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Him (o2 World on tour)

Him, 04.06.2008, Köln, Mobile o2-Arena am Südstadion

                       

Him für 80 Minuten live und gratis. Gibt es nicht? Oh doch! Im Rahmen der o2 World on tour rockten die fünf Finnen am 4. Juni 2008 in Köln und das völlig kostenlos und für jedermann, der sich früh auf die Socken machte. Das Konzert fand in der mobilen o2-Arena am Südstadion statt, in die gut 1400 Leute passen. So versammelten sich schon Stunden vor Einlass dutzende von Him-Fans vor den Toren der futuristisch wirkenden Arena, um garantiert beim Event dabei sein zu können. Denn „Rein kommt, wer früh kommt!“ lautete das Motto der Veranstaltung und das nahmen sich viele zu Herzen. Doch mussten die Frühankömmlinge gleichzeitig eine Engelsgeduld mitbringen, so öffnete die mobile Arena erst gegen 19:00 Uhr ihre Pforten und bis dahin gab es schwüle Hitze und feuchte Regengüsse zu ertragen. Aber was nimmt man nicht alles in Kauf, wenn man Chancen auf die erste Reihe bei einem kostenlosen Him-Konzert hat? 

                          

Da war es auch nicht verwunderlich, dass Mannen und Frauen gleichermaßen förmlich in die Halle stürmten, als die Securities endlich den Weg nach drinnen freigaben. Wer zuerst kommt, mahlt eben zuerst. o2-Kunden brauchten sich da weniger Stress zu machen. Für sie gab es dank eines „mobilen Tickets“ direkten und garantierten Einlass ohne Schlange zu stehen. Letztendlich kamen aber alle, die nicht erst auf den letzten Drücker anrückten, in den Genuss von 80 Minuten Finnpower. Die Presse und VIP-Gäste konnten dabei einen besonderen Service genießen. Für sie gab es in der VIP-Lounge Drinks for free und eine gute Aussicht auf die Bühne. Doch da tat sich erst gegen 20:30 Uhr etwas: Die Musik aus der Konserve erlosch und die Bühne wurde in blaues Scheinwerferlicht getaucht. 

                          

Sekunden später setzte das Intro von Him ein und die fünf Finnen nahmen mit „Passion´s Killing Floor“ die Bühne in Beschlag. Die gut 875 m² Halle verwandelte sich im Nu in einen brodelnden Kochtopf. Ob groß oder klein, ob jung oder alt: Alle stimmten sie in den Jubel mit ein. Bei „Right Here In My Arms” gab es sogar ein paar erste Crowdsurfer, die das Bad in der Menge kosteten. Sänger Ville, sichtlich erfreut über den herzlichen Empfang des Kölner Publikums, grinste über beide Ohren, sofern man diese sehen konnte. Denn er hatte sich seine violette Wollmütze tief ins Gesicht gezogen. Außerdem trug er Schal und Jacke, als ob der Winter wieder hereingebrochen wäre. Aber spätestens beim dritten Song – „Wings Of A Butterfly“ – bemerkte Ville, dass dem nicht so war und eher steigende, sommerliche Temperaturen im Saale herrschten, so dass er sich zumindest die Jacke auszog. Auch Gas am Schlagzeug – mal wieder hinter einer Glaswand verbarrikadiert – kam ganz schön ins Schwitzen, so sehr trommelte er auf sein Instrument ein. 
 
