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Placebo, Silversun Pickups, Expatriate
Placebo/Silversun Pickups/Expatriate, 04.12.2009, Köln, Lanxess-Arena

Mit “Battle For The Sun” veröffentlichten Placebo im vergangenen Sommer ihr langersehntes 7. Studioalbum, mit dem es schließlich im Dezember auf große Tournee ging. Auch in Köln legte die Band einen Zwischenstopp ein und rockte zusammen mit Expatriate und Silversun Pickups die Stage in der Lanxess Arena. Und diese füllte sich an jenem Abend bis zu den Tribünen hoch unter die Decke. Um die Wartezeit bis zum Konzertbeginn ein wenig zu verkürzen, wurden vor den Shows der drei Bands ein paar Kurzfilme auf zwei Videoleinwänden jeweils rechts und links von der Bühne gezeigt. Auch Grußbotschaften von Placebo flimmerten über die Leinwände und sorgten für freudige Pfiffe im Saal.



Doch gegen 19:30 Uhr war es dann erst einmal Zeit für die erste Support-Band des Abends: Expatriate. Die Wahl-Berliner hatten gerade mal eine halbe Stunde zur Verfügung, um das Publikum von ihrem Sound zu überzeugen, ließen somit lediglich ein kurzes „Good evening, Köln!“ (übersetzt: „Guten Abend, Köln!“) verlauten und legten auch sogleich mit ihrer Show los. Mit von der Partie waren Songs wie „Blackbird“ und das eingängige „Gotta Get Home“. Aber auch „Shooting Star“ vom aktuellen Longplayer „In The Midst Of This“ durfte im Set nicht fehlen. Bei jenem Lied griff Damian Press – sonst am Keyboard zu Hause – zur Gitarre. Zusätzlich unterstützte er Frontmann Ben King auch immer wieder gesanglich am Mikrofon. Dem Publikum schien es jedenfalls zu gefallen und so wurde beim letzten Song auch nochmals ordentlich mitgeklatscht. Doch ehe Expatriate, die ursprünglich aus Australien kommen, die Bühne verließen, wiesen sie das Kölner Publikum noch darauf hin, dass die Band bald zurück in Deutschland sei und auch einen Gig im Kölner MTC spielen werde.

In der kurzen Umbaupause für die zweite Vorband wurde erneut ein Kurzfilm auf den Leinwänden rechts und links von der Bühne gezeigt. Auf der Bühne selbst befand sich allerdings auch eine große Leinwand, die zu jenem Zeitpunkt noch den vorderen Bühnenteil vom hinteren trennte. Gegen 20:20 Uhr betraten Silversun Pickups den vorderen Bühnenbereich, hatten aber ein wenig mehr Zeit als ihre Vorgänger, das Publikum in Stimmung zu bringen. Das gelang der US-amerikanischen Indie-Rockband mit Songs wie beispielsweise „Growing Old Is Getting Old“, den das Quartett als Opener präsentierte. „We`re really excited to be here!” (übersetzt: “Wir sind wirklich aufgeregt hier zu sein!”, rief Sänger und Gitarrist Brian Aubert ins Mikrofon. Seine Bandkollegen Nikki Monninger (Bass/Gesang), Christopher Guanlao (Schlagzeug) und Joe Lester (Keyboard) konnten ihm da nur zustimmen. Doch von Nervosität war nichts zu spüren. Die Band zog souverän ihre Show durch. So gab es beispielsweise auch noch das explodierende „Future Foe Scenarios“ zu hören. Und erneut tat Brian seine Freude kund: „Thanks to the other bands. We`re really happy!” (übersetzt: Danke an die anderen Bands. Wir sind wirklich glücklich!“) Den Abschluss des gut 40-minütigen Sets von Silversun Pickups bildete der Song „Lazy Eye“.



Nun hieß es noch ein gutes halbes Stündchen Geduld aufbringen, ehe die Headliner des Abends den Saal enterten. Auf der Bühne wurde fleißig gewerkelt und ein paar letzte Vorbereitungen getroffen. Um 21:30 Uhr wurde es dann erneut dunkel in der Lanxess Arena und ein erfreuter Jubelschrei schwappte durch die Menge. Alles starrte in Richtung der großen Leinwand auf der Bühne. Auf jener Leinwand wurde nun die Sonnenfinsternis vom „Battle For The Sun“-Cover abgebildet, während zeitgleich das Intro von Placebo aus den Boxen brummte. Schließlich fiel die Leinwand zu Boden und gab die Sicht frei auf den hinteren Teil der Bühne, wo Placebo nun mit ihrem aktuellen Single-Hit „For What It`s Worth“ losrockten, dicht gefolgt vom ebenfalls neuen Song „Ashtray Heart“. Vom frischen Sound angesteckt rockte die Menge vor der Bühne gleich mit. „Vielen Dank und guten Abend!, begrüßte Frontmann und Sänger Brian Molko überraschend auf deutsch das Publikum, um nur Sekunden später den Titeltrack des neuen Longplayers anzustimmen: „Battle For The Sun“. Hierbei wurde das Trio – neben Brian Molko bestehend aus Stefan Olsdal und Steven Forrest – u.a. von der neuen Tour-Musikerin Fiona Brice an der Violine unterstützt. Nach „Speak In Tongues“ folgte schließlich eine Reihe älterer Songs, darunter überraschend früh auch der Longtime-Hit „Every You, Every Me“, den natürlich jeder auswendig mitsingen konnte. Um auch den Fans in den hinteren Reihen und oberen Rängen eine gute Sicht zu garantieren, wurde die komplette Show von einigen Kameramännern gefilmt und live sowohl auf die Leinwände neben der Bühne, aber auch auf zwei große LED-Wände im Hintergrund und über der Bühne übertragen. Aber auch andere, auf die einzelnen Songs abgestimmte Bilder und Videosequenzen wurden immer wieder eingeblendet.



Nach dem ruhigeren „Because I Want You“, bei dem Brian zur Akustik-Gitarre griff, und dem nur bedingt flotteren „20 Years“ pfefferten Placebo nochmals eine Ladung neuer Songs in die Menge, darunter „Julien“, „The Never-Ending Why“ und „Devil In The Details“. Dann hieß es jedoch Abschied zu nehmen von der Band, denn diese stimmte ihr vermeintlich letztes Lied für den Abend an, und zwar recht passend den „Song To Say Goodbye“. Allerdings hatte das Kölner Publikum noch nicht genug von der Rockband und rief lautstark „Zugabe“, was schließlich auch erhört wurde. So kam das Trio samt Live-Musiker zurück auf die Bühne, um drei weitere Songs zu spielen. Mit von der Partie waren die Ohrwürmer „Special K“ und „Bitter End“, nach denen die Band erneut die Bühne der Lanxess Arena verließ. Allerdings gab das Publikum immer noch keine Ruhe, so dass zur Freude aller Anwesenden nochmals zwei Songs angehängt wurden. Nach diesen sollte die knapp zweistündige Show in der Domstadt jedoch endgültig ihr Ende erreicht haben. Placebo verbeugten sich und verließen unter tosendem Applaus und Jubelrufen die Bühne.

Text & Fotos: Lea S.

(c) darkmoments

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