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Amorphis 2015
Amorphis/Diagnosis:Different, 20.12.2015, Köln – Essigfabrik

Zuletzt waren sie noch als Support von Nightwish unterwegs, doch in Köln nahmen Amorphis am 20. Dezember 2015 zur Feier des Tages die Bühne als Headliner in Beschlag. Im Vorprogramm: Diagnosis:Different aus NRW.

Für die Groove-Prog-Metal-Band war es „nach 20 Monaten Proberaummuff“ der erste, aber zugleich auch letzte Auftritt in diesem Jahr, das sich schon gefährlich dem Ende neigt. Trotz fehlender Live-Routine meisterte das Sextett souverän seine knapp 45-minütige Performance als Support-Act für Amorphis. Auch die Bandneulinge – Keyboarder Niklas Altmayer und Sängerin Macarena Unger – fanden sich auf der Bühne gut zurecht, wobei Letztere aber noch ein wenig verunsichert wirkte. Das Selbstbewusstsein kommt sicherlich noch mit der Zeit.



Der Fokus lag ohnehin auf Frontmann und Sänger Michael Junker, der sowohl mit rauer als auch sanfter Stimme überzeugen konnte, während der Sound bisweilen etwas unausbalanciert wirkte – je nach Standpunkt in der Halle. Das schien aber niemanden zu stören – das Publikum spendierte nach jedem Song einen ordentlichen Applaus. Bei den Performances selbst wirkten die Zuschauer hingegen ein wenig steif, schade. Viel mehr als ein Kopfnicken war hier meist nicht drin. Und nach nur sechs Songs, darunter beispielsweise „Halls Of Mephisto“, „Shards Of Eden“ und „Ghost Among The Living“, mussten Diagnosis:Different auch schon wieder die Bühne räumen und Platz für den Headliner machen. Ein gemeinsames Foto mit den jubelnden Zuschauern im Hintergrund war aber noch drin.



Setliste Diagnosis:Different: A World’s Breaker, Perspectives, Halls Of Mephisto, Shards Of Eden, Ghost Among The Living, Unseen.

Als Amorphis gegen 21:15 Uhr die Essigfabrik stürmten und mit dem Opener ihres neuen Albums „Under The Red Cloud“ loslegten, schien das Publikum plötzlich hellwach und hochmotiviert: Es wurde laut gejubelt, Haare flogen und Arme schnellten nach oben – auch als die beiden ebenfalls neuen Stücke „Sacrifice“ und „Bad Blood“ hinterher gepfeffert wurden. Bei diesem regen Zuspruch bezogen auf die neuen Songs dürften sich die Finnen wohl schon auf’s neue Jahr freuen, wenn sie mit ihrer Platte „Under The Red Cloud“ richtig auf Europa-Tournee gehen – allein acht Shows stehen für Deutschland auf dem Plan.



Nimmt man den Auftakt bzw. die Appetizer-Show in Köln als Maßstab, könnte es auf der Tour 2016 durchaus voll werden. Denn an jenem Abend in der Essigfabrik standen die Fans bis in die hintersten Ecken dicht gedrängt, so dass die Temperaturen im Saal rasch anstiegen. „It’s hot, it’s sweaty“, brachte es Frontmann und Sänger Tomi Joutsen auf den Punkt und freute sich zugleich über den grandiosen Empfang der Kölner, die auch „ältere“ Stücke wie „The Wanderer“ und „On Rich And Poor“ frenetisch feierten. Als Belohnung vollführte Tomi dann eine kleine Striptease-Einlage auf der vernebelten Bühne, indem er sich das durchnässte Hemd auszog und dieses in die Menge schleuderte – sogleich grabschten mehrere Hände nach dem guten Stück. Nun ja, wenn es glücklich macht, mit einem fremden, verschwitzten Hemd nach Hause zu fahren…



Bei der Performance von „Drowned Maid“ erhielt Tomi Unterstützung am Mikrofon vom Gitarristen und ursprünglichen Sänger Tomi Koivusaari und nutzte die Gelegenheit für ein verstärktes Headbanging – ohne dabei sein „Spezialmikrofon“, das ein wenig an ein Battleship aus Star Wars erinnert, aus den Händen zu geben. Das geschah erst beim folgenden, etwas entspannteren Track „Enemy At The Gates“, bei dem eine Schelle zum Einsatz kam, ehe es mit dem neuen Kracher „The Four Wise Ones“ wieder richtig in die Vollen ging. Dann gab es nochmals eine „Ruhepause“, denn die Metal-Band performte mitunter „Silent Waters“ und einige Fans zückten ihre Feuerzeuge. Bei „My Kantele“ hatte Keyboarder Santeri Kallio, der rechts von Schlagzeuger Jan Rechberger auf einem Podest spielte, seinen „Solo“-Moment. Aber auch Gitarrist Esa Holopainen durfte immer wieder in Form von Soli sein Können am Saiteninstrument unter Beweis stellen, nicht zu vergessen Musiker Niclas Etelävuori am Bass, der ab und zu Hintergrundgesang beisteuerte.



Um besser sehen zu können, ließ sich ein junger Mann mittig im Saal auf die Schultern nehmen. Frontmann Tomi tat seine Freude über das volle Haus und die Energie des Publikums erneut kund: „I can’t describe the feeling, but this is just fantastic!“ Dann ging es im musikalischen Programm mit „Hopeless Days“ vom „Circle“-Album sowie reichlich Flackerlicht weiter und der bärtige Sänger griff einmal mehr zur Schelle. Beim anschließenden „House Of Sleep“ wurde er gesanglich lautstark von der Zuschauermenge unterstützt, die nach diesem vermeintlich letzten Song durch „Amorphis“-Rufe noch Zugaben einforderte. Und die sollte sie auch bekommen, u.a. mit dem orientalisch angehauchten „Death Of A King“ sowie „The Smoke“. Tomi machte zwischendurch noch fix ein paar Fotos von der tobenden Menge und bedankte sich bei den Bandkollegen, Fans und der Crew. Dann verabschiedeten sich die sechs Finnen – verschwitzt, aber offensichtlich zufrieden – mit einer gemeinsamen Verbeugung von der Bühne.



Setliste Amorphis: Under The Red Cloud, Sacrifice, Bad Blood, Sky Is Mine, The Wanderer, On Rich And Poor, Drowned Maid, Enemy At The Gates, The Four Wise Ones, Silent Waters, My Kantele, Hopeless Days, House Of Sleep; Zugaben: Death Of A King, Silver Bride, The Smoke.

Text & Fotos: Lea S.


Fotogalerie

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