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Megaherz (II)
Interview mit Lex [Megaherz], 14.12.2012, Siegburg/Kubana



Megaherz rocken derzeit durch die Lande, um ihren neusten Streich "Götterdämmerung" auch live vorzustellen. Bei ihrem Zwischenstopp in Siegburg nutzte ich die Gelegenheit, ein kurzes Interview mit Frontmann und Sänger Lex zu führen.

Lex, ihr seid momentan auf Tour. Wie sind eure Shows bisher verlaufen?

Lex: Sehr schön! Ein ganz besonderes Highlight war natürlich der Auftritt im Duisburger Pulp, aber auch Frankfurt hat super gerockt und Würzburg war sehr schön. Die Tour verlief also bisher durchweg positiv. Auch sehr schön ist, dass Unzucht als Vorband dabei ist. Sie haben bisher einen tollen Einheizer-Job gemacht.

Wie war denn euer Zwischenstopp in den Bergen?

Lex: Österreich war nett! Wir haben in einem schönen Club gespielt, doch eigentlich sollte es auch noch nach Wien gehen. Dort spielen wir aber nun erst im Januar. Ich freue mich schon sehr auf dieses Gipfeltreffen!

Warum wurde das Konzert verschoben?

Lex: Ganz genau weiß ich es nicht, aber das Konzert wurde aus organisatorischen Gründen verlegt.

Welcher "Götterdämmerung"-Song kommt am besten bei den Fans an?

Lex: Das klingt jetzt dumm, aber es ist wirklich jeder Song. Von elf Tracks haben wir nun schon insgesamt zehn Lieder gespielt, und es sind alle prima angenommen worden. Ein paar Songs wechselten wir durch; acht Lieder sind aktuell noch im Programm. Aber wir haben also eigentlich sehr viel vom Album "Götterdämmerung" auf der Setliste.

Ihr habt auch zwei ganz neue Songs mit im Gepäck: "Tiefer" und "Gegen den Wind". Vor welchem Hintergrund sind diese entstanden?

Lex: Im Prinzip stecken wir schon mitten im Songwriting für das nächste Album. Doch als wir die Platte "Götterdämmerung" herausbrachten, hatten wir eigentlich kein richtig geiles Bonusmaterial zur Hand, um ein schönes Fan-Package zu schnüren. Als unser Label jedoch die Verwertungsrechte von unserem Wacken-Live-Auftritt erhielt, beschlossen wir, ein verspätetes Fan-Package zu machen, indem wir die "Götterdämmerung"-CD neu herausbringen und das komplette Wacken-Konzert als DVD beilegen. Und das ist wirklich ein schönes Package geworden, das super ausschaut. Das Artwork ist komplett neu! Und es gibt ein wunderbares Fotobuch von Stefan Gsell mit großartigen Bildern. Und zu diesem gesamten Paket steuerten wir dann einfach noch zwei neue Songs bei.

Ist es besser auf einer großen Wacken-Bühne zu stehen oder in einem kleinen Club wie dem Kubana zu rocken?


Lex: Ganz ehrlich – dann schon lieber Wacken! [lacht] Ich bin dort einmal kurz von der Box gefallen, was die Kamera aber leider nicht aufgezeichnet hat und somit nicht auf der DVD drauf ist.

Was erwartet uns heute Abend hier im Kubana?

Lex: Im Kubana erwartet euch eine ganz coole Club-Show von uns. Wir haben dort unten eine schöne Bühne und alles dabei wie etwa das komplette Licht. Wir werden heute das volle Programm spielen, so wie schon bei den bisherigen Konzerten dieser Tour. Und wie bereits angedeutet, sind einige Song der "Götterdämmerung"-Platte mit dabei. Natürlich werden wir auch die neuen Songs "Tiefer" und "Gegen den Wind" spielen und darüber hinaus immer wieder ein paar Klassiker einstreuen.

Wie schaut's optisch aus?