                          

Burton wirkte dagegen an seinen Keys – mit hipper Brille auf der Nase – etwas lässiger. Zur Dekoration schmückte den Hintergrund der Bühne ein großes Heartagram. Auf der Stage selbst fanden zwei Lampen mit rotem Schirm und Frauenbein-Sockeln Platz. Dem ein oder anderen dürften diese noch von der letzten Him-Deutschland-Tour im Februar in Erinnerung geblieben sein. Ähnlich wie auf jener Tour baute sich auch dieses Mal in Köln wieder die Setlist auf. Him spielten einen guten Mix von allen ihren Alben bis auf „Deep Shadows & Brilliant Highlights“. Und viel Spaß hatten die Jungs dabei. Migè zur Linken – mit Mütze auf dem Kopf – zeigte Action am Bass. Linde zur Rechten verpasste seiner Gitarre wie immer einen Drehwurm, indem er beständig im Kreis lief. Ville gab sich ganz seiner Sucht hin und zündete sich bei fast jedem Song eine neue Zigarette an. Und zusammen ließen die Düsterrocker ihren Kracher „Buried Alive By Love“, den Klassiker „Wicked Game“ und die erste Single-Auskopplung „Kiss Of Dawn“ vom neuen Album „Venus Doom“ aus den Lautsprechern schallen. 

                          

Das Publikum war begeistert und tat dies auch lautstark kund, so dass Ville nicht nur einmal ein verlegenes „Dankeschön“ ins Mikro murmelte. Mit ihrem Hit „Join Me“ versüßten Him ihren Fans den Abend dann noch mehr und spätestens bei diesem Song hatte die Halle ihren Siedepunkt erreicht. Jeder sang die Zeilen des Liedes auswendig mit. „Sleepwalking Past Hope“ im direkten Anschluss beruhigte die Fans dagegen wieder ein bisschen, ließ sie aber nicht abkühlen. Ville verschwand für ein paar Minuten im Backstage-Bereich, während seine vier Bandkollegen bereitwillig Stellung hielten und instrumentalen Einsatz zeigten. Gute 10 „schlafwandelnde“ Minuten später stimmten Him nahtlos „Poison Girl“ an und wieder bewies das Publikum seine Textkenntnisse, was Ville und seine Mannen sehr freute. Sehr ohrwurmig ging es schließlich mit „Killing Loneliness“ und dem lauten Kracher „Soul On Fire“ weiter. Sowohl Band als auch Publikum wurden in flackerndes Licht getaucht. 
 
                                    

Während die einen passend zum Liedtitel Feuerzeuge in die Luft hielten, ging es bei anderen weniger romantisch zur Sache. Sie sprangen und pogten und brachten die Halle wahrlich zum beben. Genauso rockig ging es im Saale mit „Bleed Well“ und „It´s All Tears“ weiter und es dauerte nicht lange, bis wieder Crowdsurfer durch die Menge gereicht wurden. Dann war es Zeit für ein wenig Gänsehaut-Feeling. „Love`s the funeral of hearts and an ode for cruelty…” schmachtete Ville ins Mikrofon und ließ ein paar stimmliche Schlenkerl und Schmachtseufzer folgen, was besonders den Mädels im Saale zu roten Wangen verholfen haben sollte. Passend zur akustisch perfekten Atmosphäre gab es auch optisch ein Highlight zu bieten: Weiße Scheinwerfer strahlten eine Discokugel an, die über der Bühne kreiste und mit tanzenden Lichtmustern um sich warf. Und damit nicht genug. „We have one more song for you”, bemerkte Ville und fügte an “but then we have to go.” So gab es als letzten Song des Abends noch „Rebel Yell“ auf die Ohren, was sowohl Band als auch Publikum noch einmal zu Höchstleistungen anspornte. Dann war das HIMmlische Vergnügen vorbei. Laute Zugabe-Rufe blieben – wie schon beim letzten Gig in Köln – unerhört. Aber was will das Publikum mehr? Him haben 15 Songs gerockt und das für lau! Ein mehr als grandioser Abend, der gerne jederzeit wiederholt werden darf. 

Setlist: Passion´s killing floor, Right here in my arms, Wings of a butterfly, Buried alive by love, Wicked game, Kiss of dawn, Join me, Sleepwalking past hope, Poison girl, Killing loneliness, Soul on fire, Bleed well, It`s all tears, Funeral of hearts, Rebel yell 
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Text: Lea
Fotos: Lea

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