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Gothminister 2013
Gothminister/Deus Ex Vagina, 04.05.2013, Köln – Essigfabrik

Für lediglich zwei Clubkonzerte kam die norwegische Metal-Band Gothminister im Mai nach Deutschland, um ihre neue Horrorshow zu präsentieren. Doch entweder hatten das zu wenige Menschen mitbekommen oder sie wollten einfach nicht mit Monstern, Dämonen und Zombies konfrontiert werden, denn zumindest das Konzert am 4. Mai in Köln war verhältnismäßig spärlich besucht. Und das bei gerade einmal 5 Euro Eintritt für eine wirklich fette Show! Denn Gothminister-Mastermind Bjørn Alexander Brem hat weder Kosten noch Mühen gescheut, um dem Publikum zusammen mit seinen Livemusikern Chris Dead (Schlagzeug), Icarus (Gitarre) und Turbo Natas (Gitarre) Unterhaltung vom Feinsten zu bieten. Doch zunächst hatte die deutsche Metal-Formation Deus Ex Vagina die ehrenvolle Aufgabe, die Anwesenden auf das Horrorprogramm vorzubereiten. Das taten sie mit ihrem düsteren "Zombie-flavoured Glamour Death"-Sound, der bisweilen ein wenig an die Deathstars erinnerte. Zwischendurch ließ es sich der Synthie-Mann Psalm Zero nicht nehmen, ganz Zombie-like mit nacktem, blutverschmierten Oberkörper durch die Menge zu taumeln, während Sänger Ava, Bassistin Metropolis und Gitarrist Negative Seven weiterhin auf der Bühne Vollgas gaben.



Kurz nach 23 Uhr war es schließlich Zeit für die norwegischen Headliner Gothminister, die mit "Eternal" ihre gut 75-minütige Show einleiteten. Und diese wurde nicht nur von reichlich Kunstblut und Pyrotechnik, sondern auch immer wieder von kleinen Showeinlagen begleitet. So stürmte bereits während des Openers unerwartet ein Zombie auf die Bühne, den Sänger Bjørn jedoch sogleich niedergestreckte und sämtliche Gedärme entriss, die er dann den Gitarristen um den Hals legte. Zwei Songs später trug der Frontmann plötzlich einen kleinen Werwolf im Arm und sogleich tauchte eine Yeti-ähnliche Gruselgestalt auf, um ihm den Werwolf wegzunehmen. In weiteren Szenen performte Bjørn mit einer Kettensäge in der linken und einem abgetrennten Kopf in der rechten Hand oder hielt ein brennendes Buch in die Luft.



Auch der bereits aus älteren Shows bekannte Dämon mit seinen Teufelshörnern und Riesenkrallen trieb auf der Bühne wieder sein Unwesen, während am Rande ein Goblin unermüdlich ein Seil erklomm und wieder hinabkletterte. Als Höhepunkt entpuppte sich jedoch der "Auftritt" des neuen, über drei Meter großen animatronischen Monsters, das den Gothminister-"Drummer" in der Luft zappeln ließ. Köstlich! Doch bei all den Horrorelementen darf nicht der Sound vergessen werden, der druckvoll und metallisch aus den Boxen hämmerte. Neben alten Bekannten wie "Beauty After Midnight", "Dusk Till Dawn" und "Liar" präsentierten Gothminister natürlich zahlreiche Songs ihrer neuen Platte "Utopia", darunter beispielsweise "Someone Is After Me" und "Horrorshow". Als Highlight gab es schließlich noch die aktuelle Single "Utopia" auf die Ohren, mit der die Band kürzlich beim norwegischen Vorentscheid für den Eurovision-Songcontest angetreten war. Und mit diesem Ohrwurm verabschiedete sich das Quartett auch von der Bühne – ohne Zugaben zu spielen, obgleich die Zuschauer gerne noch mehr gesehen und gehört hätten. Dafür gesellten sich die Musiker recht bald nach der Show noch zu ihren Fans am Merchstand, gaben zahlreiche Autogramme und zogen Grimassen für die Fotografen, während in der Halle mehrere DJs für eine volle Tanzfläche sorgten.

Text & Fotos: Lea S.

Fotogalerie

(c) Zillo Musikmagazin / www.zillo.de

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