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Heidenfest 2013
Heidenfest, 05.10.2013, Oberhausen – Turbinenhalle

Auch in diesem Jahr wurde das Heidenfest wieder in zahlreichen Städten zelebriert – so etwa am 5. Oktober 2013 in Oberhausen. Als Location diente die nahe am Centro und Gasometer gelegene alte Turbinenhalle, die an jenem Nachmittag und Abend fast aus allen Nähten platzen sollte. Immerhin hatten sich neun Bands angekündigt. Den Anfang machten ab 15:15 Uhr Frosttide aus Finnland. Das Quartett wirkte zwar ein wenig verloren auf der großen, mit drei Heidenfest-Bannern dekorierten Bühne, schaffte es aber die Erstankömmlinge mit seinen melodischen Folk-Metal-Klängen auf den langen Festival-Tag einzustimmen.



Um 16 Uhr sollten dann eigentlich Winterstorm das Zepter übernehmen, doch die Power-Viking-Metaller hingen im Stau fest. So kam es bereits zu ersten Verzögerungen im Festival-Ablauf, so dass ein wenig Zeit blieb, etwa den Merchandise- oder Verpflegungsstand aufzusuchen. Dann wurde kurzerhand der Plan umgeschmissen und Gernotshagen zogen ihren Auftritt vor. Die Thüringer hielten ihr Publikum mit finsteren Pagan-Black-Metal-Klängen auf Trab, wobei Frontmann und Sänger Askan zwischendurch zur Axt griff und diese bedrohlich durch die Luft schwang.



Gegen 17:25 Uhr waren Riger an der Reihe. Sänger Ingo Tauer stürmte rastlos mit nacktem Oberkörper, Patronengürtel um den Hosenbund geschnallt und breiten Stachelnietenarmbändern an den Unterarmen über die Bühne, während seine Bandkollegen etwas steif an ihren Instrumenten wirkten. Dennoch wurde das Publikum von den düster-melodischen Heathen-Metal-Songs wie "Germania", bei dem grelles Flackerlicht den Saal erhellte, und "Hexenhammer" mitgerissen. Doch nach gut 30 Minuten mussten die Metaller schon zum Ende kommen und Ingo forderte die Fans auf, nochmals alles zu geben. Das ließen sie sich nicht zweimal sagen und bildeten beim flotten Kracher "Krieg" einen Circle-Pit. Die anschließenden Zugaberufe mussten Riger ignorieren und stattdessen die Bühne für die nächste Band freimachen.



Auch Suidakra hatten nur 30 Minuten Zeit, die Zuschauer weiter bei Laune zu halten, was ihnen spielend gelang. Bereits beim dritten Song "Dead Man's Reel" bildete ein Großteil der anwesenden Besucher eine "Wall Of Death" und rannte schließlich aufeinander zu. "Jetzt will ich euch springen sehen!", rief Gitarrist und Sänger Arkadius Antonik und spielte mit seinen drei Bandkollegen "March Of Conquest" vom neuen Album "Eternal Defiance" (2013) an. Doch die Fans hüpften nicht nur zu den Melodic-Death- und Folk-Metal-Klängen, sondern schüttelten auch ihre Haare oder wagten ein wenig Crowdsurfing. Als Dankeschön gab es schließlich "Isle Of Skye" zu hören, den sich die Suidakra-Fans als Livesong für das Heidenfest in Oberhausen gewünscht hatten. Auf Zugaben mussten die Zuschauer nach der halbstündigen Performance allerdings auch hier verzichten, doch sie konnten die Band später am Merchandise bei einem Meet & Greet belagern und mit Fragen löchern.



Als fünfte Band des Tages enterte Heidevolk kurz nach 19 Uhr die Bühne der Turbinenhalle, die man in der Umbaupause mit zwei Bannern der Metaller ausgestattet hatte. Zwar wurden die Niederländer von den Fans frenetisch in Empfang genommen, aber man merkte dennoch, dass die Stimmung ein klein wenig abebbte im Vergleich zum Vorgängerauftritt. Doch die gute Laune der Band mit ihren zwei Power-Sängern, die immer wieder synchron headbangten, schien ansteckend, so dass spätestens bei "Vlammenzee" der ganze, in rotes Licht getauchte Saal kochte. Und erneut wagten ein paar Crowdsurfer das Bad in der Menge.