Lex: Wir malen uns die komplette Tour mal wieder an und machen ein wenig auf Kiss-Revival. Aber das hat ja eigentlich einen ganz anderen Hintergrund: Die Idee dazu entstand beim Fotoshooting für die DVD. Und da der Clown ja bekanntlich unser Maskottchen bei Megaherz ist, wurde ein wenig experimentiert, was auch der Fotograf so wollte. Als ich dann die Maske schließlich drauf hatte, ist etwas ganz Komisches passiert: Ich stellte fest, dass ich plötzlich Grimassen schneide und Gesichter ziehe, die ich sonst nicht machen würde. Ich bin also ein Stück weit in eine Rolle geschlüpft. Beim Fotoshooting entwickelten wir dann unglaubliche Energien, was auch auf den Fotos zu sehen ist. Die Bilder sind echt Wahnsinn geworden! Daraufhin beschlossen wir, uns auch für diese Tour zu schminken. Das soll nicht heißen, dass es jetzt immer so ist, aber auf dieser Tour ziehen wir die Maskerade durch. Für mich ist das jedenfalls fantastisch! Ich kann plötzlich einige Songs ganz anders performen. Die harten Themen von "Rabenvater" und "Mann im Mond" kann ich beispielsweise mit der Maske noch mehr verkörpern, denn das bin nicht ich, der da auf der Bühne steht, sondern das ist diese Kunstform, dieser fremde Charakter.

Bei dem besagten Fotoshooting habt ihr auch Bilder mit einer nackten Frau gemacht…

Lex: Am Anfang wusste ich gar nichts davon. Als ich aber dann in der Beschreibung des Fotografen las, dass wir auf einem Foto eine nackte Frau tragen werden, dachte ich mir: Mmm, nett! Da bin ich aber mal gespannt! Und als es dann am Ende vier nackte Frauen waren…

Vier? Ich kenne nur das Bild mit der einen nackten Frau…

Lex: [lacht] Ja, es gibt noch andere Bilder. Die sind alle im Fotobuch drin. Aber es ging ja nicht darum, mit irgendwelchen nackten Frauen zu posieren. Der Hintergedanke dabei war, das Feeling von einigen Liedern aufzufangen und in Bilder umzusetzen. Stefan Gsell ist ein wahrer Künstler. Ich habe schon mit so einigen Fotografen zusammengearbeitet, und da waren auch echt tolle dabei, aber der Stefan ist nochmals einen Ticken besser. Du gehst mit ihm ins Studio und er hat sofort einen Plan. Er hat sozusagen schon die Vision eines Bildes im Kopf. Und wenn dann die Chemie zwischen Modell und Fotograf stimmt, dann geht da einiges ab! Unser Shooting war letztlich sehr emotional und intensiv.

Durftet ihr auch eigene Ideen einbringen?

Lex: Natürlich haben wir auch ein wenig mitreingeredet, aber wenn jemand mit sehr guten Ideen kommt, dann bringe ich letztlich nur noch meine Energie mit rein und entsteht auf jeden Fall etwas Gutes.

Schminkt ihr euch selbst heute Abend oder habt ihr generell auf dieser Tour einen Visagisten dabei?


Lex: Wir schminken uns eigentlich selbst, aber einer von unserer Crew – ich darf nicht verraten, wer es ist [grinst] – hat jetzt irgendwie sein Talent entdeckt und schminkt zum Beispiel mich.

Habt ihr irgendein Ritual, ehe ihr die Bühne stürmt?

Lex: Wir stehen einfach nur nochmals kurz zusammen und klatschen uns ab, geben uns ein wenig Energie und dann geht es rauf auf die Bühne. Es gibt also keine große Beschwörungsformel…

Wie schaut es mit Lampenfieber aus?

Lex: Ich bin der Meinung, es gibt nur zwei Arten von Sängern bzw. Musikern: Die Leute, die immer Lampenfieber haben, werden dies ihr ganzes Leben lang haben. Und es gibt jene Leute, die so gut wie nie Lampenfieber haben, wozu auch ich gehöre. Ich habe immer nur Lampenfieber vor einer großen neuen Herausforderung. Vor Wacken hatte ich definitiv kurz Lampenfieber und zittrige Knie. Aber das verpufft sofort, wenn ich auf der Bühne bin. Dann geht das Ganze in pure Energie über. Ich kenne aber auch wirklich großartige, befreundete Künstler, die immer noch nach hunderten von Shows vor jedem neuen Auftritt das Flattern anfangen. Das ist einfach eine Kopfsache!

Reist ihr auf dieser Tour ausschließlich mit dem Tourbus oder genießt ihr den Aufenthalt in einem Hotel?

Lex: Wir nächtigen immer in Hotels, denn wir machen ja nur ausgedehnte Wochenendtouren, so dass wir keine komplette Woche unterwegs sind. Das liegt zum Teil auch daran, weil einige in der Band berufstätig sind, und sie können sich nicht jedes Mal freinehmen. Deshalb ist es geschickter, ausgedehnte Wochenendtouren zu machen, und dafür lohnt sich kein Nightliner. Wir beschränken uns lediglich auf ein paar Sprinter und buchen dann Hotels.

