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Roterfeld (III)
Interview mit Aaron Roterfeld, Oktober 2012, mailer



Im Hause Roterfeld ist immer etwas los. Während die Dark-Rocker den Sommer über zahlreiche Festivals unsicher machten, tobten sie sich kürzlich auf dem Dach der Wiener Sargfabrik aus – doch ohne Keyboarderin Leandra. Mit Frontmann und Sänger Aaron sprach ich über die Hintergründe.

Aaron, wie ist der Festivalsommer für euch gelaufen?

Aaron: Das Highlight war für uns ganz klar das M'era Luna. Wenn vor der Hauptbühne das schwarze Meer bis ganz nach hinten geht – das hat schon was. Beim M'era mussten wir sogar die Autogrammstunde um 20 Minuten verlängern. Als wir gingen, standen noch immer Fans da, die aber umsonst angestanden hatten, weil die Band nach uns langsam sauer wurde.

Keyboarderin Leandra ist ab sofort nicht mehr mit am Start. Was ist passiert?

Aaron: Leandra ist eine tolle Keyboarderin und dank ihr haben wir sogar auf Fotos halbwegs nach etwas ausgeschaut, außerdem finde ich sie sehr cool. Aber mit ihr war auch immer alles komplizierter. Ich rede da nicht nur von Bandproben und Konzertanfahrten – irgendwie waren auch die Jungs komplizierter, wenn sie da war. Vielleicht sind die Jungs bei Roterfeld einfach zu hetero, um ein hübsches Mädel wie Leandra auszuhalten. Ich konzentriere mich jedenfalls gern auf die Musik und fand das alles zu anstrengend.

Wer wird zukünftig bei Roterfeld in die Tasten hauen?

Aaron: Die Synthi-Parts werden zukünftig eingespielt. Das machen viele Bands so. Wir haben gerade einen tollen Gig in Wien absolviert, und unseren Songs hat es an nichts gefehlt.

Darüber hinaus habt ihr gerade erst für einen Spielfilm in Wien den Song "Great New Life" auf dem Dach der Wiener Sargfabrik performt. Um welchen Film handelt es sich?

Aaron: Der Spielfilm heißt "Edge Becs". Es geht um berühmte Persönlichkeiten, die Wien verlassen haben. Unter anderem treffe ich darin auch kurz auf Falco und muss den sinntiefen Satz „Life is like white light, slightly out of focus“ von mir geben. Für die berühmte Schauspielerin Hedy Lamarr, die zu Schwarz-Weiß-Zeiten zu den echten Hollywood-Größen zählte, singe ich dann mit "Great New Life" den Abschiedssong, als sie Wien verlässt.

Wie kam es zu eurem filmischen Auftritt?

Aaron: Das haben wir unserer Single "Great New Life" zu verdanken. Der Song wurde bereits rund um "Twilight" für einen Kinotrailer eingesetzt, und in dem Song geht es ja genau um den Absprung in ein neues Leben.

War Leandra bei den Dreharbeiten noch dabei?

Aaron: Nope.

Welche Anekdoten gibt es von den Dreharbeiten zu berichten?

Aaron: Der Regisseur Harald Huto konnte sich den Namen unseres Gitarristen, Amandas, nicht merken, also sagte er immer Ananas zu ihm. Wer Amandas kennt, der weiß, wie ihm so etwas gegen den Strich geht. Bei einer Szene kam eine ganze Horde Kinder zum Zuschauen. Schließlich musste der Dreh gestoppt werden, weil Amandas seinen Reißverschluss nicht aufbekam. Der Regisseur war etwas sauer und sagte laut: "Stopp, der Ananas kriegt seinen Reißverschluss nicht auf!" Als es Amandas dann nach gefühlten zehn Minuten endlich geschafft hatte, riefen alle Kids: "Super Ananas!" Die ganze Band hat es fast zerrissen, weil wir ja nicht lachen durften, und Amandas stand zutiefst angepisst am Set und hätte wohl am liebsten Regisseure und kleine Kinder gefressen.

