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The Beauty Of Gemina (II)
Interview mit Michael [The Beauty Of Gemina], Juni 2015, mailer



Mit „Live at Moods“ präsentieren The Beauty Of Gemina ihre erste DVD (Blu-Ray/CD) – aufgezeichnet 2014 in einem alterwürdigen Jazzclub in Zürich. Laut Bandkopf Michael Sele wurde viel Herzblut, Zeit und Energie in das Projekt gesteckt. Doch warum gerade wählte die Schweizer Dark-Wave/Rock-Formation eine Unplugged-Show für die Aufzeichnung aus?

Michael, wie haben der Sommer und damit auch die Festival-Saison für euch gestartet?


Michael: Man freut sich ja immer sehr auf die Festivalauftritte und versucht dabei dennoch nicht zu euphorisch an die Sache ranzugehen. Umso schöner ist es dann, wenn die hohen Erwartungen noch übertroffen werden. Das Dark Munich Festival in München war ein richtiger toller Start und unser diesjähriger Auftritt im bis zum letzten Platz gefüllten Felsenkeller am WGT gehört zu den absoluten Highlights unserer bisherigen Karriere.

Im April habt ihr eure erste DVD (Blu-Ray/CD) „Live at Moods“ veröffentlicht. Welche Reaktionen wurden euch bis dato entgegengebracht?

Michael: Die Reaktionen sind durchwegs großartig. Das freut uns natürlich sehr, denn wir haben alle enorm viel Herzblut, Zeit und Energie in dieses Projekt gesteckt. Alles in allem ist es unsere aufwendigste Produktion bisher und mit mehr als zwei Stunden Livekonzert ist es ein sehr authentisches Livedokument geworden. Wir haben auch kaum geschnitten, es gab fast keine Korrekturen. Wir wollten es möglichst so belassen, wie es halt an diesem einen Abend in Zürich auch passiert ist. Die Stimmung und Atmosphäre im ausverkauften Moods waren einzigartig.

Warum habt ihr gerade eine Live-Unplugged-Show für die erste DVD-Aufzeichnung gewählt? Was gefällt euch am „Akustischen“?

Michael: Ein Akustik-Livekonzert unterscheidet sich viel mehr wie eine Rockshow von der reinen Studioproduktion. Die Leute bekommen einen totalen Mehrwert, denn sie hören und sehen Sachen, die sie sonst nirgends auf unseren CDs finden können. Auch gibt es mit dem The-Cure-Cover des „Love Song“ eine bisher unveröffentlichte Aufnahme.

Ihr spielt nicht nur Songs von eurer Akustik-Platte „The Myrrh Sessions“ (2013), sondern u.a. auch Tracks vom „Ghost Prayers“-Album (2014) wie „Dragon“ und „Mariannah“. Wie viel Arbeit bedeutet es generell, einen bereits fertigen „Rock“-Song in eine Akustik-Nummer umzugestalten?

Michael: Es braucht schon Zeit und Auseinandersetzung, doch wir sind mittlerweile so gut aufeinander eingespielt und die Chemie zwischen allen Musikern ist so besonders, dass vieles relativ fließend geschehen kann. Es passiert vieles in einem Flow und es braucht kaum Diskussionen.

Inwieweit beruht die DVD-Aufzeichnung auf einem richtigen Konzept bzw. wie viel Aufwand habt ihr in die Vorbereitungen stecken müssen?


Michael: Konzept war, dass wir nur eine einzige Show der Tour aufnehmen würden. Wir wollten es als wirklichen und realen Konzertabend durchziehen und genau das, was an diesem Abend passieren sollte, wollten wir quasi für die Ewigkeit festhalten. Es war ein beachtliches Risiko dabei, denn wir wussten, dass einiges auf dem Spiel steht. Wir hatten immerhin sieben Kameras und ein aufwendiges Aufnahmeteam dabei. Es gab nur diese eine Chance.

Vor welchem Hintergrund habt ihr euch für den Jazzclub Moods in Zürich als Aufzeichnungsort entschieden? Musste die Location bestimmte Kriterien erfüllen?

Michael: Dieser Club ist ziemlich legendär, er hat eine sehr lange Geschichte und ein sehr großes Ansehen. Immer wieder machen Weltstars auf ihren Tourneen Halt im Moods und man spürt das diesem Club einfach auch an; er hat eine ganz besondere Magie. Wir wollten zeigen, dass es nicht nur im Jazz oder in der Klassik diese magischen Konzerte geben kann, sondern dass es auch einer Band mit unserem Hintergrund gelingen kann, die Leute, die dort mit sehr hohen Erwartungen an die Konzerte gehen, zu faszinieren. Natürlich hatten wir auch viele fantastische Fans als Unterstützung dabei. Sie kamen übrigens aus ganz Europa für dieses Konzert nach Zürich.

