♦♦♦ Aurora Borealis ♦♦♦
Menu  
  Home
  Events
  Interviews 2016-2017
  Gig-Reviews 2015-2017
  CD-Reviews 2015-2017
  DVD-Reviews
  Book-Reviews
  Reports
  Videos
  Gallery
  Contact
  VIP
  About
Insgesamt haben schon 236706 Besuchervorbeigeschaut!
Kissin' Black
Interview mit Giusi Mastrogiacomo [Kissin‘ Black], Juli 2014, mailer



Sie haben sich düsteren Akustikklängen verschrieben und kommen aus der Schweiz sowie Italien. Mit „Heart Over Head“ präsentieren Kissin’ Black Ende Oktober ihr Debütalbum, das sich galant zwischen den Polen Acoustic, Dark Rock, Pop, Blues, Latin und Gothic bewegt. Ich sprach mit Sänger Giusi Mastrogiacomo über die Hintergründe.


Wie habt ihr den bisherigen Sommer genossen? Mehr in den Schweizer Bergen oder an Italiens Stränden?

Giusi: Genau genommen war ich in Italiens Bergen, im südlichen Apennin,  unterwegs.

Am 31. Oktober erscheint euer Debüt-Album „Heart Over Head“. Was erwartet die Hörer soundtechnisch?


Giusi: 13 emotionsgeladene Songs mit einer Mischung aus Latino-Temperament und Schweizer-Sorgfalt. Eine mitreißende Berg- und Talfahrt auf dem schmalen Grat zwischen Rock, Pop, Gothic und Italoblues. Musikalisch durchwegs von akustischen Gitarren begleitet.

Wie kommt es, dass ihr euch mit eurer Musik auf diese akustisch-gefärbte Richtung fokussiert habt?


Giusi: Mein ehemaliger Gitarrist, mit dem ich die Band gegründet habe, wollte Hard-Rock-Songs covern, ich jedoch eigenen Gothic Rock spielen. Inmitten der Luzerner Nebellandschaften entstand aus zu viel Rotwein, lautem Johnny Cash und anderen Zutaten Kissin‘ Black.

Inwiefern lohnt es sich überhaupt noch – insbesondere für eine junge Band – in Zeiten des Internet-Streamings und der Download-Portale eine physische Platte zu veröffentlichen?


Giusi: Ganz einfach: Es lohnt sich überhaupt nicht. Doch genau darum geht es: zuerst mit dem Herzen, dann mit dem Kopf.

Wie entsteht ein Kissin‘-Black-Song in der Regel? Wer hat beim Songwriting welche Aufgabe inne?


Giusi: Ich schreibe Texte, Gedichte und Zitate. Aus dem Klang der Worte entstehen Melodien, die jeweils von der Band untermalt werden. Zusammen arrangieren wir sie zu Ende.

Ist Kissin‘ Black eine demokratische Band oder hat einer von euch immer das letzte Wort?

Giusi: Demokratie funktioniert nie in einer Band. Man schließt Kompromisse. Es ist jedoch in erster Linie und letzter Instanz meine Erfüllung.

Über welchen Zeitraum ist die Platte „Heart Over Head“ entstanden?

Giusi: Ich schätze über drei Jahre. Wir wollten keine Lückenfüller. Danach folgte eine lange, intensive Studioarbeit. Alles wurde live aufgenommen.

Verbirgt sich dahinter ein Konzept-Album oder steht jeder Song für sich selbst?

Giusi: Jedes Lied geht seinen eigenen Weg und doch sind konzeptionell alle miteinander verbunden. Es gibt sozusagen einen schwarzen Faden, der sich durchs Album zieht.

Welche Rolle spielt hierbei der Titel „Heart Over Head“? Was sagt er für euch aus?

Giusi: Das Herz ist Anfang und Ende. Denkt und handelt man mit dem Kopf, besteht kein Unterschied mehr zur Masse. Man kämpft jeden Tag neu, versucht besser zu werden, besser zu sein.

