♦♦♦ Aurora Borealis ♦♦♦
Menu  
  Home
  Events
  Interviews 2006-2011
  Interviews 2012
  Interviews 2013
  Interviews 2014
  => Unzucht (II)
  => Vlad In Tears (II)
  => Crematory (II)
  => Aeranea
  => Poisonblack (V)
  => Winterland
  => Eisregen
  => Deathstars (III)
  => Lord Of The Lost
  => Reckless Love
  => FTANNG! (II)
  => Insomnium
  => Santa Cruz
  => Omnium Gatherum (I)
  => Lacrimosa (III)
  => Florian Grey (II)
  => Valkyr
  => Vlad In Tears (III)
  => Kissin' Black
  => Mono Inc. (IV)
  => Lordi (III)
  => Nachtblut
  => Unzucht (III)
  => Devilment
  => Amoral (I)
  => Private Line (IV)
  Interviews 2015
  Interviews 2016-2017
  Gig-Reviews 2011-2014
  Gig-Reviews 2015-2017
  CD-Reviews 2006-2009
  CD-Reviews 2013-2014
  CD-Reviews 2015-2017
  DVD-Reviews
  Book-Reviews
  Reports
  Videos
  Gallery
  Contact
  VIP
  About
Insgesamt haben schon 229860 Besuchervorbeigeschaut!
Mono Inc. (IV)
Interview mit Martin Engler [Mono Inc.], Juli 2014, mailer



Mono Inc. haben ein kleines Jubiläum zu feiern: Vor genau zehn Jahren erschien mit „Head Under Water“ das Debüt der Hamburger Dark-Rocker, die seitdem unermüdlich von ihren Fans unterstützt werden. Als Dankeschön meldet sich das Quartett nun mit einem Doppelalbum zurück. Sänger Martin Engler verriet die Einzelheiten.


Wie ist der Festivalsommer bisher für euch verlaufen?

Martin: Anstrengend, aber auch sehr bewegend. Besonderes Highlight war natürlich die Show auf dem ausverkauften Amphi. So oft haben wir ja auch keine 16.000 Menschen vor der Bühne. Nun folgen noch das Summerbreeze, wo wir die Ehre haben als Co-Headliner zu spielen, und das Feuertal in Wuppertal, wo wir als Headliner den Abschluss der Saison begehen werden.

Am 22. August erscheint mit „The Clock Ticks On 2004-2014“ und „Alive & Acoustic“ ein Doppelalbum von Mono Inc. Vor welchem Hintergrund habt ihr euch für dieses Schmankerl – eine Kombi aus Best-of- und Akustik-Platte – entschieden?

Martin: Wir feiern mit Mono Inc. dieses Jahr ein rundes Jubiläum! Vor zehn Jahren erschien mit „Head Under Water“ unser Debüt. Seither ist so viel passiert, immerhin insgesamt sieben Studioalben, dass man mal einen Blick zurück wagen konnte. Viele Fans aus den ersten Tagen sind uns auch heute noch treu, was mich sehr stolz macht, aber durch den großen Erfolg der letzten beiden Alben sind natürlich extrem viele neue Fans hinzugekommen, die nicht viel von unserem Schaffen vor dem Durchbruch kennen. Denen wollten wir zeigen, wo wir herkommen, und dass wir meiner Meinung nach auch schon vor den Top-10-Erfolgen richtig schöne Songs hatten. Daher ist CD 1 ein Best Of aus den letzten zehn Jahren. Die zweite CD ist eigentlich ein ganz eigenständiges Album, nämlich unser erstes Akustikalbum. Hier gehen viele Songs wieder zu ihren Ursprüngen zurück, also auf jene Instrumentierung, die sie mal während der Kompositionsphase hatten. Das lässt viele Tracks in meinen Augen noch intensiver wirken. Aus tiefer Dankbarkeit zu unseren Freunden und Fans, die uns nunmehr seit zehn Jahren unterstützen, haben wir uns zu einer ungewöhnlichen Maßnahme entschieden: zwei CDs in einem Paket – zum Preis von einer!

Der Titel „The Clock Ticks On“ klingt so, als würden sich Mono Inc. absolut keine Pause gönnen. Ist das so?

Martin: Derzeit ist wirklich keine Pause angesagt, denn neben der Herbsttour zum Album „The Clock Ticks On“ werden wir auch für die zweite CD „Alive & Acoustic“ im Januar/Februar auf Tour gehen. Und nebenher sind wir natürlich im Studio, drehen Videoclips, haben Fotoshootings und geben Interviews.

Wie habt ihr festgelegt, welche Songs und in welcher Reihenfolge auf die Best-of-Scheibe kommen?

Martin: Die Auswahl von dem Best-Of-Album haben eigentlich die Fans getroffen. Wir pflegen zu ihnen einen sehr engen Kontakt (ob nach den Konzerten, auf Fanclubtreffen oder bei diversen anderen Events), wodurch wir ziemlich genau über deren Favoriten Bescheid wissen. So stellten sich die Songs quasi selber auf. Bei CD 2 waren es dann wir vier. Wir haben wochenlang im Studio gesessen und wohl so ziemlich jeden Mono-Inc.-Song im akustischen Gewand gespielt. Die 25 Tracks, die uns mit diesem Sound am besten gefielen, haben wir dann aufgenommen. Danach mussten wir dann neun Songs streichen, weil nur Platz für 16 Songs auf der CD war – kein einfaches Unterfangen, denn jeder hat so seine Lieblinge. Aber wir haben das ganz demokratisch mit „Kreuzchen machen auf einer Liste“ gelöst – und bei Gleichstand eine Münze (in Wirklichkeit war es ein Plektrum) geworfen.

Habt ihr an den Songs nochmals etwas geändert?


