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The69Eyes/Wednesday13/Maryslim

The 69 Eyes/Wednesday 13/Maryslim, 12.04.2007, Köln, Live Music Hall

Die Hellsinki Vampires sind zurück auf unseren Bühnen! Mit ihrem neuen Album „Angels“ im Gepäck tourten die Finnen von The 69 Eyes kürzlich durch die Clubs und Hallen hier zu Lande. Auch in Köln legten die Vampire wieder einen Zwischenstopp ein und begeisterten ihre Fans in der Live Music Hall. Bei sonnigen 25 ° C standen sich diese – vorzüglich in schwarzer Kluft gekleidet – wohl schon Stunden vor Einlass die Füße in den Bauch und warteten darauf, dass sich endlich die Tore öffneten. Ich machte mich kurz vor 18 Uhr erst mal auf den Weg hoch in den Backstage-Bereich der Live Music Hall, um Jyrki – Kopf der Eyes – zu einem Interview zu treffen. Während ich noch auf ihn wartete, fielen die Mannen von Wednesday 13 über das Buffet neben mir her. Ungeschminkt sehen die ja alle soooooooo brav aus! 

Dann tauchte endlich Mr. Jyrki 69 himself auf – „getarnt“ mit Sonnenbrille und Cappy – und wir suchten uns ein ruhiges Eckchen für das Interview. Jyrki drückte mir als erstes ein paar Mitbringsel in die Hand, darunter sein Comic-Buch „Zombie Love“ und den The 69 Eyes – Bildband „Route 69“. An dieser Stelle nochmals ein dickes „Kiitos“! Dann konnte das Interview beginnen. Ein Wunder, dass ich mit all meinen Fragen durch kam, so offen und ausführlich antwortete der Herr auf diese. [siehe Interview] Es war auf jeden Fall sehr nett und ich konnte Jyrki interessante Infos entlocken. Nach dem Gespräch ging es dann wieder raus in die Sonne, um eigentlich nur wenige Minuten später die Konzerthalle zu betreten, in der an diesem Abend ordentlich gerockt werden sollte.

                                       

Bei Vorband Nummer 1 – Maryslim aus Schweden – wurde dem Publikum schon mal schön eingeheizt. Die Jungs waren vielleicht nicht ganz so heavy, aber durchaus rockig und deren neues, mittlerweile drittes Album war auch eines der Geschenke, die Jyrki 69 mitgebracht hatte. Er steuert auf „A Perfect Mess“ zu einem Song die Lead-Vocals bei. „This corrosion“ heißt das Cover und bei eben diesem Lied kam Jyrki an jenem Abend höchstpersönlich auf die Bühne, um es zusammen mit Sänger Mats von Maryslim live zu präsentieren. Ferner spielten die Jungs u.a. noch ihre aktuellen Songs „In too deep“ und „Alive“, was beim Publikum alles sehr gut ankam. Guter Sound, tolle Performance! Doch nach einer halben Stunde Schwedenrock gemixt mit einer Portion Finnrock war es dann leider vorbei…das heißt, nein!

Es ging munter rockig weiter, dieses Mal mit Vorband Nummer 2: Wednesday 13 aus den USA! Diesmal geschminkt und nicht mehr ganz so brav aussehend wie zuvor noch beim Abendessen, schüttelten die Jungs ihr Haupt und fegten über die Bühne. Hatte man bei Maryslim noch weiter hinten gestanden, so wurde man bei Wednesday 13 unweigerlich nach vorne in die ersten Reihen gepogt. Und da blieb man dann auch für den restlichen Abend haften – immer bedacht, nicht von anderen umgerannt zu werden. Die vier Herren auf der Bühne machten ordentlich Stimmung und hielten sich nicht zurück. „Bad things“ war genial, aber „I walk with a zombie“ habe ich dann doch ein wenig vermisst. Allerdings war ich nicht die einzige, die auf den Kracher vergeblich wartete. Nichtsdestotrotz waren Wednesday 13 großartig und sie hätten gerne noch länger spielen können.

                              

Kurz nach 22 Uhr war es dann aber endlich Zeit für die finnischen Vampire The 69 Eyes. Seit gut 18 Jahren sind sie bereits im Geschäft, man mag kaum glauben. In blauem Scheinwerferlicht und Nebelschwaden betraten sie die Bühne und das wie gewohnt in schwarzer Lederkluft. Die fünf Mannen eröffneten ihre Show mit „Framed in blood“ und ließen einen Kracher auf den anderen folgen. Die Fans kamen dabei nicht nur in den Genuss der neuen Songs, sondern bekamen auch die Hits der vorherigen Alben zu hören. Darunter „Feel Berlin“, „Gothic Girl“ und „The Chair“. Jyrki schwang munter das Tanzbein und leckte nicht nur einmal während des Gigs seinen Mikroständer ab. Auch reizende Gesten wie sein Wackeln mit dem Hintern ließen garantiert ein paar Herzen im Saale höher schlagen und wie zum Beweis flog schon bald der erste BH auf die Bühne. Dieser fand Platz vorne an Jussis Schlagzeug.

Auf dieses wurde ordentlich eingedrescht und man musste aufpassen, nicht von diversen durch die Luft wirbelnden Drumsticks „erschlagen“ zu werden. Während Jussi mit nacktem Oberkörper munter weiter trommelte und stetig nach neuen Sticks greifen musste, posten Timo-Timo – neuerdings mit Iro -, Bazie und Archzie in der vorderen Reihe. Aber ich wage es nicht zu bezweifeln, dass die meisten Augenpaare an diesem Abend eindeutig an Sänger Jyrki klebten. Der Mann ist halt ein wahrer Rocker und da besteht er auch selbst drauf. So widmete er selbstbewusst direkt mal den neuen Song „Rocker“ sich selbst. Doch das nahm man ihm keinesfalls übel, was die Stimmung in der Halle bewies. Zwar wurde nicht mehr gepogt wie zuvor bei Wednesday 13, dennoch hüpfte, tanzte und klatsche alles im Takt.

                        

Und mitsingen, das konnte das Publikum auch. Selbst die Texte der neuen Lieder wie „Angels“, „Wings & Hearts“ und „Never Say Die“ schienen sich schon bei allen eingebrannt zu haben. Einen vorläufigen Höhepunkt fand der Gesang des Publikums wohl bei „Lost Boys“, bei dem es plötzlich aus sämtlichen Kehlen „You wanna rock? Nothing`s gonna make you Stop!“ gröhlte. Dann verschwanden die dunklen Vampire erst mal von der Bühne, um nur kurz darauf durch laute Zugabe-Rufe zurückgelockt wieder die Stage zu entern. Die Jungs konnten ja auch nicht einfach gehen ohne den Kultsong „Brandon Lee“ und die aktuelle Single „Perfect Skin“ gespielt zu haben.

Mit „Devils“ verabschiedeten sich The 69 Eyes schließlich vom Publikum und entließen alle in die warme Nacht. Das Konzert hat auf jeden Fall gerockt und die Mannen hätten gerne noch mehr Songs vom neuen Album spielen können. Aber mit 16 Liedern sollte es an diesem Abend genug des Goth`n`Roll sein und somit löste sich die Menge auch rasch auf und ich schwamm mit dem Strom aus schwarzen, verschwitzen Gestalten nach draußen. 

Setlist: Framed in blood, Don`t turn your back on fear, Angels, Feel Berlin, The chair, Rocker, Gothic girl, Wings and hearts, Frankenhooker, Sister of charity, Never say day, Dance d`amour, Lost boys; Zugaben: Brandon Lee, Perfect skin, Devils!
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Text: Lea
Fotos: Lea

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