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Monocular
Interview mit Nic & Jan Koray [Monocular], Juni 2012, mailer



Nic und Jan Koray von Monocular verbringen viel Zeit im Jahr in ihrem Häuschen im Süden Schwedens. Dort entstanden auch die meisten Songs ihres zweiten Albums "Pine Trees". Im Interview verriet mir das Paar, mit welcher Zielsetzung man ans Werk ging und welche Rolle Schweden dabei spielte.

Hallo ihr beiden! Dieser Tage veröffentlicht ihr euer zweites Album "Pine Trees". Mit welcher Zielsetzung seid ihr ans Werk gegangen?

Jan: Der einzige Grund für uns Musik zu machen ist, unsere Gefühle und Gedanken so authentisch wie möglich umzusetzen und aufzunehmen. Auch wenn es abgedroschen klingt, nur das zählt und nur das lässt uns Musik auch wirklich erleben. Nicht selten kam es bei der Komposition oder auch bei der späteren Produktion zu Gefühlsausbrüchen, die man im Alltag oder in "weltlichen" Lebenssituationen seltener erleben kann. Da war alles dabei: tiefe Melancholie genauso wie pure Glückseligkeit, spontanes Weinen, aber auch lautes Lachen. Und genau dieser Prozess führte uns automatisch zu der Zielsetzung, die für uns in dem Zeitabschnitt stimmigste Platte zu machen.

Monocular ist eine vierköpfige Band. Ist sie denn auch demokratisch?


Nic: Da Jan die Songs häufig erst einmal alleine komponiert und vorproduziert, ist die Frage, wann Demokratie beginnt. Als Sängerin kreiere ich wiederum die Gesangsmelodien, die das Gesamtbild stimmig machen. Das gilt auch für meine Texte. Wenn dann Sven und David dazukommen, wir uns über die Demos unterhalten und dann die Umsetzung der Songs im Bandkontext beginnt, liegen wir alle auf einer Wellenlänge. Natürlich diskutieren wir auch über Verbesserungen oder Varianten, letztendlich funktioniert diese Band aber im Kollektiv so gut, dass wir nur selten vor schwierigen Entscheidungen stehen. Und wenn, dann entscheidet die Mehrheit bzw. am Ende das richtige Gefühl beim Spielen der Songs. Es macht uns einfach tierisch Spaß, auf diese Weise miteinander Musik zu machen.

Wie geht ihr generell beim Songwriting vor?

Jan: Am Anfang stehen immer Eindrücke aus verschiedenen Bereichen des Lebens, mit denen wir uns kritisch auseinandersetzen oder sie nur beschreiben. Viel passiert dann erst mal auf der Gitarre, wenn wir in Schweden sind. Parallel dazu verfasst Nic die Texte und entwirft Gesangsmelodien. Zu Hause im Dortmunder Studio entsteht dann Vieles intuitiv durch verschiedene Instrumente und Sounds. Die Songs entstehen dann einfach im richtigen Moment.

In welchem Zeitraum wurden die neuen Lieder ins Leben gerufen?

Nic: Das Album entstand innerhalb eines Jahres.

Die meisten der Tracks entstanden in Schweden. Inwiefern mag das den Songwriting-Prozess beeinflusst haben?


Nic: Schwedens Einflüsse sind ein ganz wesentlicher Bestandteil des Albums. Dort finden wir die Ruhe und damit auch die Kraft, uns auf die für uns wirklich wichtigen Dinge des Lebens zu konzentrieren und uns als Mensch wieder näher zu sein.

Was fasziniert euch an Schweden, dass ihr euch öfters von Dortmund in euer Häuschen nach Skandinavien "flüchtet"?

Jan: Die Klarheit, Weite, Stille, die Natur, das Meer, das sichtbare Glück der Menschen, die erkennbar mehr bei sich sind und eine bewusstere Lebenseinstellung haben.

Wovon habt ihr euch generell fürs neue Album inspirieren lassen?

