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Lacuna Coil 2014
Lacuna Coil/Motionless In White/Devilment, 13.11.2014, Köln Essigfabrik

Eine interessante musikalische Mischung bekamen am 13. November 2014 die Besucher der Kölner Essigfabrik zu hören. Warum? Die italienische Alternative-Metal-Band Lacuna Coil legte während ihrer Europatournee einen Zwischenstopp in der Domstadt ein und hatte zur Verstärkung die US-amerikanischen Metalcore-Spezialisten Motionless In White sowie das britische Groove-Metal-Sextett Devilment mitgebracht.



Letztere Band, von Gitarrist Daniel Finch gegründet und erst seit 2011 richtig aktiv, zählt niemand geringeres als Dani Filth am Mikrofon. Da werden natürlich schnell Vergleiche zu seinem Extreme-Metal-Projekt Cradle Of Filth gezogen – doch musikalisch schlagen Devilment definitiv einen anderen Weg ein. Denn die sechs Bandmitglieder bringen alle einen unterschiedlichen Vibe in den Sound ein, so dass die Debüt-Scheibe „The Great And Secret Show“ letztlich metallisch, düster und groovig, zugleich aber auch stets melodisch klingt.

Das stellten die Musiker auch in Köln unter Beweis, als sie den Abend – als Support-Act Nummero Eins – mit dem Song „Even Your Blood Group Rejects Me“ eröffneten, zu dem kürzlich ein Musikvideo veröffentlicht wurde. Die Zuschauer wirkten zunächst ein wenig verhalten und schienen erst einmal nur konzentriert lauschen zu wollen – doch nach und nach tauten sie auf und kamen in Bewegung. Nicht unerheblich dazu bei trugen das orientalisch angehauchte „Mother Kali“ – auf der Setlist mit „Mama K“ vermerkt – sowie das treibende „Sanity Hits A (Perfect) Zero“.



Sänger Dani – wie nicht anders erwartet ganz in Schwarz gekleidet und mit düsterem Make-up im Gesicht – blieb auf der Bühne stetig in Bewegung, anstatt hinter dem Mikrofonständer zu kleben. Die Gitarristen Colin Parks und Daniel Finch ließen derweil immer wieder ihre Dreads kreisen und Bassist Nick Johnson – ebenfalls nicht bewegungsmüde – fiel auf, da er sein bleich geschminktes Gesicht sowie die Arme mit ein paar Blutspritzern versehen hatte. Drummer Aaron Boast und Keyboarderin Lauren Francis tauchten hingegen hinter ihren Instrumenten ein wenig unter.

Nach dem Titelsong des Debüt-Albums kündigte Dani mit „The Stake In My Heart“ das fünfte und bereits letzte Lied des Abends an – „before my hangover kicks in“, schien er begründen zu wollen. Da hat wohl jemand den Tag zuvor in Hamburg ein bisschen zu viel gefeiert!? Dies bestätigten uns Daniel, Colin und Nick tatsächlich später im Interview. So war die Support-Show leider schon nach 30 Minuten am Ende angelangt und Devilment mussten die Bühne für die zweite Vorband Motionless In White freigeben.



Diese stürmte den von Beginn an recht eingenebelten Saal gegen 20:45 Uhr und hatte im Vergleich zu den Briten viel mehr Bewegungsfreiheit, was die Band während ihrer knapp 45-minütigen Show auch regelrecht ausnutzte. Frontmann und Sänger Chris Motionless – in ein ärmelloses Shirt gehüllt, was einen Blick auf seine zahlreichen Tattoos zuließ – lief rastlos am Bühnenrand entlang und schrie sich bisweilen die Seele aus dem Leib, nur um kurz darauf wieder in halbwegs cleanen Gesang überzuwechseln – begleitet von elektronisch gefärbten, harten Metalriffs. Der Schwung auf der – um LED-Strahler bereicherten – Bühne steckte das Publikum an, das mittlerweile fast vollständig aufgewacht schien.

