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Mono Inc. (III)
Interview mit Martin & Carl [Mono Inc.], April 2013, mailer



Mono Inc. gönnen sich kaum eine Pause. Während ihren Fans noch die Melodien und Riffs des Albums "After The War" (2012) in den Ohren klingen, mit dem die Hamburger Rockband bis vor wenigen Tagen auf Headliner-Tour war, werkeln die vier Musiker bereits fleißig an neuen Songs. Diese wird es auf dem nächsten Studio-Album namens "Nevermore" zu hören geben, das im August erscheint. Im Interview gewährten mir Sänger Martin Engler und Gitarrist Carl Fornia einen ersten Einblick.

Ahoi! Wie war es auf dem Hexentanz-Festival?

Martin: Kalt, regnerisch, grau und schwer beeindruckend. Das Publikum, das sich bei solchen Bedingungen auf ein Open-Air-Festival begibt, kann man wohl nur als Elite bezeichnen. Open-Airs bei 30 Grad Celsius kann ja jeder – bei 3 Grad Celsius trennt sich aber die Spreu vom Weizen. [grinst] Chapeau!

Mono Inc. sind seit Wochen, nein Monaten ständig auf Trab. Wann habt ihr euch das letzte Mal eine richtige Pause gegönnt?

Martin: Wir haben Anfang des Jahres ein paar Wochen eine kleine Auszeit genommen, aber so richtig Pause machen gibt es für uns derzeit nicht – dafür ist es zu spannend und macht einfach zu viel Spaß!

Welche Eindrücke habt ihr von den letzten Headliner-Konzerten mit nach Hause gebracht? Was war euer Highlight?

Carl: Unsere letzte Headliner-Tour waren ja die Zusatzkonzerte der "After The War"-Tour, von denen mir nahezu jedes etwas bedeutet hat. Das muss ich nicht sagen, ich werde dazu nicht gezwungen… [grinst] Wenn es allerdings um die Abstufung dieser tollen Konzerte geht, sind Ulm, Duisburg und Potsdam ganz weit vorn.

Dieses Jahr soll schon das nächste Album erscheinen. Wie kommt's? Ist der "normale" Rhythmus nicht alle zwei Jahre ein neues Album herauszubringen?

Martin: Da bei Mono Inc. nichts so richtig normal ist, müssen wir uns ja nicht daran halten. [grinst] Es war einfach so, dass wir schon wieder so viel gutes Material hatten, dass das Album gemacht werden musste, wenn man nicht 2014 zwanghaft ein Doppelalbum veröffentlichen möchte.

Carl: …wobei wir auch so schon fast ein Doppelalbum fertig haben oder wir bringen zwei Alben gleichzeitig raus. Das wäre doch mal was Neues! [grinst]

Wann und mit welchen Fokus habt ihr anfangen die neuen Songs zu schreiben?

Martin: Ich schreibe immer dann, wenn mich die Muse küsst. Das ist heutzutage ja recht einfach: Ich setze mich ans Klavier oder mit der Akustikgitarre in eine ruhige Ecke und zeichne die Ideen mit meinem Smartphone auf. Das Produzieren ist dann eher ein Abarbeiten der Ideen.

Wie seid ihr diesmal beim Songwriting vorgegangen? Wem wurden welche Aufgaben zuteil?

Martin: Die Aufgabenverteilung ist beim Komponieren recht klar: Ich mache erst einmal und stelle meine Ideen der Band vor. Die heben oder senken dann den Daumen.

Carl: Meistens heben wir die Daumen, weil Martin sowieso schon einen sehr hohen Maßstab ansetzt, bevor er eine Idee raushaut.

Lassen sich neue Songs besser "on the road" oder zuhause am Schreibtisch kreieren?

Martin: Da gibt es gar keine Konstante. Inspiration und Kreativität ist nie örtlich festzumachen. Das kann im Bus, Bett, Garderobe oder Proberaum gleichermaßen passieren.

