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Florian Grey (II)
Interview mit Florian Grey, 06.07.2014, Skype



Florian Grey, zuletzt noch mit Vlad In Tears auf Akustik-Tour unterwegs, hat die letzten Tage und Wochen fleißig mit Musiker und Produzent Björn Meindl im Studio gewerkelt. Das Ergebnis? Laut Flo ein variationsreiches Rockalbum, sein erstes Solo-Werk namens „Gone“. Im Interview verriet der Musiker seine Inspirationsquellen, wie er mit Kreativitätstiefs umgeht und warum er ein Korinthenkacker ist.


Flo, wie ergeht es dir momentan?

Flo: Die letzten Tage ist es so ultra heiß in Berlin – unglaublich. Du gehst vor die Tür und kannst dich im Grunde direkt wieder umziehen.

Lebst du mittlerweile fest in Berlin?

Flo: In Darmstadt wohne ich auch noch, habe sozusagen gerade zwei Wohnsitze. Doch ab dem 1. August 2014 ziehe ich wohl fest in die Hauptstadt.

Was zieht dich dorthin?

Flo: Die Musik! Und hier sitzt die Agentur „Music Lights Berlin“!

Vor welchem Hintergrund hast du dich dazu entschieden, ein Solo-Album aufzunehmen? Sollte nicht ursprünglich erst einmal eine Akustik-Platte erscheinen?

Flo: Ja, es gab einige Veränderungen. Eigentlich wollte ich mit den Bandjungs eine Akustik-EP aufnehmen. Dann traf ich mich allerdings mit dem Produzenten Björn Meindl im Studio und wir fingen an, Songs zu schreiben. Das klappte so gut – als ob er quasi die Ideen einfach aus meinem Kopf herausziehen würde. Auf diese Weise entstanden nicht nur ein paar akustische, sondern auch einige rockige Songs, so dass wir uns letztlich dazu entschieden, ein komplettes Album aufzunehmen. Schon allein, weil die Atmosphäre im Studio einfach passte…

Es hat sich also in jenem Moment schlichtweg angeboten…?

Flo: Ja, absolut! Der Prozess war einfach fließend und alles hat super geklappt.

Seit wann arbeitest du konkret an der Platte?

Flo: Ein paar Songs sind schon zwei bis drei Jahre alt. Ich nehme immer mal wieder Ideen bzw. Demos zwischendurch auf. Mit Björn schrieb ich aber auch komplett neue Sachen, die recht abwechslungsreich sind.

Ein bunter Mix also?

Flo: Absolut, das Album ist sehr vielfältig!

Wo siehst du deine Stärken beim Songwriting, wo deine Schwächen?

Flo: Oh, darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Ich glaube, jeder hat seine Stärken und Schwächen. Der eine schreibt das so, der andere so. Ich versuche eigentlich immer vom Herzen zu schreiben, über die Dinge und Geschichten, die mich inspirieren, oder eigene Erfahrungen usw. Aber ich weiß nicht, ob ich bei mir selbst irgendwelche Stärken und Schwächen beurteilen könnte.

Ist es einfacher einen Rocksong oder eine Ballade zu schreiben?

Flo: Ich glaube, es kommt einfach auf das Gefühl an, das du in jenem Moment hast. Wenn du gut drauf bist, schreibst du beispielsweise eine Uptempo-Nummer, die ein bisschen Power hat. Und wenn du traurig bist, kommt eher eine Ballade dabei heraus. [lacht]

Kannst du uns schon ein paar Songtitel vorstellen?

Flo: Eigentlich sind die Songs noch strenggeheim. Ich kann nur so viel verraten: Es wird Songs geben, die von Depeche Mode inspiriert sind. Dann gibt es viele Rocknummern und sogar einen klassischen Track mit Streichern. Ein Song wird der Titeltrack vom Album sein.

Also „Gone“?

Flo: Genau!

Welche Gedanken verbergen sich hinter dem Albumtitel?

Flo: Viele, aber der Grundgedanke war, dass es in meinem Leben zuletzt einige Veränderungen gab, beispielsweise der Umzug nach Berlin und dass ich alles hinter mir lasse, was ich mit Darmstadt verbinde. Der Grundgedanke wie auch die Geschichten in den Songs drehen sich alle um das Thema „Gone“…

Wenn du sagst, dass die Platte sehr variationsreich ist und in verschiedene Richtung geht, beinhaltet sie trotzdem einen roten Faden, der sich durch alle Nummern zieht?

Flo: Ja, das kann ich bestätigen. Alle Geschichten – außer einer – handeln nicht von mir, sind also nicht autobiografisch. Vielmehr verbergen sich hinter den Songs verschiedene Geschichten, die mich beeinflusst haben und die ich erzähle. Zum Beispiel habe ich einen Zeitungsartikel gelesen, der mich eine Woche lang nicht losließ und von dem ich sogar träumte. Darauf basierend schrieb ich eine Ballade. Dann wiederum habe ich das Buch „Dieses bescheuerte Herz“ von Daniel Meyer und Lars Amend gelesen, was – so glaube ich – auch in den Bestseller-Listen war, und dieses inspirierte mich ebenfalls beim Songwriting.

Du lässt dich also gerne von deiner Umgebung inspirieren?

Flo: Genau, von allem, was mich so bewegt und nicht mehr loslässt.

