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Lordi "Deadache"

Lordi "Deadache", VÖ 24.10.2008, Gun / Sony BMG



Tracklist:
01. SGC IV
02. Girls Go Chopping
03. Bite It Like A Bulldog
04. Monsters Keep Me Company
05. Man Skin Boots
06. Dr. Sin Is In
07. The Ghosts Of The Heceta Head
08. Evilyn
09. The Rebirth Of The Countess
10. Raise Hell In Heaven
11. Deadache
12. The Devil Hides Behind Her Smile
13. Missing Miss Charlene
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Mit einem Gruppenbild von Lordi hätten Oomph! für ihr kürzlich erschienenes Studioalbum „Monster“ das perfekte Cover gehabt. Doch Oomph! haben sich für den Coverentwurf eines Fans entschieden, während Lordi nun ihr neues Styling auf dem Cover von „Deadache“ präsentieren. Und das ist die brandneue Scheibe der Finnen, die ab dem 24. Oktober 2008 in unseren Plattenläden stehen wird. Und man darf sich freuen: Mr. Lordi, Amen, Awa, Ox und Kita haben ein monstermäßiges Werk zusammengebraut, das nicht gerade sparsam mit eingängigen Melodien um sich sprüht. Die perfekte Halloween-Musik – Hardrocksounds mit Horrorthematik. Und trotzdem klingen Lordi auch auf dem neuen Album nicht ganz so böse, wie sie aussehen, auch wenn ihre Songs natürlich allesamt gewohnt düster und rau sind.

Eröffnet wird die neue Platte der Finnen durch einen harmlosen Opener mit Glöckchengeklimper und Flüstergesang. Dann allerdings geht es mit 4 – 3 – 2 – 1 los in die Vollen! „Girls Go Chopping” heißt es im ersten rockigen Song und der wird das ein oder andere Grinsen in den Gesichtern hervorrufen. Mit einem Schrei geht es in den nächsten Song „Bite It Like A Bulldog“ über, der ganz heavy-metal like ebenso rockig an den Vorgänger-Track anschließt. Erst mit „Monsters Keep Me Company“ wird es das erstes Mal ein wenig gefühlvoller auf der Platte. Das gedrosselte Tempo und Mr. Lordis sanftere Stimme zu Anfang des Songs lassen ein wenig Feuerzeugschwenk-Stimmung aufkommen. Die Tracks „Man Skin Boots“ und „Dr. Sin Is In“, in dem zwischendurch ein Bohrer aufschrillt und Assoziationen zu Frankenstein aufkommen lässt, schrecken dagegen wieder nicht vor rockigen Riffs zurück. Ebenso kracht auch der sich anschließende „Geister“-Track, der ein paar gotische Einflüsse mit sich bringt.

Und dann ist es wieder Zeit für ein kleines Päuschen. Den melancholischen Song „Evilyn“ könnte man mit seiner Klavieruntermalung und den ruhigeren Strophen schon quasi eine Ballade nennen, die eine angenehme Abwechslung auf dem neuen Lordi-Album bietet. Und das Klavier dieses Songs klimpert sich nahtlos in den folgenden Track „The Rebirth Of The Countess“ über. Die Melodie kommt mir bekannt vor, doch vermag ich sie weder Mozart, noch Beethoven oder sonst einem großen Komponisten zuzuordnen, wenn überhaupt. Der Track ist auch kein Song im eigentlichen Sinne, denn zu der Klaviermelodie gesellt sich kein Gesang, sondern „lediglich“ das Heulen von Hunden, ein nächtliches Zirpen von Grillen, das Donnern eines Gewitters sowie die Stimme einer Französin, der man nicht folgen kann, sofern man die Sprache nicht beherrscht. Und am Ende steht ein kleiner Schockmoment...

Das letzte Drittel des Albums „Deadache“ bildet zum einen der flotte Kracher „Raise Hell In Heaven“, zum anderen ein Hit-Dreier angeführt vom ohrwurmigen Titelsong „Deadache“ und gefolgt von einer ganz eigenen Interpretation von „Phantom der Oper“ sowie dem traurigen „Missing Miss Charlene“. Gerade in diesem Song kommen noch ganz andere Facetten in Mr. Lordis Stimme zu Tage, von denen er in Zukunft gerne mehr präsentieren darf und soll. „Missing Miss Charlene” ist ein sehr schöner Song, der das rundum solide Werk der finnischen Monsterrocker melodisch abschließt. Man sollte sich also vom äußeren Erscheinungsbild der Band nicht abschrecken lassen, denn die Skandinavier machen wirklich verträgliche Musik, ohne dabei dem Mainstream zu verfallen – wahrlich keine Musik zum davon rennen, sondern eher zum stehen bleiben und abfeiern.
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Text: Lea
Website Band: www.lordi.fi

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