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Amphi-Festival 2008

IV. Amphi-Festival & I. Amphi Cup, 18.-20.07.2008, Köln, Tanzbrunnen/Soccer World

          


Auch in diesem Jahr 2008 öffnete der Kölner Tanzbrunnen wieder seine Tore, um zum mittlerweile 4. Amphi Festival – The Orkus Open Air einzuladen. Am Wochenende des 19. und 20. Juli tummelten sich folglich wieder zahlreiche schwarz-bunte Gestalten in der Domstadt, um sich ganz den rockigen Gothic- und Electro-Klängen von über 30 Bands auf zwei Bühnen hinzugeben. Auftakt des Festival-Wochenendes bildete jedoch der 1. Amphi-Cup der Geschichte, der freitags in der Soccer World Arena in Köln-Lövenich stattfand. Fünf Teams traten gegeneinander an: Promis/Musiker, Sponsoren/Präsentatoren, Veranstalter/Medienpartner, DJs alias Devotee Soccer und Besucher. Schnell hoben sich die DJs als führende Fußballer heraus und gewannen letztendlich auch das Turnier. Zur Belohnung gab es für alle Teilnehmer Medaillen. Auch Sandro Griesbach von darkmoments konnte eine Medaille abstauben, da er für`s Team „Sponsoren/Präsentatoren“ beim Amphi-Cup mitkickte. Nur wenige Stunden später ging es dann weniger sportlich, dafür musikalisch im Tanzbrunnen weiter. 

           

Samstag, 19.07.2008, Mainstage

ZEROMANCER

Kurz vor 14.00 Uhr wehte ein norwegischer Luftzug über das Amphi-Gelände, als Zeromancer die Hauptbühne im Tanzbrunnen stürmten. Nach einem etwas längeren Intro eröffneten die Norweger mit der ohrwurmigen Nummer „Need You Like A Drug“ ihre gut 40-minütige Show und ließen insgesamt neun Songs aus den Lautsprechern röhren. Sänger Alex und seine Mannen sorgten im Publikum für reichlich Kreisch- und Klatschatmosphäre, so wurden Tracks wie „Clone Your Lover“, „Cupola“ und „I´m Yours To Loose“ mit euphorischer Begeisterung von den Fans aufgezogen. Auch als sich Alex passend zu „Sounds Like Love, But Looks Like Sex“ sein schwarzes Muskelshirt auszog, um mit freiem Oberkörper, in grauer Hose, mit krawattenartigem Halstuch und hohen Stiefeln weiter über die Bühne zu fegen, stand besonders den weiblichen Fans die Freude ins Gesicht geschrieben. Und immer wieder führte Alex mit seinem rechten Arm Bewegungen gen Publikum aus, als würde er wie eine Katze die Krallen ausfahren. „Amphi, alles gut?“ fragte er in seinem besten Deutsch, mit dem er bereits im letzten Jahr auf dem Amphi glänzte. „Seid ihr bereit für `Doctor Online`?“ Und schon legten Zeromancer mit ihrem Kracher los. Fronter Alex hielt zwischendurch immer mal wieder sein Mikrofon ins Publikum, um die Textkenntnisse der Festivalbesucher zu testen. Und diese bestanden den Test mit Bravour. Eingetaucht in Flackerlicht und Nebelschwaden am helllichten Tag lieferte die norwegische Band eine mehr als gelungene Show und verabschiedete sich mit „Fade To Black“ und einem „Thank you so much, Amphi!“ Bleibt nur eine Frage noch offen: Wird man in Norwegen wirklich so braun? 

                

Samstag, 19.07.2008, Mainstage

DEINE LAKAIEN

Anstatt mit Worten kündete Moderator Honey Deine Lakaien mit Schildern an, die er hoch hielt. Und die Band betrat auch sogleich die Bühne, um mit einem Best of ihrer Songs loszulegen. Sänger Alexander Veljanov, gewohnt mit hochgetürmter Frisur, hatte sich mit Sonnenbrille eingedeckt. Keine schlechte Idee, bei dem strahlenden Licht, das plötzlich das Gelände überflutete. Für die Fotografen sicherlich eine Herausforderung. Aber dafür gab es viel zu sehen auf der Bühne. Ein großer schwarzer Flügel, weitere Tasteninstrumente, E-Gitarre und Streicher kamen zum Einsatz. Deine Lakaien präsentierten Songs wie „Generators“, „Over And Done“, das französische „Vivre“ und „Return“. Auch „Reincarnation“ und „Where You Are“ hatten einen Platz auf der Setlist gefunden. Alexander schien sichtlich gerührt über den herzlichen Empfang in Köln. „Es gibt nichts Schöneres, als hier oben zu stehen“, rief er ins Mikrofon. Auch seinen Musikerkollegen/innen merkte man die Freude am Auftritt an. Der Gitarrist von Deine Lakaien ließ stetig seine blonden, langen Haare im Takt der Musik durch die Luft wirbeln. Zum Abschluss des Konzertes spielten Deine Lakaien „Love Me To The End“ und machten den Weg frei für den Hauptakt des Tages. 

