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Omnium Gatherum u. Draconian 2016
Omnium Gatherum/Draconian/Year Of The Goat/Oceanwake, 05.03.2016, Oberhausen – Helvete

Zehn Tage waren die Schweden Draconian zusammen mit den Finnen Omnium Gatherum auf Co-Headliner-Tour in Europa unterwegs – im Schlepptau hatten sie ihre Landesmannen von Year Of The Goat (Schweden) sowie Oceanwake (Finnland). Ein wahrlich nordisches Bandquartett, wenn man so will. Ihren Tourabschluss feierten die Skandinavier am 5. März 2016 im kleinen Club Helvete in Oberhausen, der an jenem Abend zwar nicht aus allen Nähten platzte, dafür aber ordentlich „gerockt“ wurde – sowohl von den Bands als auch von deren Fans. Ein Glück, muss man sagen, dass an jenem letzten Abend überhaupt alle Musiker auf der Bühne stehen konnten. Denn nur drei Tage zuvor hatten etwa Year Of The Goat ihren Support-Gig noch krankheitsbedingt komplett absagen müssen. Vermutlich aufgrund einer Lebensmittelvergiftung. Jedenfalls gab es allerhand Magenprobleme an Bord, wie uns Draconian und Year Of The Goat vor der Show im Interview verrieten. Und es hatte gleich mehrere Personen erwischt – darunter auch den Tourmanager.



Bei den vier Live-Shows im Helvete merkte man aber nichts davon, dass es dem einen oder anderen zuvor noch richtig mies ergangen war. Im Gegenteil: Jeder gab alles an diesem letzten Abend der gemeinsamen Europa-Tournee. Den Auftakt absolvierten die finnischen Doom-Metaller Oceanwake, die mit schweren Gitarrenriffs und den tiefen Growls von Frontmann Eero Haula – der sich eine Mütze tief ins Gesicht gezogen hatte – für eine düstere Atmosphäre sorgten. Hier passte es natürlich recht gut, dass die Bühne nur spärlich in blaues Scheinwerferlicht, doch gleichzeitig in relativ viel Nebel gehüllt wurde. Bewegung war seitens der Band nicht viel auszumachen – was mitunter dem Platzmangel auf der kleinen Bühne geschuldet war. So standen die Oceanwake-Musiker relativ statisch an ihren Plätzen, um ihre wenigen, dafür teils sehr langen Lieder zu performen. Ein insgesamt sehr schöner, düster-atmosphärischer Auftritt!



Bei der nächsten Support-Band, Year Of The Goat, kam dann langsam Party-Stimmung auf, schließlich gehen ihre 60er/70er-Jahre-gefärbten Occult-Rock-Songs rasch ins Ohr und sorgen durchaus für Tanzlaune. Musikalisch mögen die Schweden zwar – verglichen mit den drei anderen Acts – ein wenig aus der Reihe gefallen sein, doch beim Publikum kamen sie sehr gut an. YOTG – bestehend aus sechs Musikern – mussten auf der Bühne allerdings mit noch weniger Platz als Oceanwake auskommen. Bassist Tobias Resch passte beispielweise gar nicht mehr neben Pope (Mellotron, Gesang), Don Palmroos (Gitarre), Thomas Sabbathi (Gesang, Gitarre) und Marcus Lundberg (Gitarre) in die erste Reihe, sondern musste sich hinten neben Drummer Fredrik Hellerström positionieren und ging damit ein wenig unter.



Die Schweden hatten aber viel Spaß auf der Bühne und insbesondere Mellotron-Mann Pope riss zwischendurch einige Witze. Beispielweise hatte er anfangs Thomas‘ Gesang zu laut auf den Ohren und meinte dazu nur grinsend in Richtung Publikum und Tontechnik, „it feels like he‘s licking my brain“. An anderer Stelle bemängelte er, dass es keine Handtücher auf der Bühne gebe, um sich den Schweiß aus dem Gesicht zu wischen. „Maybe I can use one of you“, überlegte er lachend, erneut mit Blick in Richtung Publikum. In jeden Fall waren die Herren im Vergleich zu Oceanwake alles andere als wortkarg und performten an jenem Abend mitunter die Songs „Spirits Of Fire“, „Pillars Of The South“ sowie „Black Sunlight“.