Wie ist die Stimmung, wenn man stundenlang in so einem Bus aufeinanderhängt? Kann es auch schon einmal anstrengend werden?

Lex: Nein, in der heutigen Zeit der Multimedia-Geräte hat jeder seinen Laptop, sein Handy oder irgendwas am Laufen, und da kommt keine Langeweile auf. Der eine schaut einen Film, der andere hört sich ein Album an und ich schreibe ab und zu ganz gerne Texte oder an meinem Nachfolge-Buch weiter, an dem ich schon länger sitze.

Was schreibst du da genau?

Lex: Das ist eine komplexere Geschichte. Es ist eine Mischung aus Thriller, einem Psychogram, das ich über verschiedene Charaktere schreibe, es steckt eine Gangster-Story dahinter und ist im Underground-Genre angesiedelt.

Interessierst du dich auch für Filme? "Der Hobbit" ist ja ganz neu in die Kinos gekommen…

Lex: Den werde ich mir auf jeden Fall anschauen, denn ich bin ein großer "Herr der Ringe"-Fan. Allerdings bin ich noch ein bisschen skeptisch, da ich gehörte habe, dass sie aus dem "Hobbit" drei Filme mit jeweils drei Stunden Länge gemacht haben. Aber unser Backliner war gestern im Kino und er schwärmt von dem Film. Da bin ich mal gespannt! Ich muss aber gestehen, dass "Der kleine Hobbit" das einzige Buch von der Reihe ist, welches ich noch nicht gelesen habe. Ich habe das "Silmarillion" und "Der Herr der Ringe" gelesen, aber "Der kleine Hobbit" hat mich irgendwie nie gereizt. Das soll ein Kinderbuch sein. Aber somit kann ich unvoreingenommen in den Film gehen.

Themawechsel: Weihnachten steht vor der Tür! Hast du schon alle Geschenke beisammen?

Lex: Ich muss gestehen, überhaupt noch nicht! Meistens bin ich der Last-Minute-Typ. Doch lieber schenke ich mal gar nichts als so ein Notgeschenk. Aber da ich keine so große Familie habe, ist das bei mir auch nicht so schlimm.

Wie wirst du die Feiertage verbringen? Bist du da eher der traditionelle Typ?

Lex: Nein. Aber Heiligabend ist natürlich mit der Familie gebucht, logisch. Doch abends gehe ich meistens schon noch kurz auf die Piste. Viel Zeit habe ich ohnehin nicht über Weihnachten, da wir schon wieder auf Tour sind.

Was machst du Silvester?

Lex: Da moderiere ich eine Silvestergala. [lacht] Nicht im Fernsehen, aber in meiner Heimatstadt Augsburg. Dort werde ich als Moderator die Gäste durch den Abend führen und habe mir für diesen Job auch extra schon einen schicken Anzug besorgt.

Moderierst du regelmäßig?

Lex: Eigentlich habe ich das bisher nur spaßmäßig bei Veranstaltungen von Freunden und inoffiziellen Sachen gemacht. Aber dies wird meine erste Gala sein und ich bin schon ein wenig nervös, da es wieder eine neue Herausforderung ist.

Was sind deine Vorsätze für das neue Jahr?


Lex: Meine Vorsätze? Einfach dran bleiben! Im Song "Gegen den Wind" ist eigentlich schon alles gesagt. Wenn irgendwelche Widerstände aufkommen, gilt es, sie zu überwinden. Das ist mein Motto, und diesem bin ich schon immer treu geblieben.

Was ist mit Megaherz fürs kommende Jahr geplant?

Lex: Wir werden auf jeden Fall wieder ins Studio gehen und nächstes Jahr ein neues Album herausbringen. "Tiefer" und "Gegen den Wind" lassen bereits aufhorchen, an was wir gerade arbeiten, aber ich will noch kein genaues Datum nennen. Ich gehe grob von Herbst 2013 aus. Ein paar Ideen haben wir schon beisammen und gehen jetzt im Frühjahr ins Studio. Natürlich werden wir auch auf einigen Festivals spielen und ansonsten schauen wir mal, was noch alles passiert.




Interview & Fotos: Lea S.
Website Band: www.megaherz.de
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(c) Zillo Musikmagazin / Ausgabe 02/13 / www.zillo.de
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