Jan: Es gibt viele verschiedene Bereiche: auf der einen Seite sozialpolitische Themen wie Verirrungen unserer Gesellschaft und der Konflikt eines jeden Einzelnen, sich trotz seiner Rolle in der Gesellschaft selber treu zu sein und dafür auch einzustehen. Auf der anderen Seite die Begeisterung für die Natur und das Gefühl, eine Heimat zu entdecken.

Seid ihr euch bei der Zusammenarbeit immer gleich einig oder gibt es auch öfters Diskussionsbedarf bzgl. einzelner Songs?

Nic: Wir sind uns fast immer einig. Wenn nicht, schafft der Song es auch nicht auf die Platte.

Inwiefern knüpft "Pine Trees" an euer Debüt "Somewhere On The Line" an, an welcher Stelle schlägt die neue Platte eher andere Wege ein?

Jan: Es knüpft insofern an, als dass wir beim zweiten Album auch wieder auf uns gehört und uns nicht an Hypes orientiert haben. Schweden hat uns so sehr inspiriert, dass wir "Pine Trees" wesentlich organischer aufnehmen wollten: Livedrums und Bass, mehr Gitarren, warme Vintage-Sounds… Daraus ist dann eine Mischung aus Electronic, Indie und Wall of Sound geworden, welche sich sehr vom electrolastigen Trip-Hop-Sound der ersten Platte unterscheidet. Gemeinsam ist den beiden Platten die melancholische Grundstimmung.

Aufgenommen wurde "Pine Trees" in Jans 47 Recording Studio im Ruhrgebiet. Worin seht ihr den Vorteil einer Selbstproduktion? An welcher Stelle habt ihr auf externe Hilfe zurückgegriffen?

Jan: Der große Vorteil war und ist, dass wir so jede Menge Zeit hatten, uns über den Sound des Albums Gedanken zu machen und Dinge auszuprobieren, ohne teure Aufnahmezeit eines externen Studios zu beanspruchen. Die Songs der Demos klangen nach der Vorproduktion noch sehr unterschiedlich. Die Zeit für das Finden einer passenden Klangfarbe für das komplette Album war sehr intensiv. Außerdem können wir uns hier in unserem Vorort sehr gut abschirmen. Extern haben wir nur das Mastering von The Mastering Lab in Kalifornien machen lassen.

Welchen Zeitraum nahmen die Aufnahmen in Anspruch?

Jan: Etwas mehr als zwei Monate.

Ihr habt das zweite Album auf den Namen "Pine Trees" getauft. Vor welchem Hintergrund? Inwiefern ist der Titel mit dem Inhalt geknüpft?


Nic: "Pine Trees" ist auch der Titeltrack des Albums. "Pine Trees" ist der Inbegriff eines sehr intensiven Gefühls aus meiner Kindheit in der Türkei, die ich bei meinem Vater auf dessen Schiff verbracht und von dort aus auf Pinien geschaut habe. Ich war umgeben vom Anblick und Geruch der Pinien. "Pine Trees" ist ein Lebensgefühl, ist Ferne und Heimat zugleich.

Was sind eure persönlichen Highlights auf der Platte?

Jan: "Pine Trees", "This Is Real", "The Curse" und "Home".

Zum Song "This Is Real" habt ihr ein Video gedreht. Komplett in Eigenregie? Warum habt ihr gerade diesen Song ausgewählt?

Nic: Gedreht hat das Video Sebastian Jobst. Wir haben den Song ausgewählt, weil dessen Thema sich sehr gut in Bildern ausdrücken lässt. Es geht dabei um die Auswirkungen des menschlichen Handels auf die Natur.

Am 20. Mai hattet ihr einen Auftritt in Bochum. Sind noch weitere Konzerte in Planung?


Nic: Wir sind nach wie vor auf der Suche nach einer geeigneten Booking-Agentur. Ansonsten wird es eine Handvoll Konzerte in naher Zukunft geben.

Und eine letzte Frage: Wie würdet ihr den Satz "Musik ist…" vollenden?

Nic & Jan: Musik ist Freiheit!



Interview: Lea S.
Foto 1: taken from monocular-music.de
Website Band: www.monocular-music.de

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(c) Zillo Musikmagazin / Ausgabe 07-08/12 / www.zillo.de
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