Mit welchen Herausforderungen hattet ihr bei der eigentlichen DVD-Aufzeichnung zu kämpfen?

Michael: Die größte Herausforderung war, dass es nur eine einzige Aufnahme geben würde. Das hatte uns belastet – und wenn ich mir jetzt das Konzert anschaue, denke ich manchmal, dass wir schon ziemlich waghalsig waren. Da bekommt man fast ein bisschen Nervenflattern. Aber das Risiko hat sich total gelohnt, denn es ist hundert Prozent aufgegangen. Ein Aspekt war noch die Tatsache, dass wir am Tag des Konzertes eine Anruf der Clubverantwortlichen bekamen, dass der Konzertflügel nicht wie abgemacht auf 440 Hz, sondern auf 444 Hz gestimmt war, da eine Umstimmung nach der Produktion, die am Vorabend über die Bühne ging, zu riskant gewesen wäre, wegen der Gesamtstimmung. Wir haben dann natürlich alle Instrumente angepasst. Man hört diesen Unterschied nicht, aber intuitiv fühlten sich die Songs irgendwie anders an.

Wie viele Personen waren an der Produktion beteiligt und wer hat Regie geführt?

Michael: Regie und die Gesamtleitung der Produktion hatte Marcello Näf. Wir hatten zu Beginn von TBOG intensiv zusammengearbeitet. Unser erster Video-Clip „Suicide Landscape“ war damals auch eine Produktion mit ihm. Umso schöner war es, nach all den Jahren wieder gemeinsam so ein großes Projekt zu realisieren. Insgesamt waren etwa 12 Personen (Licht-, Tontechniker und Kameraleute) in die Umsetzung involviert.

Die Band The Beauty Of Gemina setzt sich eigentlich aus vier Musikern zusammen. Akustisch und live tauchen aber noch andere Gesichter auf der Bühne auf… Wer verbirgt sich dahinter?

Michael: Mit Eva Wey an der Violine und Raphael Zweifel am Cello haben wir aktuell zwei großartige Gastmusiker und tolle Menschen in unseren Reihen. Eva spielt viel Irish Folk, aber auch Country und Schweizer Volksmusik. Sie hat eine tolle Energie und ist rhythmisch sehr stark. Raphael kommt eher aus der Klassik, wobei er sich in seiner Karriere in sehr vielen verschiedenen Musikgenres ausgetobt hat. Er war u.a. mit den Toten Hosen auf großer Unplugged-Tour. Er ist sehr erfahren und ein absoluter Profi.

Wie habt ihr die Veröffentlichung der DVD/Blu-Ray/CD zelebriert?


Michael: Wir haben drei exklusive Akustik-Konzerte in der Schweiz gespielt und sie so ohne großen Firlefanz einfach direkt dem Publikum vorgestellt.

Neben der DVD-Veröffentlichung im April und den drei exklusiven Unplugged-Shows gab es auch die Veröffentlichung eines neuen Videos zu „Obscura“. Warum gerade dieser Song?

Michael: Der bekannte Schweizer Videofilmer und Fotograf Tonio Krüger hatte diesen Song selber ausgewählt und für sich umgesetzt und ihn uns quasi als Überraschung geschenkt. Da war nichts abgesprochen, es war quasi eine spontane Aktion von ihm, um uns Anerkennung für die ganzen Arbeiten zu zeigen. Das hat mich sehr gefreut und wir tauschen uns nun regelmäßig aus. Er ist eine ganz besondere und inspirierende Persönlichkeit.

Und welche Eindrücke habt ihr von den Unplugged-Shows mit nach Hause genommen?

Michael: …dass es einfach etwas vom Schönsten ist, mit tollen Musikerinnen und Musikern zu spielen, diese Dynamik entfalten zu lassen, aufeinander einzugehen, zu improvisieren und zusammen mit dem Publikum den Zauber von Musik mit allen Facetten und emotionalen Wechselbädern zu durchleben.

Im November seid ihr mit Diary Of Dreams auf Tour. Wie kam dies zustande? Und werdet ihr dort erneut Akustik-Songs präsentieren?


Michael: Wir kennen und wertschätzen uns gegenseitig schon einige Jahre und spielten letztes Jahr zwei Shows zusammen in Russland. Die Anfrage kam schon damals auf der Tour und es war ziemlich schnell klar, dass wir das machen wollen. Wir freuen uns auf die erneute gemeinsame Tour; es wird sicher wieder tolle Konzertabende und einfach eine tolle Zeit unter Freunden werden. Was und wie wir uns dort präsentieren, ist im Moment noch ziemlich offen, doch eines ist sicher: Ich mag es, das Publikum zu überraschen.



Interview: Lea S.
Fotos: Promo taken from http://nocut.de/gallery/the-beauty-of-gemina/
Website Band: www.thebeautyofgemina.com


(c)
NEGAtief / Ausgabe Juli/Aug./Sept. 15 / www.negatief.de
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