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Metal Invasion 2017
Metal Invasion, 08.04.2017, Köln – Engelshof

Am 8. April 2017 lockte die diesjährige Metal Invasion wieder zahlreiche Fans düster-rockiger und vor allem metallischer Klänge auf den Kölner Engelshof. Das historische Gebäude ward bereits zum dritten Mal als Location für das Metal-Event auserkoren, bei dem sich diesmal Kissin‘ Dynamite als Headliner angekündigt hatten. Hinzu gesellten sich noch sieben weitere Acts wie etwa Aeranea, Messenger und Nachtgeschrei.

Während die Konzerte alle „indoor“ in einem abgedunkelten Saal stattfanden, boten sich die Umbaupausen zwischen den einzelnen Bands für ein Sonnenbad im Innenhof an. Für das leibliche Wohl war hier natürlich auch gesorgt. Ferner konnten sich die Metal-Fans mit allerhand Merchandise eindecken oder einfach nur die Stehtische und Sitzbänke für eine kleine Plauschrunde mit den Bands und übrigen Gästen in Beschlag nehmen.



Den musikalischen Auftakt gab es um 13:20 Uhr mit Sober Truth, einer vierköpfigen Prog-Groove-Metal-Band aus Siegburg, an dessen Front Sänger und Gitarrist Torsten Schramm steht. Erst kürzlich haben die Musiker ihr viertes Studio-Album „Locust ▼ Lunatic Asylum“ veröffentlicht – quasi passend zum zehnjährigen Bandbestehen. Aus dem neuen Werk stellten Sober Truth u.a. den Song „Procrastination“ vor. Aber auch ältere Stücke kamen nicht zu kurz und animierten die Erstankömmlinge zum Klatschen und teilweise auch Bangen. Ein guter Start für die Metal Invasion – Musik zum wach werden!



Gegen 14:30 Uhr enterten Nator – eigens aus Bayern angereist – die große Bühne des Engelshofs. Sie konnten die Festivalbesucher mit einer Mischung aus 80er Heavy, Thrash und Power Metal überzeugen, die sich recht melodisch gestaltete und um Bäda Lachners cleanen Gesang bereichert wurde. Hier und da warf Bassist Thomas Weber aber auch ein paar düstere Growls ein, was für eine spannende Abwechslung sorgte. Im vergangenen Jahr haben Nator ihr neues Album „My Kingdom Come“ veröffentlicht, das sie natürlich auch im Rahmen der Metal Invasion promoteten. So kamen die Besucher u.a. in den Genuss von „Heaven’s Gate Is Sealed“ und den gut zwölfminütigen Titeltrack „My Kingdom Come“, der mit Tempowechseln und Gitarrensoli überraschte, wobei die schnellen Parts von flackerndem Licht untermalt wurden.



Danach waren Storm Seeker an der Reihe, die sich zu sechst auf der Bühne austobten, wobei Unfälle in Form von Zusammenstößen glücklicherweise ausblieben. Heraus stachen die beiden Damen in der Band, die Cello und Drehleier bedienten und den barfüßigen Frontmann Timo hin und wieder gesanglich unterstützten, vor allem Patty mit ihrer Drehorgel. Bei den Folk-Metal-Songs drehte sich fast alles um das Thema „Piraten“, so gaben Storm Seeker aus Düsseldorf/Neuss u.a. „Sail With Us“, „Side By Side“ und den flotten Stampfer „Jack“ inklusive kollektivem Headbanging auf der Bühne zum Besten, wobei das fröhliche Gedudel das Publikum zum Klatschen und Tanzen animierte. Zwischendurch ließ Sänger und Bassist Timo immer mal wieder ein „Prost ihr Säcke“ verlauten und bekam dafür ein lautes, grölendes „Prost du Sack“ zurück. Ansonsten wurde das Publikum stellenweise in die Gesangsparts einbezogen, z.B. mit der Zeile „Chop The Head Off“ im selbigen Song. Einen kleinen Moshpit gab es gen Ende gar auch noch.



Nach den fröhlichen Piraten-Songs verbreiteten Aeranea mit ihren (doomig-)metallischen Klängen eher düstere Stimmung im Saal. Das kalte, blaue Scheinwerferlicht und die Nebelschwaden auf der Bühne trugen ihr Übriges dazu bei. Aber auch diese Band aus NRW mit Sängerin Lilly Seth an der Front verschaffte sich problemlos Gehör bei den Kölner Metal-Fans. Lillys warmer, kraftvoller Gesang überzeugte durchweg und sie scheute sich auch nicht, zwischendurch die Zuschauer persönlich anzusprechen: „Danke, dass ihr euch aus der Sonne mit uns in die düstere Halle gezwängt habt!“ Nun gut, „gezwängt“ mag natürlich etwas übertrieben gewesen sein. Zwar war die Metal Invasion recht gut besucht, doch aufgrund der Größe der Location gab es für jeden genügend Platz zur persönlichen Entfaltung – etwa beim Headbangen, was die Besucher u.a. beim Video-Song „Any Other Way“ oder dem Kracher „Nothing Left“ in Angriff nahmen.



