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Roterfeld (II)
Interview mit Aaron [Roterfeld], Mai 2012, mailer



Erst Ende letzten Jahres veröffentlichte Aaron Roterfeld sein Debüt-Album "Blood Diamond Romance", doch ruhte sich der Österreicher danach keinesfalls auf seinen Lorbeeren aus. So präsentiert er aktuell sein neues Musikvideo zum Song "Don't Be Afraid Of The Dark" und sorgt bei der Verleihung der Amadeus Austrian Music Awards für Furore.

Hei Aaron, seit Ende 2011 steht dein Debüt "Blood Diamond Romance" in den Plattenläden. Wie kommt deine CD in der großen weiten Welt an?

Aaron: Ich hoffe gut. Ich weiß ja auch nur, was auf Youtube und Facebook steht. (lacht) Nach zwei Jahren Produktion zwischen LA, Prag und Helsinki, glaube ich schon, dass wir ein sehr spannendes und vielseitiges Album geschafft haben. Verkaufszahlen bekomme ich erst in ein paar Monaten, aber die Vertriebsfirma wird immer freundlicher, das stelle ich schon einmal fest.

Bei unserem letzten Interview warst du noch "allein unterwegs". Mittlerweile hast du weitere Musiker um dich herum versammelt. Handelt es sich hierbei um deine Live-Musiker oder ist Roterfeld nun zu einer festen Band herangewachsen?

Aaron: Ich hab von Berlin bis Wien die gierigsten Straßenköter um mich geschart. Ich hab ja gesagt, dass ich nicht angetreten bin, um euch zu langweilen. Wenn ich mir die Typen so ansehe und reden höre, denke ich, Roterfeld ist vermutlich die sickeste Band unter dem Vollmond. Wer eine Kostprobe will, der kann ja mal das Backstage-Geflüster zum neuen Musikvideo von „Don’t Be Afraid Of the Dark“ anschauen, das wir demnächst auf Youtube stellen.

Wer ist bei der Band mit von der Partie und was ist seine/ihre jeweilige Funktion?

Aaron: Leandra aus Berlin haut am Keyboard in die Tasten und hat mir schon das ganze Bier weggesoffen, das ich aus dem Kloster mitgebracht habe. Thomas spielt den Bass und sorgt für die Skandale, weil er immer wieder an seinem Schottenrock ziehen muss, um zu beweisen, dass er unten nichts an hat. Amandas ist ein wahnsinns Gitarrist. Mal steht er als Frau und mal als Mann auf der Bühne und holt dabei den fettesten Sound aus der Gitarre, den man sich vorstellen kann. Andre Noir: Bei manchen Drummern reißt das Fell, bei ihm bricht die Bühne ein. Und Marc ist unser zweiter Gitarrist. Bei uns spielen beide Gitarristen mal ein Solo, wie sie Bock haben. Wie geil Marc sein Solo in „Don’t Be Afraid Of The Dark“ spielt, schaut man sich am besten auf Youtube selbst an.

Am 1. Mai 2012 wurde zum 12. Mal der begehrte österreichische Musikpreis Amadeus verliehen. Ihr ward auch in Wien mit dabei. Was verschaffte euch die Ehre?

Aaron: Ich denke, dass unser Erfolg in Deutschland vielen hierzulande imponiert hat. Das wird die Jury wohl zur Nominierung gebracht haben.

Hat sich die Verleihung für euch gelohnt? Hat's Preise geregnet?

Aaron: Klar hat es sich gelohnt. Am Buffet gab's Gratis-Bier. (lacht) Grundsätzlich muss man aber als Rockband schon aufpassen. Ich finde unsere Musik sollte nicht mit Preisen ausgezeichnet werden, denn dafür wird sie nicht gemacht. Wenn ich plötzlich sehe, wie Heavy-Metal-Bands auf ihren Websites zum Voting aufrufen, dann wird mir ganz flau im Magen. Rock ist nicht, wenn man eine E-Gitarre in der Hand hat und Grimassen schneidet, sondern wenn man das Eckige durch's Runde durchhaut. Es ist eine Art, sein Leben zu leben. Dabei darf man durchaus hard-working und erfolgreich sein, aber man stellt sich nicht zum Casting, Bandwettbewerb und Voting. Rock sucht sich seinen eigenen Weg – er kann weder gewählt noch abgewählt werden.

Beim Gang über den rosaroten Teppich zogst du einen meterlangen schwarzen Umhang hinter dir her. Vor welchem Hintergrund?