Wann werden wir den Film zu Gesicht bekommen?

Aaron: In Deutschland vielleicht schon auf der nächsten Berlinale; da ist jedenfalls etwas geplant. Da es ein Independent-Film ist, glaube ich aber nicht, dass er in die großen Kinos kommt.

Und wie schreitet – so ganz nebenbei gefragt – die Arbeit an deinem Buch voran?


Aaron: Buuh, musst du das fragen? Gerade noch hatte ich das Gefühl, ich habe alles im Griff. [lacht] Da das Buch zur Schwertzeit der alten Germanen und Kelten spielt, brauche ich immer sehr lange, bis ich wieder in der Welt drin bin. Da kann ich nicht einfach eine Seite schreiben, nur weil ich grade eine Stunde Zeit habe. Als nächstes muss ich die Heerscharen vereinen und zum Hlyr schicken, wo sie eine große Schlacht erwartet. Klingt spannend, ist es auch, aber leider nur für den Leser. Für mich wird das so anstrengend, als würde ich jeden Meter mitreiten.

Und inwiefern befasst du dich schon mit einem zweiten Album?

Aaron: Na ja, eigentlich habe ich schon Songs für die nächsten sieben Alben. Perverserweise sogar inklusive Albumtitel. Es wird eine geile CD mit abartig coolen Songs – aber jede Bühne braucht ihren Vorhang, und der wird erst gelüftet, wenn es soweit ist.

Im Liveprogramm habt ihr mit "Bring Your Own Star To Life" bereits einen brandneuen Song. Kannst du diesen Track ein wenig beschreiben – inhaltlich und musikalisch?

Aaron: Der Song hat viel mit Roterfeld zu tun, da er wie "Great New Life" eines meiner Lieblingsthemen anspricht: der Aufbruch, die Verwandlung, die Möglichkeit, etwas Neues zu beginnen. Leider ist er schon in schlechter Handyqualität auf Youtube, und das sogar noch unter falschem Namen. Ein Fan hat wohl den Titel nicht richtig verstanden und den Song "Bring Our Start To Life" genannt. Aber gut, damit mussten wir rechnen, wenn wir ihn jetzt schon live bringen. Egal, mit sehr viel Fantasie kann man sich vielleicht schon vorstellen, wie cool der Song auf dem Album klingen wird.

Im Dezember steht die Dark-End-Tour mit Mono Inc., Megaherz, Lord Of The Lost und Unzucht an. Wie bereitet ihr euch auf die Konzerte vor?

Aaron: Wir werden keine großen Dinger mehr drehen, sondern nur noch kleine Sachen, für die man nicht länger als vier Wochen einsitzt. Denn ab dem 25. Dezember ist Roterfeld live unterwegs, und das wollen wir nicht verpassen. In Chemnitz beim Darkstorm geht's los.

Was wird die Zuschauer bei euren Auftritten erwarten?

Aaron: Die beste Gitarre-spielende Ananas der Welt. Oh sorry, Amandas, das habe ich jetzt nicht wirklich gesagt, oder? Habe ich doch, scheiße! Jedenfalls könnt ihr euch auf unseren Clubhit "Stop" freuen, der live echt der Hammer ist, und natürlich sind auch alle anderen Songs wie "Great New Life", "Don't Be Afraid Of The Dark" und auch der neue Song "Bring Your Own Star To Life" mit dabei.

Bleibt bei dem vollen Tourprogramm überhaupt noch Zeit, Weihnachten und Silvester zu feiern? Was sind deine Pläne?

Aaron: Weihnachten fällt leider flach, da wir schon am 24. abends los müssen, weil Chemnitz für uns ziemlich weit ist. Wir würden uns also über Mitleid und Weihnachtsgeschenke freuen.



Interview: Lea S.
Foto 1: taken & (c) by Christian Burtscher
Foto 2: taken & (c) by Neil Zlozower
Website Band: www.roterfeld.com

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(c) Zillo Musikmagazin / Ausgabe 12/12-01/13 / www.zillo.de

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