Der Bassist der Band, Devin „Ghost“ Sola, der mit seiner Wuschelfrisur und seinem bleich geschminkten Gesicht ein wenig an Edward mit den Scherenhänden erinnerte, hatte sich ein Maskottchen an den Mikrofonständer gehängt: eine gruselige Puppe, die während der gesamten Show die erste Reihe teuflisch angrinste. Dann waren da noch die Gitarristen Ricky Horror und Ryan Sitkowski sowie der in Kapuze gehüllte Synthesizer-Mann Josh Balz, während der Drummer der Band ein wenig hinter seinem Instrument verschwand. Zusammen gaben sie etwa die Songs „Sick From The Melt“, „Synthetic Love“ und „Generation Lost“ zum Besten. „Puppets 3“ wiederum widmete Frontmann Chris, der übrigens optisch ein wenig an Marilyn Manson erinnerte, dem Tour-Mitstreiter Dani Filth.



Dem Herren schien es wirklich nicht gut zu gehen, so dass wir – während Motionless In White noch ihre letzten Songs auf der Bühne performten – Danis Musikerkollegen Daniel Finch (Gitarre), Colin Parks (Gitarre) und Nick Johnson (Bass) backstage auf einen Bananensaft (!) und zum Interview trafen. Mit ihrem Auftritt in Köln schienen die Devilment-Jungs sehr zufrieden zu sein: „Das war eine der bisher größten Locations, in der wir gespielt haben, und das Publikum schien unsere Musik zu mögen. Es wurde nicht nur geschrien und gerufen, vielmehr schienen die Zuschauer der Musik aufrichtig zu lauschen“, erzählte Colin, während Cristina Scabbia – Frontfrau von Lacuna Coil – in ihrem Bühnenoutfit umherhuschte und sich bereits warm sang.

Keine 15 Minuten später enterte die Italienerin zusammen mit ihren vier Bandkollegen die Bühne der Essigfabrik und eröffnete die Show mit „Trip The Darkness“ vom 2012er Album „Dark Adrenaline“. Doch hauptsächlich galt es an jenem Abend das neue Album „Broken Crown Halo“ vorzustellen, zu dessen Ehren man mehrere Aufsteller mit der vom Album-Cover bekannten Krone auf der Bühne positioniert hatte. So gab es für die Fans natürlich einige neue Songs auf die Ohren wie etwa „Die & Rise“, „Victims“, „Cybersleep“ oder den Ohrwurm „Zombies“. Apropos Zombies: Sängerin Cristina hatte sich für den Auftritt in ein weißes, blutbesprenkeltes Fledderkleid gehüllt und auch ein wenig rote Farbe im Gesicht abbekommen. Ihr Gesangskollege Andrea Ferro trug hingegen einen uniformähnlichen grauen Mantel, auf dem einmal mehr die Album-Krone zu entdecken war.



Immer wieder richteten die beiden ein paar Worte an die Fans und bedankten sich für deren stetige Unterstützung („Without you we would be f*ing nothing“ – O-Ton Cristina). Zugleich dankten sie auch den beiden Support-Bands Devilment und Motionless In White und forderten das Kölner Publikum zum Applaus auf. Schließlich gab es noch das Depeche-Mode-Cover „Enjoy The Silence“ zu hören, bei dem die Fans lautstark den Refrain mitsangen. Als Lacuna Coil danach jedoch von der Bühne verschwanden, kamen die obligatorischen Zugabe-Rufe etwas zögerlich. Aber sie reichten aus, um die italienische Band zurück zu locken, um noch zwei Nummern zum Besten zu geben, bei denen plötzlich schwarze und rote Luftballons auf die Zuschauermenge losgelassen wurden. Eine schöne Geste und eine insgesamt gute Show, aber die Fans schienen teils ein wenig enttäuscht, dass Lacuna Coil gerade mal eine gute Stunde gespielt haben.

Text & Fotos: Lea S.

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