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Florian Grey (I)
Interview mit Florian Grey, 11.12.2013, Köln/Blue Shell



Dem einen oder anderen dürfte Florian Grey noch als Sänger der Dark-Rock-Band Eves End bekannt sein, die er 2011 verließ. Seitdem wandelt der Darmstädter Musiker auf Solo-Pfaden und präsentierte kürzlich mit Live-Band ein Akustik-Rock-Set in verschiedenen deutschen Städten. So auch am 11. Dezember 2013 in Köln. Nach der Show traf ich Flo zu einem kleinen Interview im Blue Shell.

Flo, wie fandest du eure heutige Show?

Flo: Total solide! Mir hat die Show sehr gut gefallen, denn es hat alles von vorne bis hinten gepasst. Auch der Song "Gangsta's Paradise", den wir kurzfristig ins Set aufgenommen haben, kam gut beim Publikum an.

Macht ihr viel Party unterwegs oder lasst ihr es ruhiger angehen?

Flo: Bisher sind wir's die ganze Zeit eher ruhig angegangen, weil wir jeden Morgen früh aufstehen müssen. Ich mag es lieber, wenn ich die Jungs alle beisammen habe und es keine großen Saufgeschichten gibt. Dann ist man am nächsten Tag auch konzentrierter. Es gibt nichts schlimmeres, als mit einem Kater auf der Bühne zu stehen. Wir waren zwar gestern Abend noch auf der Reeperbahn ein Bierchen trinken, aber nur einen Absacker und dann ging es ins Bett.

Der eine oder andere dürfte dich noch als Sänger der Dark-Rock-Band Eves End kennen, die du 2011 verlassen hast. Aktuell bist du mit Akustik-Programm unterwegs. Wie kommt's?

Flo: Da hatte die Manu [Music Lights Berlin, Anm. der Autorin] ihre Finger mit im Spiel. Nach Eves End steuerte ich immer mal wieder Background-Gesang bei anderen Künstlern und Bands bei oder arbeitete als Studiosänger. Dann kam Manu auf mich zu und meinte, ich gehöre wieder auf die Bühne. Ich fragte daraufhin meine Jungs, ob sie dieses Jahr erst einmal Lust auf Akustik hätten – und sie waren sofort dabei.

Wer sind diese "Jungs"?

Flo: Meine besten Freunde! Alles fing an bei mir in Darmstadt auf der kleinen Bühne eines Pubs…

Wie gehst du beim Songwriting vor? Machst du alles allein?

Flo: Meist kommen mir irgendwelche Sätze oder Töne in den Sinn, die ich dann schnell per iPhone aufnehme und weiterschicke. Oder ich setze mich mit einem Kumpel hin und wir jammen zusammen. Es gibt kein Schema. Ich sauge immer alles auf, was mich tagtäglich bewegt und berührt, und setze dies dann um. Es kommt auch vor, dass ich wie beim neuen Song "Laudanum" zwei Jahre an einem Text schreibe. Manchmal fällt mir auch direkt ein Text plus Gesangsmelodie ein und der Song ist rasch fertig.

Und inspirieren lässt du dich vom täglichen Leben?

Flo: Mittlerweile von allem – natürlich auch von der Liebe und dem Daily Life mit allen Höhen und Tiefen. Ich versuche immer so viele Höhen und Tiefen wie möglich umzusetzen, denn es wäre schade, wenn das Leben nur eine rote Linie wäre. Ich packe alles in meine Texte, was mich bewegt.

Gibt es ein Thema, dem du niemals Platz in deinen Songs einräumen würdest?


Flo: Nehmen wir das Beispiel Freiwild: Ich würde niemals politische Sachen ansprechen. Jede Meinung und Statements sind zwar wichtig, aber Musik ist meiner Meinung nach dazu da, jemanden abzuholen, mitzunehmen und in eine andere Welt zu katapultieren, dass er sich gut fühlt, seine eigenen Geschichten mit den Songs verbindet und dann wieder zurück in die Wirklichkeit kommt. Politik ist nicht mein Ding, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Im Mai warst du bereits mit Private Line auf Akustik-Tour. Wie kam das zustande?

Flo: Auch durch die Manu, denn sie macht das Booking und Management. Sammy von Private Line hatte ich bereits in Helsinki kennengelernt. Er war dann im Mai mit Japa und Ilari als Akustik-Trio unterwegs. Von Anfang an verstanden wir uns super und jammten nachts noch in den Bars.

Welche Erfahrungen hast du aus Helsinki mitgebracht?

Flo: Nur die besten! Ich glaube, in meiner Brust schlägt ein kleines finnisches Herz. Was ich von den Finnen gelernt habe: Entweder mögen sie dich oder nicht. Sie sind zwar recht introvertiert, aber wenn du mit einem Finnen Freundschaft schließt, hält diese ewig.

Wie oft bist du in Finnland?

Flo: So oft ich kann. Früher war ich immer in Tampere, aber mittlerweile komme ich stets bei Freunden in Helsinki unter. Ich liebe die Stadt! Irgendwann werde ich bestimmt einmal dorthin auswandern.

Vorhin auf der Bühne erwähntest du, dass du dein aktuelles Akustik-Projekt Anfang 2014 mit einer EP abschließen wirst und dich dann wieder härteren Klängen widmen möchtest. Was genau erwartet uns?

Flo: Im Januar gibt es erst einmal eine Akustik-EP. Den Titel weiß ich noch nicht genau. Die EP wird den Abschluss dieser Akustik-Sache markieren. Wenn die CD gut läuft, spielen wir vielleicht noch ein paar weitere Akustik-Konzerte. Ansonsten werde ich mich im kommenden Jahr darauf konzentrieren, eine neue Live-Band zusammenzustellen und ein neues Album zu kreieren.

Wie oft trainierst du deine Stimme?

Flo: Ich singe ziemlich oft…

...unter der Dusche?

Flo: [lacht] Unter der Dusche sowieso! Gerade der neue Placebo-Song eignet sich sehr gut dazu: My computer thinks I'm gay… [singt] Ich habe die Band auf dem M'era Luna gesehen. Aber zurück zum Gesang: Ich übe zwar nicht regelmäßig, aber regelmäßig unregelmäßig. Die Stimme verändert sich mit den Jahren, finde ich. Vor 15 Jahren war meine Stimme noch etwas höher. Mittlerweile komme ich ziemlich tief runter, was gut ist. 3,5 Oktaven bekomme ich hin.

Ein paar Konzerte stehen auf dieser Tour noch an. Worauf freust du dich am meisten?


Flo: Auf's Heimspiel! Das wird ziemlich lustig und cool. Doch im Grunde freue ich mich auf alle Shows. Es ist toll, auf Tour zu sein, neue Leute kennenzulernen und zu sehen, wie sie in den verschiedenen Städten auf die Musik reagieren. In Leipzig war ich schon ewig nicht mehr, nur irgendwann mal auf dem WGT. Ich glaube, das wird auch ganz spannend. Aber ansonsten freue ich mich auf alle Konzerte.



Interview: Lea S.
Fotos: taken from facebook.com/GREY.F
Website Künstler: www.facebook.com/GREY.F

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