Carl: Teilweise entwickeln sich sogar Ideen bei Soundchecks auf Tournee. Martin legt vor und der Rest steigt ein. Hochgradig spannend!

Was waren diesmal eure Inspirationsquellen?

Martin: Wenn ich das verrate, dann machen bald alle nur noch gute Platten. [grinst]

Basiert das neue Album auf einem Konzept oder steht jeder Song für sich selbst?

Carl: Als Weiterentwicklung zu den letzten beiden Konzeptalben hat auf dem neuen Album jeder Song seine eigene Story. Sicherlich kann man auch hier wieder ein großes Ganzes finden, aber das zu entdecken, überlassen wir lieber den Journalisten und Redakteuren und jedem einzelnen Fan.

Wie groß war der Song-Ausschuss und wie demokratisch seid ihr bei der -Auswahl vorgegangen?

Carl: Wir haben keine Songs, die das Prädikat "Ausschuss" verdienen, hehe, oder Martin? Sag' jetzt bitte nichts Falsches! Jeder Song wird allerdings von allen Bandmitgliedern unter die Mono-Inc.-Lupe genommen. Dabei kann es passieren, dass Nummern, die aktuell nicht ins Bandgefühl passen, keine Mehrheit finden, aber sehr wohl zu einem anderen Zeitpunkt genau der richtige Song am richtigen Ort sind. Teilweise brauchen die Titel eine Ruhezeit – so ähnlich wie ein guter Wein.

Wie ist der aktuelle Status des Albums? Seid ihr bereits im Studio?


Martin: 85 Prozent sind fertig, würde ich sagen. Wir haben dieses Mal nicht en Block aufgenommen, sondern immer wenn Zeit war. Somit sind wir jetzt nur noch beim Aussortieren und Schickmachen. Hier und da kriegen die Songs noch ein Schleifchen zum Aufhübschen, aber der Krieg ist schon gewonnen.

Wer unterstützt euch bei der Produktion? Und wie sieht ein Tag im Studio mit Mono Inc. aus?


Carl: In allererster Linie unterstützen wir uns gegenseitig! Dabei hat jeder seine spezifischen Aufgaben, wenn es darum geht, die Produktion außerhalb seines eigenen Instrumentes oder seiner Stimmen voran zu treiben. So muss ich immer Pizza bestellen oder Espresso kochen, Manuel macht immer die Backups, Katha achtet auf die Overdubs usw. Dann hilft jeder jedem mit Tipps, Tricks und all seinem Wissen, was er in all den Jahren angehäuft hat. Beim Tracklisting sitzen wir dann wieder gemeinsam am Tisch und denken tagelang über die richtige Reihenfolge nach. Rein technisch helfen uns zumeist ein Engineer und ein Spezialist beim sogenannten Mastering.

Mit welchen Schwierigkeiten hat man dort zu kämpfen?

Martin: Mit Müdigkeit, Partyalarm und zu vielen Terminen, die mit Musikmachen eigentlich nichts mehr zu tun haben.

Carl: Martin, da hast du so Recht! Wie entspannt wir vor zehn Jahren noch unsere erste Platte machen konnten. Nur wir im Studio, keine Zaungäste, kein Smalltalk, keine Verpflichtungen, keine Entscheidungen… Wunderbar – die gute alte Zeit!

Wie viele Songs wird die neue Platte umfassen?

Martin: Mal sehen, was wir noch so rauswerfen… [grinst] Aber ich denke, dass wir final zwischen 12 und 14 Songs auf das Album packen werden. Ich finde ja Qualität wichtiger als die Titelanzahl. Tracks, die später immer geskipt werden, brauchen weder wir noch die Fans.

Könnt ihr uns bereits die Titel – oder zumindest einige – verraten und die Songs kurz umschreiben?


