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Delain "Lucidity"

Delain "Lucidity", VÖ 28.09.2007, Roadrunner Records
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Tracklist:
01) Sever
02) Frozen
03) Silhouette of a Dancer
04) No Compliance
05) See Me In Shadow
06) Shattered
07) The Gathering
08) Daylight Lucidity
09) Sleepwalkers Dream
10) A Day For Ghost
11) Pristine
12) Deep Frozen (bonustrack version)
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>>In einem Königreich namens Delain lebte einst ein König, der hatte zwei Söhne. Delain war ein sehr altes Königreich…<<. So lauten die ersten Zeilen des Stephen King-Romans „Die Augen des Drachen“. Delain ist aber nicht nur ein Königreich àla King, sondern auch eine niederländische Band, die sich nach eben diesem King`schen Königreich benannte.

Im vergangenen Jahr veröffentlichte die noch junge Band Delain ihr Debüt-Album „Lucidity“ in den Benelux-Staaten. Nun ist auch Deutschland an der Reihe und darf sich „Klarheit“ über Delain verschaffen. Ab dem 28. September steht „Lucidity“ in unseren Läden und es lohnt sich zuzugreifen.
 
Bandgründer Martijn Westerholt, der ehemals bei Within Temptation an den Keyboards spielte, hat einiges auf die Beine gestellt. Zusammen mit Delain-Sängerin Charlotte Wessels suchte er für das Debüt-Album die Unterstützung von bekannten Musikergrößen. So kommt es auf „Lucidity“ nun zum Zusammentreffen von Marco Hietala (Nightwish/Tarot), Liv Kristine (Leaves´ Eyes), Sharon den Adel (Within Temptation), George Oosthoek (Ex-Orphonage) und vielen anderen renommierten Künstlern. Jan Yrlund (Ex-Lacrimosa), Ad Sluijter (Epica) und Guus Eikens (Ex-Orphanage) steuerten den Gitarrensound bei und Arien van Weesenbeek (God Dethroned) saß hinter den Drums.
 
Der projektartige Charakter macht das Album von Delain besonders interessant und vielseitig. 12 Songs voll Power, Emotion und wunderschönen Melodien. Die bisher noch recht unbekannte Sängerin Charlotte, deren klare, gefühlvolle Stimme unverwechselbar in den meisten Songs vertreten ist, wird im rockigen Opener „Sever“ vorgestellt. Die 20-Jährige geht sehr professionell ans Werk, sowohl als Einzelperformerin als auch in den Duetten mit Liv, Marco und George.
 
„Lucidity“ lebt von seiner stimmlichen und musikalischen Vielfalt. Während Charlotte ihren Fave-Song „Silhouette of a dancer“ zusammen mit Sänger und Grunter George performt, ist sie bei der Ballade „See me in shadow“ mit Liv zu hören. Klavierklänge, Streicherpassagen und die zwei Gänsehautstimmen lassen einen bei diesem Titel träumend dahin schweben. Nicht ganz ohne Grund wurde „See me in shadow“ als zweite Single ausgewählt, würde ich behaupten wollen.
 
Single Nummer 1 bildete der Song „Frozen“, den es auf dem Album gleich in zwei Versionen zu hören gibt. Einmal singt ihn Charlotte allein, ein zweites Mal – als Bonustrack „(Deep) Frozen“ – mit grunzender Unterstützung. Doch beide Male wird der Song durch die ruhige Melodie einer Spieluhr eingeleitet, entpuppt sich aber sehr schnell zu einer wahren Gothic-Rock-Nummer mit schweren Riffs.
 
Aber im Grunde rocken alle Songs auf dem Album. Das eine Lied mal flotter wie „A day for a ghost“, bei dem Liv und Marco zusammen treffen und die Up-Tempo-Nummer gemeinsam präsentieren, das andere Lied mal langsamer und schwerfälliger wie „Daylight lucidity“, bei dem Marco wiederum mit Charlotte performt, stets begleitet – wie so häufig auf dem Album – von einem Chor.
 
Im mystischen „No compliance“ tritt dieser jedoch in den Hintergrund und lässt Sharon den Vortritt. Ihr Lied fadet zunächst langsam ein, ehe es mit einem vollen Sound loslegt. Würde Marco bei „No compliance” nicht mitsingen, könnte der Track als volle Within Temptation-Nummer durchgehen. Aber schon allein aufgrund des Goth-Metal-Sounds, der markanten Keys von Martijn, der schweren Gitarren und der symphonischen Elemente erinnert Delains Debüt insgesamt musikalisch ein wenig an das Schaffen der Landsleute von Within Temptation. Zwar erscheint der Sound von Delain somit nicht komplett innovativ, aber er klingt nichtsdestotrotz sehr frisch und kreativ mit eigener Note.
 
Charlottes Stimme ist lebhaft und einfach unverkennbar, doch in „The gathering“ für meinen Geschmack eine Oktave zu hoch. Auch Marco stehen die sehr hohen Töne nicht ganz so gut, dennoch zählt das melodische „The gathering“ zu meinen Faves vom Album. Auch nicht zu verachten sind das rockige „Shattered“ und das symphonische „Sleepwalkers dream“, für die Charlotte allein gesangliche Verantwortung trägt.

Einen gekonnten Abschluss des Albums "Lucidity" bildet - abgesehen von dem Bonustrack - der Song "Pristine". Charlottes warmer Gesang trifft hier auf Georges raues Grunten und bildet mit diesem eine ansprechende Einheit. Mein Fazit für Delains "Lucidity": atmosphärischer Gothic-Metal mit großartigen Melodien und grandiosem Sound - ein Werk, für das bestimmt nicht nur die Fans von Nightwish, Within Temptation und Leaves` Eyes die Ohren spitzen werden...
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Rezi: Lea
Website Band:
www.delain.nl
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