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Roterfeld (I)
Interview mit Aaron [Roterfeld], September 2011, mailer



Sein Ursprungsort sind die österreichischen Wälder, geschliffen wurde der Rohdiamant von renommierten Produzenten und nun steht er für jedermann zugänglich in den Plattenläden. Die Rede ist von Aaron Roterfelds Debüt "Blood Diamond Romance". Der Titel lässt ein typisches Gothic-Album vermuten – oder trügt der Schein etwa, Herr Roterfeld?


Aaron, ist die Gothic-Szene deine Zielgruppe oder möchtest du auch Hörer über die Szenegrenze hinaus erreichen?

Aaron: Wenn ein Musiker die Gothic-Welt als Zielgruppe betrachtet, dann sollte er mal den Kopf aus dem Arsch seines Plattenbosses ziehen. Gothic ist heiliges Land und keine Zielgruppe für irgendwen. Musikalisch ist Roterfeld kein klassischer Gothic-Act, weil ich neben klassischen Dark-Rock-Songs wie "Don´t Be Afraid Of The Dark" auch Einflüsse aus Pop-Art, Punk und Rock mitbringe. Was mich mit Gothic verbindet, ist meine Liebe zur schwarzen Romantik und das Wandern durch finstere Täler. Die Gothic-Gemeinde und ich sind sozusagen entfernte Verwandte, die sich in manchen Dingen aber vielleicht sogar näher stehen als die eigene Familie.

Dein Debüt steht ab Oktober in den CD-Regalen. Bist du vollkommen zufrieden mit dem Endergebnis oder hast du bereits Dinge entdeckt, die du heute würdest anders machen?

Aaron: [lacht] Du kennst wohl die Leiden der Musiker. Ich kann dazu nur sagen, hüte dich vor Sturm und Wind und Musikern, die zufrieden sind! Ich frage mich bei jeder Produktion, ob´s nicht noch besser geht und versuche, jeden Song zum Besten des Albums zu machen.

Ist Roterfeld dein erstes musikalisches Projekt?

Aaron: Ich mache keine Projekte und habe keine Zielgruppen. Musik war jedenfalls in meinem Leben bereits vor mir da. Als Mutti schwanger war mit mir, machte sie nämlich gerade Abschlussprüfung für ihr Klavierstudium, und da habe ich wohl schon eine Überdosis Klavier abgekriegt, bevor ich überhaupt auf der Welt war. Musik war also immer da und ging nie mehr weg.

Wovon lässt du dich beim Songwriting inspirieren?

Aaron: Eigentlich bin ich ein Maler. Da ich aber mit dem Pinsel nicht umgehen kann, male ich meine Bilder mit Worten und Musik. Viele Songs wie "Sick Of Being Bored" oder "Blood Diamond Romance II" lassen ein Bild vor deinen Augen entstehen. Das coole daran ist, dass das Bild für jeden anders aussieht. Viele Ideen entwerfe ich während meiner Nightwalks durch die Wälder des Gebhardsbergs. Meine Bilder sind sehr emotional und ich will sie selber spüren, da helfen mir solche Nightwalks.

Welche Bands beeinflussen dich?

Aaron: Musikalisch eingeeicht wurde ich von den großen Meistern wie Iron Maidon, Judas Priest, Guns'n'Roses und Alice In Chains. Ich lege musikalisch einen weiten Weg zurück, von Johnny Cash bis Marilyn Manson. Wenn ihr mich bei der Musik fangen wollt, dann kriegt ihr mich nicht. [lacht]

Die Produktion des Debüt-Albums hat zwar ein Weilchen gedauert, dafür haben u.a. die "Berman Brothers" und Frank Bornemann an der Platte mitgewirkt. Wie kommt ein Newcomer an solch renommierte Produzenten?