Carl: Haha, jetzt komme ich ins Spiel: "My Deal With God" wird drauf sein. Wie der Titel klingt, lest ihr im letzten Zillo. [lacht] Wenn alles gut läuft, wird zudem ein Track namens "Nevermore" enthalten sein, was ebenfalls nicht wirklich überrascht. Aber den eigentlichen Knaller dürfen wir tatsächlich noch nicht preisgeben, auch wenn ich mir wahrhaftig auf die Zunge beißen muss.

Wie würdet ihr den Sound von Mono Inc. anno 2013 generell beschreiben? Seid ihr experimentierfreudig und habt Neues ausprobiert?

Martin: Ja, "Nevermore" wird das experimentellste Album seit dem Debüt sein. Wir hatten einfach keine Lust, "Viva Hades III" aufzunehmen. [grinst] Außerdem wollen auch wir uns weiterentwickeln und lassen neue Sachen zu. Es wird natürlich noch immer nach Mono Inc. klingen, aber eben einige Überraschungen beinhalten. Ich bin schon unglaublich gespannt, wie die Fans die Scheibe annehmen werden.

Als erste Single wurde bereits "My Deal With God" ausgekoppelt. Was sprach dafür und wie wurde sie von den Fans aufgenommen?

Carl: Dafür sprach nur, dass wir Bock drauf hatten, unseren Fans etwas Neues zu geben. Vielleicht sollten wir die zahlreichen Stimmen nach Konzerten ausblenden und uns etwas schonen, aber wenn etwas fertig ist, darf es auch gern einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Und wie der Song von den Fans angenommen wurde, lässt sich am besten bei den Konzerten und auf den Dancefloors dieses Kontinentes ablesen. "Eins mit Stern" ist zumindest meine bescheidene Meinung.

Worum geht es in dem Song?

Martin: Es ist eine Hommage an unsere Szene, ein Seitenhieb auf jene, die Gutes predigen und sich entgegengesetzt verhalten – und ein Aufruf zu mehr Selbstbewusstsein!

Das passende Video dazu besteht aus einem Zusammenschnitt eurer Liveaktivitäten. Wer hatte die Idee?

Carl: Martin hatte die Idee oder war zumindest mit unserem Star-Regisseur Sebastian Schmidt ganz eng an der Idee beteiligt. Jedes Mal, wenn die beiden zusammenhängen, kommt etwas Gutes dabei heraus. Der Sage nach hatte also Martin die Idee, unsere Live-Erlebnisses, welche uns und den Fans so viel bedeuten, als Bilder für diesen Clip zu nutzen. Da kann man als Band nur zustimmen.

Welche Bedeutung haben die Themen "Glaube/Gott/Religion" generell für euch?

Martin: Sie sind ein nie versiegender Quell für neue Lyrics. Ich persönlich bin Atheist, versuche aber jeden Tag aufs Neue, ein besserer Mensch zu werden. Das ist alles, was zählt, denke ich.

Was sind die noch anstehenden Schritte bei der Albumproduktion und wie werdet ihr diese mit den kommenden Festival-Auftritten unter einen Hut kriegen?

Carl: Unser Zeitplan sieht vor, dass wir bis zum echten Start der Festival-Saison alles eingespielt und aufgenommen haben. Das sind noch gefühlte 15 Prozent. Also machbar! Und dann werden wir die Woche über im Studio sitzen und uns am Wochenende bei den Festivals im Nightliner erholen und Motivation auf den Bühnen dieser Welt tanken. Ganz besonders freue ich mich auf denjenigen Moment, wenn man zum ersten Mal den Rohling mit dem neuen Album im Auto reinlegt und in aller Ruhe das Album auf sich wirken lassen kann. Und wenn dann nach ein paar Tagen keiner mehr Einwände für die Reihenfolge hat, sind wir einen gewaltigen Schritt weiter. Rauskommen soll die Platte, soweit ich aktuell weiß, beim M'era Luna. We’ll see…




Interview: Lea S.
Foto 1: Promo 2013
Foto 2: taken from mono-inc.com
Website Band: www.mono-inc.com

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(c) Zillo Musikmagazin / Ausgabe 06/13 / www.zillo.de

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