Draconian spielten im Anschluss eine knappe Stunde – die kurze Umbaupause wurde u.a. mit finnischen Humppa-Songs versüßt. Wie auch ihre Vorgänger mussten sich die Schweden den Weg zur Bühne durchs Publikum bahnen, denn anders konnte man im Helvete nicht dorthin gelangen. Doch berührungsscheu sind die Musiker ohnehin nicht – nehmen sich nach ihren Shows stets viel Zeit, um mit den Fans zu quatschen und Erinnerungsfotos zu machen. Ihren Auftritt im Oberhausener Metal-Club eröffneten Draconian mit dem neuen Song „Stellar Tomb“, zu dem sie erst kürzlich ein Musikvideo veröffentlicht hatten. Dicht drängelten sich die Zuschauer mittlerweile vor der Bühne, doch blieb für jeden immer noch genügend Platz zum Headbangen, was auch rege ausgenutzt wurde. Auch Sänger Anders Jacobsson schüttelte in seinen Growl-Pausen immer wieder das Haupthaar, während Sängerin Heike Langhans eher Tanzbewegungen ausführte. Ansonsten gestaltete sich das Line-up etwas anders als gewohnt: Da Bassist Fredrik Johansson die Band verlassen hat, wurde seine Lücke auf Tour kurzerhand mit Daniel Änghede (Crippled Black Phoenix, Hearts of Black Science, Ison) gefüllt. Und Schlagzeuger Jerry Torstensson musste „on the road“ durch Tarald Lie (Tristania) ersetzt werden, da er erst neulich Vater geworden ist und aktuell seinen familiären Pflichten nachkommt.



Trotz dieser Zusammenwürfelung wirkten die Musiker wie ein eingespieltes Team und performten vornehmlich Stücke vom neuen „Sovran“-Album – etwa das schwere „Heavy Lies The Crown“, Heikes Favorit „Pale Tortured Blue“ sowie „Rivers Between Us“, ein Duett zwischen der Sängerin und Bassist Daniel. Wunderschön! Zum Abschluss gab es dann noch den ebenfalls neuen Track „Dishearten“ auf die Ohren, bei dem sich die Dark-/Doom-Metaller und ihr Publikum nochmals richtig austoben konnten. Die „Morningstar“-Rufe der Zuschauer blieben danach allerdings unerhört. Zugaben sollte es an jenem Abend leider keine geben.



Omnium Gatherum durften in Oberhausen als Headliner auf die Bühne und das längste Set des Abends spielen – generell hatten sie sich während der zehntägigen Tour stets mit Draconian abgewechselt. Im Helvete blieb den Finnen nun über eine Stunde Zeit, das Publikum von ihren Melodic-Death-Metal-Klängen und insbesondere den Songs vom neuen Album „Grey Heavens“ zu überzeugen. Obwohl…überzeugt werden musste hier eigentlich niemand mehr. Zwar hatte sich die Menge nach dem Auftritt von Draconian ein klein wenig gelichtet, doch die noch immer zahlreich anwesenden Fans waren in bester Headbang-Laune. Growler Jukka Pelkonen versteht es aber auch äußerst gut, für Stimmung im Saal zu sorgen: Immer wieder richtete er direkte Worte an die Zuschauer, strahlte sie gut gelaunt an, zeigte ihnen die „Pommesgabel“ und verteilte Handschläge an die erste Reihe.



Aber auch Gitarrist Markus Vanhala – Gründer und Songwriter von Omnium Gatherum – stand immer wieder im Mittelpunkt des Auftritts, wenn er etwa seine flotten, melodischen Gitarrensoli zum Besten gab. Bisweilen tauschte er mit Gitarrist Joonas Koto zur Linken den Platz, und auch Jukka blieb nie still stehen, so dass die Show insgesamt recht dynamisch wirkte. Omnium Gatherum sind auch immer gut im kollektiven Headbanging, was sie beispielsweise bei der Performance von „Soul Journeys“ und ihres neuen Tracks „Ophidian Sunrise“ unter Beweis stellten. Nicht weniger knallig und doch melodisch gestalten sich die Singles „Skyline“ und „Frontiers“, die beim Auftritt in Oberhausen natürlich auch nicht fehlen durften. Darüber hinaus durfte sich das Publikum – unter das sich auch der an „Grey Heavens“ beteiligte Produzent Dan Swanö gemischt hatte – über die Kracher „New Dynamic“ sowie „The Sonic Sign“ inklusive Gitarren-Battle freuen. „New World Shadows“ widmete Jukka allen Zuschauern, ehe das in einheitlich-schwarzen OG-Shirts gekleidete Sextett – dem auch noch Erkki Silvennoinen (Bass), Aapo Koivisto (Keyboard) und Jarmo Pikka (Schlagzeug) angehören – die „Sturmfront“ auf alle Beteiligten losließ.



Doch damit nicht genug: „We want more“-Rufe bahnten sich im Anschluss ihren Weg in Richtung Bühne und die Band gab sich rasch geschlagen. „Noch eine kleine Song“, versprach Markus und stimmte mit seinen Bandkollegen – nach einer kurzen Danksagung an Draconian, Year Of The Goat, Oceanwake und die Crew – sogleich „The Unknowing“ als letzten Song an. Danach zogen sich die Musiker für eine kurze Verschnaufpause in den Backstage-Bereich zurück, um nur ein halbes Stündchen später noch auf Tuchfühlung mit den Fans zu gehen.

Text & Fotos: Lea S.


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