Aaron: Aufgeweckt aus meinem österreichischen Winterschlaf haben mich die Berman Brothers. Die brauchten ein Studio in Österreich für eine Musikproduktion des amerikanischen TV-Senders PBS, und durch das Zutun vieler guter Geister kamen sie ausgerechnet in mein Tonstudio. Bei ihrer Arbeit entdeckten sie dann ein paar alte Roterfeld-Demofiles auf der Festplatte. Ich fand die Demos grauenhaft, aber Frank Berman war völlig aus dem Häuschen und meinte, dass er solche Songs hier in der Provinz nicht erwartet hätte. Ein paar Wochen später bekam ich eine Einladung nach Los Angeles. Da entstand u.a. der Titelsong "Blood Diamond Romance" und der persönliche Lieblingssong von Frank Berman: "Rather Ride Into Hell". Danach wollte ich natürlich auf demselben Level nachlegen, was gar nicht so einfach war.

Und wie kann man es sich in Zeiten der knappen Budgets leisten, sich bei Hiili Hiilesmaa in Finnland einzumieten?

Aaron: Es gibt da in Österreich einen geheimen Ort tief im Wald. Wenn du dorthin findest und kein Licht an diesen Ort trägst, werden deine Wünsche wahr. Mehr dazu im "Book Of Roterfeld" auf unserer Website.

Welchen Einfluss hatten die Produzenten letztlich auf deine Songs – zumal wahrscheinlich jeder eine unterschiedliche Herangehensweise mit sich bringt? Wie konnte dennoch eine musikalische Einheit geschaffen werden?

Aaron: Das ist eine gute Frage. Das geht natürlich nur, wenn du bereit bist, dich mit allem und jedem anzulegen für deine Musik. Mich kriegst du nicht auf leise, wenn mir was nicht passt. Weltklasse-Producer wie die Berman Brothers oder Hiili Hiilesmaa stellen aber immer die Musik über ihr Ego. Zum Beispiel haben die Bermans zugestimmt, dass Hiili in Finnland nochmal die Drums zu ihren Songs neu aufspielt, damit wir diese Einheit hin bekommen. Nach zwei Jahren fließen alle Wasser ineinander und aus der Mitte entspringt ein neues Album.

Hattest du keine Angst, dass die vielen Köche sprichwörtlich den Brei verderben?

Aaron: "Blood Diamond Romance" ist ein Album, für das sehr viele Menschen gearbeitet, verzichtet und gelitten haben. Alles hat seinen Preis und nichts Gutes kommt leicht. Wenn du zuviel Salz in der Suppe hast, dann fängst du eben wieder von vorne an, solange bis jeder Nachschlag will.

Was hast du aus der Zusammenarbeit mit den verschiedenen Produzenten für dich persönlich mitnehmen können?

Aaron: Mache ein perfektes Drum-Recording, setze darauf eine geile Bass-Spur und genieße dein Leben! Im Leben wie in der Musik geht es darum, den richtigen Rhythmus für sich zu finden. Wenn du eine Nachteule bist so wie ich, solltest du nicht Bäcker werden. Alles geht, wenn man erstmal seinen ureigensten Rhythmus gefunden hat und ihm vertraut.

Welche Bedeutung hat der Song "Sealed With A Kiss" für dich, zumal du ihn gecovert hast?

Aaron: Ich kenne den Song schon lange, aber endgültig erwischt hat er mich in dem Horrorstreifen "All The Boys Love Mandy Lane". Für einen Oldie aus den 60ern finde ich, dass der Song sehr viel Tiefe und ein eigene düstere Melancholie hat. Ich hab dann Frank Berman in Los Angeles ein paar Zeilen aus dem Song vorgesungen, so wie ich ihn für Roterfeld verstehen würde, und er war sofort begeistert.

Wie kam es in diesem Rahmen zur Zusammenarbeit mit dem Prager Sinfonie-Orchester?

Aaron: Die Berman Brothers hatten beim Sinfonie-Orchester noch einen Gefallen gut, und den hat Frank für die Produktion von "Sealed With A Kiss" eingelöst. Wie geil ist das denn?

