass ich weiß warum.

"The Last Dance" wird am 14.12.2012 als erste Single ausgekoppelt. Wieweit ist das Konzept fürs Musikvideo vorangeschritten? Kannst du uns bereits einen Einblick gewähren? Auf Facebook habt ihr zumindest schon einmal ein Foto vom Drehort gepostet…


Jürgen: Ja, wir hatten letzte Woche unseren Dreh. So ganz kann ich die Katze allerdings noch nicht aus dem Sack lassen, weil noch nicht alle Details geklärt sind. Aber wir versuchen natürlich, auch hier wieder das Beste herauszuholen. Wir hatten dieses Mal ein sehr professionelles Video-Team und mit dem Zenith in München eine sehr coole Location. Ich bin selbst auf das fertige Video gespannt. Bis jetzt habe ich noch nichts gesehen.

Die Single hat ein cooles Cover-Artwork: eine Discokugel in Totenschädel-Form. Wie schaut's mit dem Cover von "The Great Escape" aus?

Jürgen: Das gibt es bereits, doch sind wir damit ehrlich gesagt ein bisschen in Zeitdruck geraten. Auch wenn die Platte erst am 18. Januar 2013 rauskommt, hat man seine Abgabetermine schon Monate vorher, weil die ganze Promo ihren Vorlauf braucht. Unser Grafiker hat Gott sei Dank seine besten Momente unter Druck. [grinst]

Bei eurem CD-Release-Gig am 19.01.2013 in München sind Weto und Helen was here als Special Guests mit am Start. Warum gerade diese beiden Bands? Wie passen sie zu A Life Divided?

Jürgen: Weto ist ja die halbe Schandmaul-Belegschaft, die ich gerade durch mein Engagement bei Eisbrecher ganz gut kenne. Helen was here ist eine Band aus unseren Breiten, deren Mitglieder wir auch schon über Jahre kennen. Ich denke, dass das ein super Package ist und die Leute auf ihre Kosten kommen. Wir freuen uns sehr auf unseren Release-Gig! Da werden wir zum ersten Mal viele neue Songs aus dem Sack lassen und sind gespannt, wie sie ankommen.

Ab wann und wie werdet ihr euch auf die Frühjahrstour mit Mono Inc. Vorbereiten?


Jürgen: Wir sind immer vorbereitet. Von mir aus kann's auch morgen schon losgehen!

Könntest du eigentlich von A Life Divided und Eisbrecher leben oder gehst du "nebenbei" noch einem anderen Job nach?

Jürgen: Wir haben alle noch unsere Jobs, die es mit der Musik unter einen Hut zu kriegen gilt. Die Zeiten mit Millionen an Vorschüssen sind ja bekanntlich vorbei. Da muss jeder sein ganz eigenes Lebensmodell kreieren. Ich würde allerdings jedem abraten, davon auszugehen, von seiner Musik leben zu können. Das darf gerne ein großes Ziel sein, aber keine Hoffnung, auf der man seine Altersvorsorge aufbaut.

Weihnachten steht schon quasi vor der Tür. Wie wirst du die Feiertage verbringen? Bist du ein Traditionsverfechter?

Jürgen: Ehrlich gesagt kann ich mit Weihnachten wenig anfangen. Ich mag authentische Sachen, und diese aufgesetzte Harmonie finde ich überzogen. Bei mir geht es ab dem 25.12.2012 eh mit Eisbrecher auf die Christmas Balls und die Jahresabschlusskonzerte. Sozusagen meine persönliche Weihnachtsflucht. Und der Kreis schließt sich... [grinst]




Interview: Lea S.
Fotos: taken from facebook.com/alifedivided/photos_stream
Website Band: www.a-life-divided.de

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(c) Zillo Musikmagazin / Ausgabe 02/13 / www.zillo.de

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