Mit Custard eroberte der Heavy Metal für knapp 50 Minuten den Engelshof-Saal. Die fünf Herren aus Herne bringen am 29. April ihr neues Album „A Realm Of Tales“ heraus, das es natürlich zu promoten galt. So feierte auf der Metal Invasion etwa der Song „Witch Hunter“ seine Premiere. Mittlerweile hatten sich die Festival-Besucher bis an den Bühnenrand gewagt und erhoben bei dem einen oder anderen Lied ihre Fäuste in Richtung Frontmann Olli Strasser, der seinen Bart geflochten trug, und Gefolge. Olli lobte das Event in höchsten Tönen: „Geile Geschichte. Ich hoffe, wir können wiederkommen.“ Das Publikum würde es sicherlich freuen, denn es belohnte Songs wie „Time To Bleed“, bei dem der Sänger eine Axt schwang, mit Headbangen und erhob bei „For My King“ abermals die Fäuste. Am Ende der Show gab es sogar das erste Mal an jenem Abend „Zugabe“-Rufe.



Nachfolgend kamen die Freunde des Power Metals voll auf ihre Kosten, denn Messenger hatten sich als drittletzte Band des Abends angekündigt. Im Fokus: der langhaarige Frontmann und Sänger Francis Blake, der sich in einen schwarzen Mantel gehüllt hatte und zwischendurch einen Stab sowie Totenschädel in der Hand trug. Spätestens mit dem Ohrwurm „Wings Of Destiny“ hatten die fünf Musiker das Publikum auf ihrer Seite: Es wurde getanzt und gebangt. Selbst ein kleines Mädel, das noch nicht einmal über den Bühnenrand blicken konnte, hatte sich nach vorne gewagt, um Songs wie „Captain’s Loot“ aus nächster Nähe zu erleben. Ein anderer Fan lobte die Band zwischen zwei Liedern mit den Worten: „Gute Stimme, weiter so! Geile Gitarre!“.  Als Dankeschön für die entgegengebrachte Begeisterung gab es `nen Handschlag mit der ersten Reihe sowie Schokobonbons vom Gitarristen. Einer der anderen Musiker wagte sich gar von der Bühne runter, um inmitten der Menge zu performen.



Bei Nachtgeschrei wurde es mit sieben Leuten wieder recht eng auf der Bühne. Die Grenzgänger zwischen Folk, Rock und Mittelalter starteten ihre Performance im Engelshof-Saal mit einer leichten Verzögerung. „Ich hoffe, ihr seid nach diesem langen Tag noch nicht müde!“, so der Sänger nach den ersten beiden Liedern. „Dann auf zur ‚wilden Jagd‘!“ – eine nette Ankündigung für Song Nummero 3. Generell schien der Frontmann sehr redselig und wies die Zuschauer mitunter auf das aktuelle Album der Band hin: „Tiefenrausch“. Von diesem präsentierten die Musiker dann auch den Track „Heldenmut“ – mit Drehleier, Dudelsack und Co. Die Dynamik der Band auf der Bühne übertrug sich unweigerlich aufs Publikum. Da zeigte sich auch niemand aufgrund der anfänglichen Verzögerung ungehalten, nichtsdestotrotz entschuldigte sich der Frontmann für das „technische Delay“, zumal Nachtgeschrei deshalb die Setliste um einen Song kürzen mussten.



Das aufgeheizte Publikum wurde schlussendlich an die Headliner Kissin‘ Dynamite übergeben, die dann wirklich lange auf sich warten ließen. Ein großes Banner im Hintergrund kündigte die junge Modern-Hardrock-Band an und die erste Reihe ward von zahlreichen Mädels belegt – aber auch der eine oder andere Herr der Schöpfung trug ein Kissin‘-Dynamite-Shirt und wartete geduldig auf den Beginn der Show. Gegen 22:45 Uhr war es dann endlich soweit und die fünf Musiker legten mit dem Titeltrack ihres aktuellen Albums los: „Generation Goodbye“. Rechts und links vom Schlagzeug waren zwei Podeste aufgestellt, die immer wieder von den Musikern an den Saiteninstrumenten in Beschlag genommen wurden. Im Mittelpunkt stand allerdings eindeutig Energiebündel Hannes Braun, der das Publikum durchaus unter Kontrolle hatte. „Ihr kennt uns und wisst, dass wir keine halben Sachen machen“, so der Blondschopf selbstbewusst. Und tatsächlich gaben Kissin‘ Dynamite ordentlich Gas auf der Bühne – nicht zuletzt mit den Songs „DNA“ und „Love Me Hate Me“. Ein knackiger Abschluss der diesjährigen Metal Invasion. Hoffen wir, dass es im Jahr 2018 eine weitere Runde dieses Metal-Events geben wird…

Text & Fotos: Lea S.

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