Martin: Auf CD 1 sind bis auf die Songs „The Hole“ und „Superman“ alles die Originale, allerdings remastered mit den technischen Möglichkeiten anno 2014. Auf der akustischen CD ist natürlich alles neu eingespielt.

Welchen Zeitraum nahmen die Aufnahmen der Akustik-Tracks in Anspruch und wer hat euch hierbei unterstützt?

Martin: In Summe würde ich schätzen, dass es vier Wochen waren – mit kleinen Breaks, denn wir mussten zwischenzeitlich in die USA und hatten einige Verpflichtungen in Sachen Remixes für befreundete Bands wie die Krupps.

Mit welchen Herausforderungen hattet ihr bei den Aufnahmen der Akustik-Nummern zu kämpfen?

Martin: Wenn man meist elektrisch unterwegs ist, ist es durchaus ungewohnt, nach wirklich jedem einzelnen Song die Gitarren neu zu stimmen. [grinst] Und einige neue bzw. ungewohnte Instrumente galt es obendrein zu erlernen. Natürlich wäre es leichter gewesen, dafür einfach Profis anzuheuern – aber da sind wir dann doch noch zu viel Künstler mit zu viel Spaß am musizieren, als dass wir uns diese Horizonterweiterung hätten nehmen lassen. Carl ist seither von seiner neuen Ukulele kaum wegzukriegen…

Sind Gastmusiker involviert?

Martin: Auf der CD nicht, aber live werden wir sicherlich mit Verstärkung unterwegs sein, um den Sound reproduzieren zu können.

Welche Anekdoten könnt ihr aus dem Studio berichten?


Martin: Leider mussten wir einen Song komplett neu aufnehmen, weil mein Hund so geschnarcht hat. Kein Scherz. Meine Labrador-Hündin Ella ist immer dabei und bei Recordings liegt sie am liebsten aufm Studiosofa und chillt. Als wir dann nach dem Proben die Mikros scharf schalteten, haben wir leider vergessen, sie hinaus zu komplimentieren und später auf Band dieses komische, unregelmäßige Brummen gehabt…

Gibt es Mono-Inc.-Songs, die sich wirklich gar nicht für eine akustische Umsetzung geeignet haben? Wenn ja, woran hat es eurer Meinung nach gelegen?

Martin: Eigentlich nicht. Aber einige kommen im neuen Gewand besser und gewinnen dazu, andere sind im Original einfach unverbesserlich.

Welche Akustik-Version ist euer persönliches Highlight geworden und warum?

Martin: Da hat jeder seine Faves. Ich persönlich finde „Arabia“, „The Best Of You“, „In My Heart“ und „Somberland“ irgendwie herausragend.

Könnt ihr euch auch vorstellen, mal eine Akustik-Scheibe mit komplett neuen Songs aufzunehmen?

Martin: Vorstellen kann ich es mir momentan nicht, aber wenn ich eins im Laufe der Bandgeschichte gelernt habe, dann, dass man niemals nie sagen sollte.

Inwiefern wird es die Akustik-Songs auch mal live zu hören geben?

Martin: Im Januar und Februar in Hamburg, Wiesbaden, Berlin, München, Hameln, Bochum – und in einer noch geheimen Stadt in den neuen Bundesländern…

Seit eurem Debüt „Head Under Water“ sind zehn Jahre vergangen. Wie würdet ihr eure musikalische wie auch persönliche Entwicklung über die Jahre beschreiben?

Martin: Mit dem Alter reift nicht nur der musikalische, sondern auch lyrische Horizont. Das kann man nicht verhindern und ist ja auch gut so. Seit dem zweiten Album „Temple Of The Torn“ höre ich auf jeden Fall heraus, dass jedes neue Album einerseits eine logische Folge des Vorgängers ist, andererseits auch immer wieder neue Einflüsse beinhaltet – besonders hinsichtlich der Instrumentierung.

Welche Erlebnisse bzw. Ereignisse der letzten zehn Jahre Bandgeschichte (positiv wie auch negativ) sind euch besonders in Erinnerung geblieben und haben euch geprägt?

Martin: Im negativen Fall waren es die ganzen Absagen von Plattenfirmen, die Mono Inc. in den Anfangstagen nichts zugetraut haben. Im positiven Fall dann natürlich die Erfolge ab dem Album „Viva Hades“. Mit dem Album waren wir das erste Mal in den Top 50 – und die letzten beiden waren ja dann mit #6 und #3 der endgültige Durchbruch. Ich gebe offen zu, dass uns das doch eine gewisse Genugtuung verschafft hat.

Gibt es Momente, in denen ihr wirklich am liebsten den „Kopf unter Wasser“ getaucht hättet?

Martin: Das waren eher persönliche Verluste, die nichts mit der Band zu tun hatten. Da geht es uns ja nicht anders als allen anderen Menschen. Ein Leben kommt – und ein Leben geht.

Wie feiert ihr persönlich das zehnjährige Jubiläum?

Martin: Mit zwei Tourneen für ein Doppelalbum. Touren ist zwar anstrengend, aber noch immer das, was wir am liebsten machen.

Inwiefern beschäftigt ihr euch bereits mit einem nächsten regulären Studio-Album?

Martin: Mein Kopf raucht vor so vielen Ideen, die ich gerne umsetzen würde. Schauen wir mal, welche davon letztlich den Weg auf ein neues Album finden werden…



Interview: Lea S.
Fotos: Promo 2014
Website Band: www.mono-inc.com


(c) NEGAtief / Ausgabe Sept./Okt. 14 / www.negatief.de
Time  
   
Werbung  
  "  
=> Willst du auch eine kostenlose Homepage? Dann klicke hier! <=
copyright: Aurora Borealis 2007-2015