Aaron: Die Band wollte nicht über den rosaroten Teppich laufen, den der Sponsor T-Mobile ausgebreitet hatte. Vor allem unser Bassist Thomas nicht, der unter seinem Schottenrock nichts an hatte. Wir haben dann um ein Fass Rum gewettet, ob ich dafür sorgen könne, dass die Band für ihren Aufmarsch einen schwarzen Teppich bekommt. Um an der Security mit meinem „Teppich“ vorbeizukommen, ließ ich mir einen 16 Meter langen, schwarzen Umhang nähen. Damit habe ich der Band den schwarzen Weg bereitet. Thomas sorgte dann noch für den nächsten Schock, als er vor laufenden Kameras und allen Journalisten seinen Rock bis zum Anschlag nach oben zog. Vor allem die Damen bei der Gala waren entsetzt. Ich glaube nicht, dass wir nochmals eingeladen werden.

Welche Eindrücke hast du generell aus Wien mit nach Hause genommen?

Aaron: Wie immer – nice being here, my name's Asasel.

Eine zweite Neuigkeit aus dem Hause Roterfeld: Am 3. Mai ist die offizielle Premiere eures neuen Musikvideos "Don't Be Afraid Of The Dark". Fast zwei Jahre haben Dreh, Schnitt und Post-Produktion in Anspruch genommen. Warum zog sich alles so ewig hin?

Aaron: Weil ich immer das Gefühl hatte, es geht noch besser. Zum Album-Release letzten Oktober stand bereits die dritte Fassung des Videos und der Vertrieb wollte es unbedingt rausbringen. Aber ich wollte noch einen zusätzlichen Drehtag und so landete das Video abermals in der großen Schatzkiste am Dachboden.

Worum geht es in dem Video und wer zeichnet für die Story verantwortlich?

Aaron: Ich bin ja schon in jungen Jahren immer wieder nachts ausgebüchst, um mir im Wald etwas Angst zu holen. Ich war vielleicht 14 Jahre alt, als ich einmal eine Frau in einem weißen Kleid am Waldessaum sah. Da ich das später nie mehr gesehen habe, glaube ich auch nicht, dass das eine Halluzination war. Jedenfalls habe ich mich seit damals immer gefragt, was diese Frau wohl da gemacht hat, wohin sie unterwegs war und was wohl passiert wäre, wenn ich den Mut gehabt hätte, ihr zu folgen. Ein wenig greift das Musikvideo diese Gedankengänge auf. Im Songtext selber geht es eher darum, sich auf positive Art seinen Ängsten zu stellen und daran zu wachsen.

Wo wurde gedreht?

Aaron: Das Besondere an dem Video ist, dass es ausschließlich bei Nacht und mitten im Wald gedreht wurde. Ich wollte dort drehen, wo die Waldgeister zu Hause sind, und keiner kennt die coolen Spots im Wald so gut wie ich. Auf der Limited Edition von Blood Diamond Romance gibt es übrigens einen super geheimen Geheimcode dazu. Mehr darf ich dazu aber wirklich nicht verraten.

Welche Herausforderung gab es bei der Produktion zu meistern?

Aaron: Das war gigantisch. Allein um die Bäume im Hintergrund auszuleuchten, brauchten wir sechs Flutlichter. Die tapferen Helfer stolperten mit vier schweren Stromaggregaten, Nebelmaschinen, Scheinwerfern und hunderten Metern Kabel durch den Wald, und an den meisten Tagen war es bitterkalt und nass. Ich denke, meine Beliebtheit war zu dieser Zeit am Tiefpunkt.

Wenn ich das richtig gesehen habe, taucht Leandra Ophelia Dax auch schon im Video auf. Wie kam es genau zur Zusammenarbeit?

Aaron: Ha, ha, gut erkannt. Ich wollte eine Keyboarderin, die richtig Rock ist. In Österreich haben wir keine gefunden. Gut Keyboard spielen können viele, aber unsere Band ist ein wilder Haufen und da brauchst du eine wilde Frau.

Bist du vollkommen zufrieden mit der Endfassung?

Aaron: Ich denke, dass wir wirklich ein paar sehr coole Szenen einfangen konnten. Meine Lieblingsstelle ist das Gitarrensolo von Marc.

Zu welchem Song vom Album könntest du dir auch noch vorstellen, ein Musikvideo zu drehen?

Aaron: Ich glaube, Roterfeld steht für sehr szenische und bildhafte Songs, das fängt schon bei den Texten an, die leider manchmal falsch oder gar nicht verstanden werden. Ich denke, der Song "Blood Diamond Romance II" würde noch ein echt krasses Video wert sein.

Was steht bei dir noch alles im Mai auf dem Plan, ehe es mit den ersten Festivals losgeht?

Aaron: Ich werde meditieren und beten, auf dass es uns das eine oder andere Mal gelingen möge, den Menschen zu zeigen, dass wir auch live ihre Herzen und Ohren verdient haben. Gebt uns die Chance, als das antreten zu dürfen, was wir sind: geboren in der heißen Sonne Kaliforniens und im düsteren Winter Finnlands – widersprüchlich und doch irgendwie geil.




Interview: Lea S.
Fotos: (c) by Roterfeld
Website Band: www.roterfeld.com

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(c) Zillo Musikmagazin / Ausgabe 06/12 / www.zillo.de
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