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Jesus On Extasy "Beloved Enemy"

Jesus On Extasy "Beloved Enemy", VÖ 02.05.2008, Drakkar



Tracklist: 
01) Beloved Enemy [04:28]
02) Change The World [03:35]
03) Direct Injection [04:23]
04) Stay With Me [02:56]
05) Break You Apart [03:25]
06) Stuck [03:57]
07) Lies [03:38]
08) You Don’t Know Anything [04:47]
09) The Last Day Of My Life [03:32]
10) Dead Presidents [04:15]
11) Falling [04:36]
12) Church Of Extasy [04:21]
13) Sometimes [05:43] 
Bonustracks Limited Edition:

14) Alone (Acoustic Version) [04:48]
15) Neochrome (Live) [04:06]
16) Beloved Enemy (Autoaggression Remix) [05:48]
17) Beloved Enemy (Bebop Energy Mix / by ASP) [05:02]
-
“Gimme a J, give me an O, give me an E! This is Jesus On Extasy!”

Von der heiligen Schönheit zum geliebten Feind – Diesen Schritt der Verwandlung machten Jesus On Extasy durch. Die Ruhrpotter Band meldet sich mit neuem, zweiten Album zurück. Und im Gegensatz zum Vorgänger „Holy Beauty“ wirkt „Beloved Enemy“ härter, rockiger und organischer. Was ist geschehen? BJ – als nun fester Bestandteil von Jesus On Extasy – steuerte dem Zweitlingswerk wahres Drum-Feeling bei und stellte den Drum-Computer vom Debüt damit in den Schatten. Doch wer denkt, die elektronischen Elemente gingen dadurch verloren, der täuscht sich.

Mit „Beloved Enemy“ veröffentlichten Dorian, Chai, BJ, Alicia und Orphelia in diesem Jahr ein Hochglanzprodukt, das bereits optisch einiges zu bieten hat. So entwarf niemand geringeres als Fabio Timpanaro alias Grace, Ex-Bandmitglied von Dope Stars Inc., das Artwork der CD und hat damit ganze Arbeit geleistet. Inhaltlich „überfallen“ uns Jesus On Extasy mit 13 Tracks, auf denen Rock, Electro, Industrial, Goth und Alternative geschickt miteinander vereint sind. Da wäre zum Beispiel der Opener und Titeltrack „Beloved Enemy“, der bereits die neuen rockigen Pfade einschlägt.

Ebenso rockig geht es mit „Change The World“ weiter und sowohl Drums als auch Gitarre treten deutlich in den Vordergrund. In dem Lied geht es um einen Neuanfang und die Einsicht, dass JoE die Welt nicht verändern können, sich selbst aber auch nicht ändern sollten. Ganz im Gegenteil: Die Band geht ihren eigenen Weg und fordert zu „Stay With Me“ auf. Ein im übrigen sehr netter Ohrwurm, den Dorian im Verhältnis sehr hoch singt. Aber nicht zu unrecht wurde der Song als erste Singleauskopplung ausgewählt.

Dabei hätte es auch „Stuck“ werden können, was auch sehr schön rockt. Aber richtig zur Sache geht es erst bei „Lies“, das einen wütend überrollt, da Dorian zwischen ruhigen Parts plötzlich losschreit und unsereins fast vor Schreck vom Hocker reißt. Den Song haben Jesus On Extasy der Musikindustrie gewidmet, was in diesem Fall aber weniger als Kompliment gesehen werden darf. „Vorwürfe“ gibt es auch beim düsteren Track Nummer 8, auf dem Dorian „You don´t know what I`ve been through…You don´t know anything at all“ verkündet. Gleichzeitig ist der Track mit reichlich Electro gespickt und entpuppt sich als äußerst clubtauglich. 

Das lässt sich auch von „Dead Presidents“ behaupten, zumindest vom Remix auf der „Stay With Me“-Single. Dagegen stellt sich „Church Of Extasy“ als raue Rocknummer heraus, die nach Live-Shows lechzt. Längstes und ruhigstes Stück des gesamten neuen Albums von Jesus On Extasy ist der abschließende Track „Sometimes“. Wie die Band im Interview verriet, könnte sie theoretisch auf Balladen verzichten, allerdings biete „Sometimes“ mit seiner Klaviermelodie einen schönen Ruhepol und runde die Platte nett ab. 

Wem das aber alles nicht genug ist, der kann sich auch gerne die Limited Edition von „Beloved Enemy“ zulegen. Die CD gibt`s im ansehnlichen und sehr edlen Pappschuber und beinhaltet zusätzlich noch eine „Alone“-Akustik-Version, eine Live-Version von „Neochrome“, einen Autoaggression- sowie einen ASP-Remix.
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Text: Lea
Website Band:
www.jesusonextasy.com

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