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Negative/RoseAvenue

Negative/Jann Wilde & Rose Avenue, 07.11.2006, Köln, Live Music Hall

“The Clowns of Rock`n`Roll are coming into your town!” Da hatten Jonne und Larry von der finnischen Band Negative auf dem diesjährigen Burgrock-Festival nicht zu viel versprochen. Im wahrsten Sinne des Wortes rockten die jungen Finnen auf ihrer zweiten Deutschland-Headliner-Tour bunt und wild über die Bühnen.So auch am 7. November in Köln. Mit im Gepäck: das neue Album „Anorectic“. Die Fans der Glamrocker schienen an diesem Tag von überall her angereist zu sein, gar aus Italien und der Niederlande, nur um Negative live on stage erleben zu können. Da hatten die Mädels auch keine Probleme damit, seit vormittags vor der Kölner Live Music Hall auszuharren, zumal die hartgesottene Fangemeinde von den Securities mit heißem Tee versorgt wurde. Um 19 Uhr öffneten dich die Tore der Halle und alles drengte, quetschte und drückte nach drinnen. So ist das, wenn 100 Leute gleichzeitig in die erste Reihe wollen, nur um Jonne und Co. ganz nah zu sein.

     

Ich war jedoch erst mal äußerst gespannt auf die Vorband, Jann Wilde & Rose Avenue, ebenfalls aus Finnland. Dass die vier Jungs echt was drauf haben, davon konnte man sich endlich gegen 20 Uhr überzeugen, als Jann und seine Mannen in bester Rockmanier gut 30 Minuten die Bühne unsicher machten. Wie hatte Jonne so schön gesagt? Die Jungs machen „Glam-Bob-Music“. Ja, von Glam bekam man an diesem Abend reichlich zu sehen. Das Styling von Rose Avenue: schräg, bunt, hochtupierte Haare, Glitzer-Klamotten, auffälliges Make-up und ein Gitarrist, der stark an den britischen Sänger Boy George erinnerte. Aber die Stimme von Rose Avenue lenkte auch gekonnt alle Aufmerksamkeit auf sich. Jann sorgte durch seine Pantomime- Einlagen und seine Versuche auf Deutsch zu sprechen – das gelang ihm auch – immer wieder für kleine Lacher. Es war köstlich den vier Tampereanern zuzusehen. Sie hatten sichtlich Spaß auf der Bühne und auch das Publikum schien überzeugt. Rose Avenue verabschiedeten sich nach einer guten halben Stunde mit einem Elvis-Cover. Da kann man nur „Wow“ sagen. Tolle Stimme, Mr. Wilde!

                     

                     

Nach einer kleinen Umbaupause wurde um 21 Uhr schließlich durch Zirkusmusik das Eintreffen von Negative angekündigt. „The Clowns of Rock`n`Roll are coming!” Passend dazu zierte bereits seit Beginn des Abends ein riesiger Clown-Kopf die hintere Bühnenwand. Derselbe Clown, der auch auf dem Cover des neuen Negative-Longplayers zu sehen ist. Negative eröffneten ihren Rock`n`Roll-Zirkus mit der Stadionhymne „Glory of the shame“ und heizten dem Publikum von Anfang an ein. Da lässt es sich im Fotograben nicht so leicht Fotos machen, wenn Mister Jonne Aaron wie ein aufgescheuchtes Huhn über die Bühne fegt. Nach dem Opener folgten die Songs „In my heaven“ und „Bleeding“. Gitarrist Sir Christus schien Jonnes und Larrys Ankündigung vom August, dass die Rock`n`Roll-Clowns durch die Städte ziehen werden, wortwörtlich umgesetzt zu haben. So posierte er in einem bunt zusammengewürfelten Outfit als Clown geschminkt auf den Lautsprechern und haute in die Saiten. „This man doesn`t need Viagra!“, grinste Jonne frech und zeigte auf seinen „verkleideten“ Bandkollegen. Aber auch der Rest der Band hatte mal wieder tief in die Kostüm-Kiste gegriffen. Doch Glitzerschals und Make-up gehören zu Negative, wie die Seen zu Finnland. Weiter rockten die Jungs mit ihren Hitsinglen „Frozen to lose it all“ und „Planet of the sun“. Natürlich kamen auch all die neuen Stücke nicht zu kurz. Neben schnellen, härteren Rocksongs präsentierten die Finnen u.a. auch ihre Ballade „A song for the broken hearted“, die schon fast in Richtung Pink Floyd geht. Sehr schön! Der Kracher „One last shot“ durfte natürlich auch nicht fehlen, sowie der Ohrwurm „The moment of our love“, bei dem natürlich alle lauthals mitsangen. Dann hatten die Jungs noch etwas besonderes mit im Gepäck: eine Instrumental-Version von „Lost soul“. Wie Jonne mir vor der Show verraten hatte, spielten Sir und Larry diese Version erst zum zweiten Mal live auf der Bühne. Nach gut 70 Minuten verließen alle Mannen – Jonne, Sir, Larry, Snack, Jay und Antti – ihre Manege, um aber nur kurze Zeit später durch frenetisches Jubeln und die Zugabe-Rufe angefeuert wieder zurückzukommen. Zur Freude der Fans gab es noch drei Zugaben und einen halbnackten Sir Christus, der über die Bühne hüpfte und am Ende nach „Inspiration“ mal eben schnell noch seinen bloßen Hintern in die Menge streckte.
Negative wissen, wie man auf sich aufmerksam macht, keine Frage. Aber die jungen Finnen haben den Rock`n`Roll im Blut und das lässt sich nicht abstreiten, nicht nach einem so rockigen Zirkusauftritt wie in Köln.  

Setlist: Glory of the shame, In my heaven, Bleeding, Reflections, Sinners night/misty morning, Naive, The moment of our love, A song for the broken hearted, Lost soul, My my hey hey, One last shot, Planet of the sun, L.A. feeding fire, Frozen to lose it all, In memoriam; Zugaben: Until you`re mine, We can`t go on, Inspiration
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Text: Lea
Fotos: Lea
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(c) darkmoments

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