Auf welche Inspirationsquellen habt ihr beim Songwriting zurückgegriffen – insbesondere für die Lyrics?

Giusi: Vergangenheitsbewältigung, Wünsche, Träume. Leben und Überleben im Dschungel der westlichen Welt, ohne sich selbst aufzugeben.

Wie viel Persönlichkeit steckt in den Texten?

Giusi: Alles ist rein persönlich. Musik sollte keine Abhandlung sein.

In welchem Studio wurde die Platte aufgenommen und mit welchem Produzenten habt ihr hierbei zusammengearbeitet und warum?

Giusi: Aufgenommen haben wir in einem Studio im Kanton Luzern. Der Mix wurde in Bern gemacht (Studio von Züri West – eine der bekanntesten CH-Bands). Es sind Freunde, denn ich glaube, dass sich Freundschaften immer in Musik und Sound widerspiegeln.

Was waren die Herausforderungen beim Aufnahmeprozess?

Giusi: Der Durchhaltewille, dass wir uns nicht in Kompromissen verlieren, dass wir die Eigenständigkeit verfolgen und jedem Song genug Zeit lassen.

Welche Anekdoten gibt es aus dem Studio zu berichten?

Giusi: Als es mal recht gut lief, hatte ich die tolle Idee, die Nacht durchzufeiern. Am nächsten Tag musste ich dann nach einigen Versuchen abbrechen, weil die Stimme weg war. Daraufhin machte ich zwei Tage Pause und sang den Song erneut ein. Doch alle fanden die verkaterte Version geiler…

Auf der Platte ist auch ein Cover-Song von W.A.S.P. zu finden, den ihr als Single ausgekoppelt habt. Warum gerade „Wild Child“?

Giusi: Weil es der erste Song war, mit dem wir uns als Band versuchten. Mittlerweile ist er schon fast unserer. Das wilde Kind wird ab dem 22. August als Gratis-Download mit einem Video verfügbar sein.

Zur Single soll es ein Video geben, das bereits vor über einem Jahr im Wald gedreht wurde…


Giusi: Richtig. Alles selbst gemacht von unserem Bassisten Sandro.

Was sind eure persönlichen Song-Highlights auf dem Debüt und warum?

Giusi: Ich mag sie alle, sonst wären sie nicht auf dem Album. Vielleicht könnte ich „More Than Life“ nennen, da er zutiefst persönlich ist.

Wann wird es die Songs auch live zu hören geben?


Giusi: Die Release-Party findet Ende November in der Schweiz statt. Weitere Daten gibt es unter www.kissingblack.ch; eine Tour folgt.

Was ist grundsätzlich das Schöne daran, ein Musiker zu sein? Was hat sich bisher eher als Nachteil erwiesen?

Giusi: Ich sehe mich nicht als Musiker, eher als Musikschaffender mit einer Leidenschaft fürs Schreiben und Singen. Es gibt keine Nachteile, niemand zwingt mich dazu, außer dem inneren Drang.

Wie managt ihr Bandproben und generell Arbeitsprozesse?

Giusi: Nun ja, wir wohnen alle in der Schweiz, wenn auch in verschiedenen Kantonen. Wir nehmen jeweils lange Anfahrtswege in Kauf.

Was macht ihr noch „neben“ der Musik? Job? Hobbies?

Giusi: Geregelte Jobs sind in unserem teuren Land leider unabdingbar. Schreiben und die Musik sind meine Hobbies!

Und wie würdest du den Satz „Musik ist…“ vollenden?

Giusi: …das Schwarze küssen.



Interview: Lea S.
Fotos: Promo 2014
Website Band: www.kissingblack.ch


(c) NEGAtief / Ausgabe Sept./Okt. 14 / www.negatief.de
Time  
   
Werbung  
  "  
=> Willst du auch eine kostenlose Homepage? Dann klicke hier! <=
copyright: Aurora Borealis 2007-2015