Wie gehst du mit Kreativitätstiefs um?

Flo: Ich gehe raus, lege mich in die Sonne, dann wird meine Haut grau und ich ärgere mich über mich selbst [lacht], bin so stinkig und traurig, bis wieder irgendwelche Einfälle kommen.

Du bist dann ernsthaft wütend auf dich selbst?

Flo: Nun ja, nicht wütend, aber man kann einfach nichts erzwingen. Wenn ich merke, dass einfach mal nichts kommt, lasse ich es auch sein und gehe lieber raus, einen Kaffee trinken oder versuche mich ein bisschen zu chillen, abzulenken oder Input zu sammeln, indem ich in die Stadt gehe.

Wie schaut es mit Sport aus, um den Kopf wieder ein wenig frei zu bekommen?

Flo: Eigentlich sage ich immer „Sport ist Mord“, aber ich gehe hin und wieder mal joggen…

Wie bereits erwähnt, unterstützt dich Björn Meindl beim Albumentstehungsprozess. In welchem Studio nehmt ihr die Platte auf?

Flo: Ich weiß gar nicht, wie Björn sein Studio nennt. Bisher hat er Rock, ein bisschen Pop produziert, ist als Musiker auch viel unterwegs, hat schon Hörspiele geschrieben und vertont. Bei meinen ersten Solo-Gigs spielte er für mich live auf der Bühne – seitdem stehen wir in Kontakt. Sein Studio liegt in Kriftel im Taunus.

Klingt nach einem Kaff…

Flo: [lacht] Ja, das ist es auch.

Und dort pendelst du immer hin?

Flo: Ja, ich pendel immer dorthin. Meistens machen wir es so, dass wir uns ein paar Tage am Stück treffen. Manchmal schicke ich ihm auch eine Idee vorab, dann treffen wir uns und sind dann für längere Zeit im Studio, bis wir mit viereckigen Augen vor dem Computer sitzen.

Seid ihr euch immer direkt einig oder gibt es viel Diskussionsbedarf?

Flo: Wir sind uns komplett einig! Das ist schon gruselig! Wir schreiben etwas, nehmen es auf und werkeln dann gemeinsam daran herum, verändern Dinge, bis alles passt. Das ist, als ob der rechte und linke Hoden zusammen Musik machen würden… [Gelächter]

Mischt Björn auch bei den Songtexten mit?


Flo: Die Texte schreibe ich komplett selbst. Die Musik schreiben wir zusammen. Es gibt aber auch Songs auf dem Album, die ich mit anderen Künstlern zusammengeschrieben habe.

Ist es nicht ein wenig ärgerlich, dass du im Studio arbeiten musst, während draußen Sommerlaune herrscht, die Sonne scheint, alle die WM gucken etc.?

Flo: Nein, im Keller unten ist es schön kühl – und das mag ich. [lacht]

Mit welchen Herausforderungen hattet ihr bisher im Studio zu kämpfen?

Flo: Große Probleme gab es eigentlich keine.

Wer spielt denn alle Instrumente ein?

Flo: Das machen der Björn – er ist ein Multiinstrumentalist – und noch ein paar befreundete Musiker. Ich versuche mich auch daran, bin aber instrumental recht schwach, was dann einfach nichts bringt. Ich kann ein klein wenig Bass spielen und ein kleines bisschen Klavier, aber so schlecht, dass es auch peinlich wäre, wenn ich das live machen würde. Für mich zum Songschreiben reicht es; das Aufnehmen überlasse ich lieber den echten Instrumentalisten.

Wie gehst du konkret beim Songwriting vor, wenn du kein Instrument spielst?

Flo: Ich habe auf meinem Laptop ein triviales Programm dafür, mit dem ich die Demos aufnehme.

Heutzutage läuft also alles digital ab…

Flo: Ja, es war ein schleichender Prozess, dass ich mit der Zeit fürs Songwriting auf dieses Computer-Programm umgestiegen bin. Das ist echt gut!

Bist du musikalisch leicht zufrieden zu stellen?

Flo: Ich bin eine Mischung aus Korinthenkacker und Perfektionist. [lacht] Es ist echt schwierig, mich musikalisch zufrieden zu stellen. Aber irgendwann ist es dann auch mal gut, sonst überproduziert man einen Song am Ende noch.

Wann wird alles komplett fertig sein mit Mix und Master?


Flo: Ende dieses Monats wird wohl alles im Kasten sein, dann ist das Album auch gemixt. Was das Mastering anbelangt, da müssen wir nochmals schauen. Dies wird auf jeden Fall jemand anderes übernehmen. Hauptsache, das Album ist erstmal gemixt.

Wird’s die neuen Songs demnächst auch live zu hören geben?

Flo: Auf jeden Fall, ich halte euch auf dem Laufenden. Mich kribbelt es eh schon in den Zehen und Fingern…

Wirst du dann die alte Besetzung mit auf die Bühne nehmen oder eine komplett neue Live-Band aufstellen?

Flo: Ich glaube, es werden neue Jungs dabei sein. Die anderen haben ihre festen Projekte in Darmstadt und da ist es schwierig, gemeinsam Konzerte zu spielen.



Interview: Lea S.
Fotos: taken from facebook.com/GREY.F
Website Künstler: www.facebook.com/GREY.F


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