Wohlmöglicher Höhepunkt des Abends war der sich anschließende, gut 40-minütige Auftritt von Equilibrium. Von Beginn an hatte das Sextett die Zuschauer auf seiner Seite, was nicht nur den wuchtigen Songs zu verdanken war. Vor allem Sänger Robse, der ständig seine langen Haare kreisen ließ, und Bassistin Sandra, die zwischendurch auch einmal röhren durfte, entpuppten sich als wahre Entertainer. Kein Wunder, dass die Festival-Besucher zwischendurch wieder eine "Wall Of Death" bildeten und Songs wie "Zwergenhammer", "Met" und "Unbesiegt" mit wildem Gehopse feierten.



Bei Turisas zeigte die völlig durchgeschwitzte Menge dann erste Ermüdungserscheinungen, die aber nicht von langer Dauer sein sollten. Schließlich fuhren die Finnen bei ihrem knapp einstündigen Auftritt richtig fett auf: Den Hintergrund der Bühne zierte ein riesiges schwarz-rotes Turisas-Banner, Drums und Keyboard fanden davor auf einem Podest Platz, außerdem gab es eine eigene Lichtshow, wie uns Geiger Olli bereits nachmittags bei einem kleinen Plausch im Tourbus verraten hatte (siehe Interview). Gegen 21:10 Uhr stürmten die Nordmänner schließlich mit der gewohnten schwarz-roten Kriegsbemalung und in Fell-Leder-Kluft gekleidet den Saal und legten mit "For Your Own Good" los. In der ersten Reihe, in der auch ein paar geschminkte Gesichter auszumachen waren, wurden Finnland-Flaggen geschwenkt und der Band somit ein herzlicher Empfang bereitet. Dennoch war zunächst eine deutliche Zurückhaltung zu spüren, als Songs wie die brandneue Single "Ten More Miles" oder "Greek Fire", bei dem Nebelfontänen nach oben schossen und Olli ein Geigensolo performte, angestimmt wurden. Doch mit dem Hit "Battle Metal" und dem Ohrwurm "We Ride Together" ward das Eis schließlich gebrochen und alle Hände im Publikum schnellten nach oben, was Frontmann und Sänger Mathias sichtlich freute. Fortan richtete er auch immer wieder das Wort an die Menge und erzählte kleine Anekdoten zu den einzelnen Liedern. Mit "the next song is about pissing in a storm" kündete er etwa "Stand Up And Fight" an, bei dem die Menge erneut ordentlich in Bewegung geriet. Kein Halten mehr gab es dann beim Song "Rasputin", den Turisas traditionell immer zum Schluss spielen. Schließlich übergaben sie das Mikrofon an ihre Landsmannen von Ensiferum.



Ihnen gelang es mühelos, die gute Stimmung weiter aufrecht zu erhalten. Nicht unerheblich dazu bei trugen das melodische "Windrider" sowie die neuen Songs "Unsung Heroes" und "Burning Leaves". Sänger und Gitarrist Petri Lindroos und seine Kollegen Markus Toivonen (Gitarre) und Sami Hinkka (Bass) – allesamt mit nacktem Oberkörper und in Lederröcke gekleidet – nahmen den vorderen Bühnenbereich in Beschlag, während Keyboarderin Emmi Silvennoinen und Drummer Janne Parviainen – wie ihre Turisas-Kollegen – im Hintergrund auf einem Podest thronten. Beim flotten "Twilight Tavern" stürmte Sami allerdings plötzlich einmal durch den Fotograben, um mit der ersten bangenden Reihe auf Tuchfühlung zu gehen. Dann schien der Auftritt vermeintlich schon am Ende angelangt, denn Ensiferum verließen mit Outro die Bühne. Die Menge hatte allerdings noch nicht genug und verlangte nach Zugaben, die sie etwa mit einem Cover von "Bamboleo" bekommen sollte. Die Finnen zogen sich hierzu große mexikanische Strohhüte auf den Kopf und präsentierten den Song in wahrer Ensiferum-Manier, was sehr gut in der Halle ankam, so dass sich Petri abschließend mehrfach mit "muchas gracias" bedankte.



Und damit sollte das Heidenfest in Oberhausen eigentlich zu Ende sein, doch es galt ja noch den Auftritt von Winterstorm nachzuholen, die stundenlang im Stau gestanden hatten. Gegen Mitternacht stürmten sie die Bühne, um die bis zuletzt tapfer ausharrenden Fans mit energiegeladenen Metal-Songs zu beglücken. Ein Großteil der Festival-Besucher hatte sich zu jenem Zeitpunkt bereits auf den Heimweg gemacht, dafür machte der verbliebene, überschaubare Rest nochmals ordentlich Stimmung und feierte ausgiebig Songs wie etwa "Kings Will Fall" vom gleichnamigen 2012er Album der Band.



Text & Fotos: Lea S.

Fotogalerie

(c) Zillo Musikmagazin / www.zillo.de

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