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IAMX, James Nemo
IAMX/James Nemo, 24.10.2009, Köln, Werkstatt

Es ist Dienstag, kurz nach 19 Uhr. Ein kühler Oktoberabend. Vor der Kölner Werkstatt hat sich eine Traube an Menschen versammelt. Sie wartet auf Einlass. Doch der kleine Club öffnet erst um 20 Uhr seine Pforten. Bis dahin wird die Schlange vorm Eingang immer länger. Schließlich ist es soweit – die Wartenden werden hereingelassen und strömen dankbar ins Warme. Doch wieder ist ein Weilchen Ausharren angesagt, noch gute 45 Minuten, bis schließlich James Nemo aka James Cook die Bühne betritt. Er ist allein; lediglich seine Gitarre begleitet ihn sowie poppige Electroklänge und Drumrhythmen vom Band. Zunächst etwas skeptisch beobachtet die Zuschauermenge das Geschehen auf der Bühne. Dort präsentiert James – auch bekannt als Sänger und Frontmann der Londoner ElectroRockBand Nemo und neuerdings auch Mitglied bei The Dollhouse – Songs wie das eingängige „Memory Box“ oder das flotte „Rescue The Revolution“. Dafür gibt es immerhin einen herzlichen Applaus vom Publikum, das langsam aufzutauen und das musikalische Können des Künstlers zu erkennen scheint. Dieses Können stellt Mr. Nemo auch mit der Ballade „Silent Roads“ und dem treibenden „Taking On The World“ unter Beweis. Aber auch „Face To Face“ – ein Track von The Dollhouse – sowie zwei komplett neue Lieder nehmen einen Platz auf der Setlist ein. Nach einer guten halben Stunde ist die Showtime für den Sänger, Songwriter und Gitaristen James Nemo allerdings schon wieder vorbei und er muss die Bühne für den Hauptact des Abends räumen: IAMX.


Doch der Headliner lässt sich Zeit: Zunächst dauert es noch gute 30 Minuten, bis die Bühne fertig umgebaut ist. Dann ertönt zwar gegen 21:45 Uhr endlich das Intro von IAMX, welches sich allerdings noch mindestens weitere fünf Minuten hinzieht, ehe Chris Corner und seine drei Livemusiker – Janine, Dean und Tom – endlich den Raum betreten. Das Quartett legt los mit dem Titeltrack des aktuellen IAMX-Albums: „Kingdom Of Welcome Addiction“. Und sogleich gerät die Menge in Bewegung. Das Hüpfen und Tanzen steigert sich gar, als Chris den zweiten Song „Nature Of Inviting“ anstimmt. Dann greifen die Musiker ein wenig tiefer in ihre Repertoire-Schublade und kramen „The Alternative“ vom gleichnamigen 2006er Album hervor. Während Chris sich zwei Drumsticks schnappt und auf die Trommeln einhämmert, die neben dem eigentlichen Schlagzeug positioniert sind, landet Gitarrist Dean kurzzeitig im Publikum, wird aber sofort wieder zurück auf die Bühne buksiert. Eine erste kleine Verschnaufpause gibt es mit dem ruhigeren Song „My Secret Friend“, dessen Text während der Performance von IAMX auf einer kleinen Leinwand im Hintergrund der Bühne abläuft. Eigentlich unnötig, denn das Publikum scheint auch so sehr textsicher zu sein. Das stellt es auch bei „I Am Terrified“ im direkten Anschluss unter Beweis. Dann ist die Zeit reif für eine wahre Ballade: „Running“. Für ein wenig romantische Stimmung sorgen dabei spärlich leuchtende Glühbirnen, die von der Decke baumeln.  

Als sich Chris – mittlerweile ein wenig nass vom Schweiß – sein Gesicht mit einem weißen Handtuch abwischt und das Tuch schließlich in die Menge wirft, greifen mehrere der Anwesenden danach, um es als Souvenir mit nach Hause nehmen zu können. Aber auch nach Chris selbst werden die Hände ausgestreckt, als der junge Mann nahe an den Bühnenrand kommt. Als nächstes steht „Tear Garden“ – erneut ein Song vom aktuellen IAMX-Album – auf dem Plan, dicht gefolgt von „An I For An I“, welche beide von den Fans gebührend gefeiert werden. Da braucht das Quartett auf der Bühne gar nicht mal mehr zum Klatschen zu animieren, denn das läuft von ganz allein. So auch beim Hitdreier „Spit It Out“, „You Can Be Happy“ und „Think Of England“. Der letztere Track beendet jedoch nach einer guten Stunde Live-Performance das offizielle Set von Chris Corner und seinen Mitmusikern. Die vier verschwinden mit einem „Thank you“ im Backstage-Bereich, werden aber nur kurze Zeit später vom Jubel des Publikums und den lauten IAMX-Rufen zurück auf die Bühne gelockt. Selbstverständlich gibt es – wie eigentlich nicht anders erwartet – noch einige Zugaben: „Kiss And Swallow“, „Nightlife“ sowie „President“ als letzter Höhepunkt des Abends, bei dem sowohl die Musiker als auch ihre Zuschauer nochmals alles geben. Doch kurz nach 23 Uhr ist die Show dann wirklich vorbei, IAMX bedanken und verabschieden sich und hinterlassen ein mehr als zufriedenes Publikum in der Kölner Werkstatt.
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Text & Foto: Aurora
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(c) darkmoments

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