Momentan ist Roterfeld ein Ein-Mann-Projekt. Könntest du dir auch vorstellen, daraus eine feste Band entstehen zu lassen?

Aaron: Klar, ich meißle nicht in Stein. Einer der guten Geister, die mich begleiten, heißt: "Sei kein Blödmann und lass vieles im Leben offen!"

Warum wurde dein Nachname auch gleichzeitig Projektname?

Aaron: Spannende Frage! Roterfeld war zuerst ein Satz im "Book Of Roterfeld", an dem ich schreibe, seit Noah von der Arche stieg. Da heißt es: "Weit waren sie geritten in ihrem Zorn, viel zu weit, und nie hatten sie ein roter Feld geschlagen als dieses." Den Satz fand ich cool, und so nannte ich das Buch "Roterfeld". Dann wurde es Bandname, und es gab sogar eine CD mit diesem Titel, die aber nie erschien. Es gibt also einen Buchtitel, einen Musik-Act und einen Musiker mit dem Namen Roterfeld, dafür entschuldige ich mich bei allen, die sich dadurch belästigt fühlen. Merkt euch einfach Roterfeld, der Rest ergibt sich dann mit der Zeit. [lacht]

Wie weit ist dein Buch vorangeschritten und was wird uns darin konkret erwarten?

Aaron: Das Buch muss ich jetzt langsam eintüten, aber ich komme ja zu nichts vor lauter Interviews. Es ist schon ein Running Gag, dass die Leute zu mir sagen: "Na Aaron, ist heute das Buch fertig?" Das Buch nimmt den Leser mit in die düsterste aller Welten, voller Legenden, alter Mythen, großer Schlachten und Protagonisten, die auf den Sturmwinden des Schicksals durch´s Buch gepeitscht werden. Die ersten Kapitel aus dem Buch kann man bereits auf unserer Website nachlesen.

Laut Info fängst du da an, wo andere sich am Ziel sehen. Was ist denn dein persönliches Ziel? Wo siehst du Roterfeld in 10 Jahren?

Aaron: Ich habe bereits bis zum siebten Album rauf alles randvoll mit Songs, wöchentlich kommen neue dazu und sogar die Albumtitel stehen schon fest. Mein persönliches Ziel ist es, Aladins Wunderlampe zu finden, denn nur der Geist aus der Lampe kann mir noch helfen, das alles zu produzieren.

Stichwort "CD-Cover": Sind du und dein Alter Ego darauf zu sehen?

Aaron: [lacht] Das Leben ist viel schöner ohne die Interpretationen des Autors. Nur so viel: Das zweiköpfige Album-Cover hat eigentlich einen mythologischen Hintergrund.

Wie ich gelesen habe, warst du bereits in fernen Ländern unterwegs: Japan, Afrika... Würdest du dich als Abenteurer bezeichnen?

Aaron: Unbedingt. Außerdem, wovon sollte ich denn in meinen Songs schreiben, wenn ich immer am Bahnhofsbänkchen in Hinterkleinunterbrunn rumlungere? Meinem Abenteuerdrang hab ich´s auch zu verdanken, dass ich nicht mal einen Schulabschluss habe, da für mich schon die Schulbank eine ewige Quälerei war. Ich dachte mir: "Wenn du mit siebzehn in Afrika von einem Löwen verspeist wirst, dann hast du wenigstens gut geschmeckt."

Wie ist es eigentlich zur Gründung deines eigenen Tonstudios gekommen?


Aaron: Als ich mit achtzehn aus Afrika zurückkam, wollte mich ohne Schulabschluss ja niemand haben, also ging ich zum ORF [lacht]. Drei Jahre später kam ich dann zu einem Privatradio, und dort ergab sich die Gelegenheit, mich mit einem Tonstudio selbstständig zu machen.



Interview: Lea S.
Fotos: taken & (c) by Neil Zlozower
Website Band: www.roterfeld.com

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(c) Zillo Musikmagazin / Ausgabe 11/11 / www.zillo.de
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