      

Sonntag, 20.07.2008, Mainstage

LETZTE INSTANZ

Groß kündete das schwarze Banner mit dem weißen Schriftzug im Hintergrund der Bühne die nächste Band auf der Mainstage an. Kurz vor 14.00 Uhr war es somit Zeit für die Dresdener Rockband Letzte Instanz, die Einflüsse aus dem Folk-Rock mit klassischen Elementen verbindet. Und mit diesem Soundgewand begeisterten sie die Amphi-Besucher und schwangen zusammen mit ihnen das Tanzbein. Mit dem Hüpfsong  „Maskenball“ eröffneten die sechs jungen Männer ihre Show, um für die nächsten knapp 40 Minuten für reichlich Stimmung und Party zu sorgen. Kein Problem, denn ihre Songs wie „Tanz“, „Unerreicht“, „Sonne“ und „Mein Todestag“ kamen super beim Publikum an. Violinist M. Stolz hüpfte mit schwarzem Shirt, im langen schwarzen Rock und dabei barfuß über die Bühne, während Cellist Benni Cellini – ebenfalls barfuß – seine langen, roten Dreads ins Schwingen brachte. Man rechnete förmlich damit, dass sich doch irgendwann einmal einer der Dreadlocks in den Seiten des Cellos verfangen musste. Doch dem war nicht so. Auch Specki T. D. – cool mit Sonnenbrille – am Schlagzeug, Oli an der E-Gitarre und Micha am Bass hatten sichtlich Freude am Konzert. Die Sänger Holly und Holly D. animierten die Fans immer wieder zum Mitsingen und diese ließen sich das nicht zweimal sagen. So dröhnten auch aus ihren Kehlen Songs wie „Wir sind allein“, „Ohne dich“ und „Das Stimmlein“. Nicht verwunderlich, dass die Fans zum Ende des Konzertes hin Zugaben einforderten und diese auch bekamen. Doch da den Jungs laut Holly nur noch vier Minuten blieben, wurde der letzte Song einfach schneller gespielt. Aber zum krönenden Abschluss gab es dann noch ein Cover von Cooper`s „Poison“.

      

Sonntag, 20.07.2008, Mainstage

L´ÂME IMMORTELLE

Noch die letzten Riffs von Lacrimas Profundere in den Ohren, ging es aus dem Theater wieder hinüber zur Mainstage, um dort den Klängen von L´âme Immortelle zu lauschen. Sonja und Thomas und ihre Live-Musiker hatten bereits Stellung bezogen und – wie später erfahren – drei Songs zum besten gegeben: „Bitterkeit“, „Fear“ und „Stumme Schreie“. Und nun legten sie mit ihrem Song „Phönix“ los. Sängerin Sonja hatte sich in ein langes, schwarzes Kleid gehüllt, während sich Sänger und Keyboarder Thomas in einen schwarzen Anzug geworfen hatte. Nach dem sich anschließenden Lied „Es tut mir Leid“ wendete sich Thomas ans Publikum: „Habt ihr 1000 Stimmen für mich?“, rief er, um nur kurz darauf „1000 Voices“ anzustimmen, was den ein oder anderen zum Tanzen animierte. Auch L`âme Immortelles Songs „Blutrot“ und „Aus den Ruinen“ kamen nicht zu kurz und wurden herzlich vom Publikum aufgenommen. Auch Gitarrist Ashley, der optisch ein wenig an Robert Smith von The Cure erinnert, steuerte dem ein oder anderen Song ein paar Vocals bei. Dann wurde Sonja etwas nachdenklicher und widmete die Ballade „Life Will Never Be The Same Again“ einem Freund, Roberto, der, ehe er tödlich verunglückte, Tontechniker der Band war. In schmerzlichen Erinnerungen an den guten Freund kullerten Sonja plötzlich Tränen über die Wangen und auch den anderen Bandmitgliedern stand in diesem Moment die Trauer ins Gesicht geschrieben. Doch nach einmal tief Durchatmen stimmte Sonja auch schon den nächsten Song „Requiem“ an und präsentierte zum Ende hin den Song „5 Jahre“, auf den natürlich alle gewartet hatten und den wie nicht anders erwartet jeder auswendig mitsang. Und damit verabschiedete sich die Band von der Bühne.
 
 

Auch von weither waren die Fans für das diesjährige Amphi angereist, so zum Beispiel aus Australien, Griechenland und den USA, und hatten sich in aufwändige Outfits geworfen. Mit gut 12.000 Besuchern war das Festival in diesem Jahr komplett ausverkauft. Und viel wurde den Besuchern geboten: Neben zahlreichen musikalischen Genüssen konnte man wieder bei vielen Autogrammstunden mit den Künstlern auf Tuchfühlung gehen, auf dem großen Gothic-Markt sein Geld ausgeben oder kleine Boxenstopps an den Cocktail-, Longdrink- und Metbars sowie zahlreichen Verpflegungsständen einlegen. Auch der Beachclub mit seinem 3500 m² Sandstrand war einen Besuch wert und lud zum Chillen ein. Selbst die ganz kleinen Besucher waren auf dem Festival herzlich willkommen und wurden am Gothic-Family.Net-Stand gut versorgt. Wie in den vergangen Jahren kam das Amphi ganz ohne Dixis aus und bot stattdessen geflieste und bespiegelte Toiletten. Wer nach den Konzerten am Abend immer noch nicht genug hatte, konnte Antonio Magico „With The Sisserhands“ bei seinem Feuerspektakel zuschauen oder sich noch bis in die frühen Morgenstunden auf den After-Show-Parties im Theater austanzen. Eines war klar: Auf dem Amphi Festival 2008 kam mal wieder jeder auf seine Kosten!  


Text: Lea
Fotos: Lea
Weitere Fotos: Galerie
Website Festival:
www.amphi-festival.de

(c) darkmoments (hier gibt es die übrigen Berichte und tolle Fotos)

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