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Tuska 2014 - Day 3
17. Tuska Open Air Metal Festival, 27.-29.06.2014, Helsinki Suvilahti

Ende Juni 2014 fand in Helsinki das alljährliche Tuska Open Air Metal Festival statt, das diesmal 24.000 Metalheads aus aller Welt anlockte. Kein Wunder, schließlich hatten sich große Namen angekündigt wie etwa Anthrax, Bring Me The Horizon, Children Of Bodom, Dimmu Borgir und Emperor. Während das Tuska (zu deutsch „Schmerz“) früher im Kaisaniemi-Park im Zentrum der finnischen Hauptstadt abgehalten wurde, öffnet es seit 2011 stets im Industriepark Suvilahti – keine fünf Minuten Zugfahrt vom Hauptbahnhof und nur wenige Meter Luftlinie vom Meer entfernt – seine Tore. So auch in diesem Jahr.

Sonntag, 29.06.2014:

Waren die ersten beiden Festivaltage noch von Sonnenschein geprägt, meinte es der Sonn(!)tag paradoxerweise nicht so gut mit den Metal-Fans. Die grauen Wolken hingen tief über Helsinki und ließen fast unentwegt einen Nieselregen auf die Stadt herab. Da Schirme auf dem Festivalgelände verboten waren, hatten sich die meisten Musikfans in transparente Regenmäntel gehüllt und ließen sich die Laune von den „paar Tropfen“ nicht verderben. Den Bands auf der Club Stage kam das schlechte Wetter zugute, da die Halle plötzlich den ganzen Tag lang gut gefüllt war. Die Pressemeute und VIPs konnten sich zusätzlich im VIP/Presse-Zelt unterstellen, wo es heißen Kaffee gab und das „Who is Who“ der finnischen Metal-Szene abhing.



Den musikalischen Anfang machten am dritten Tuska-Tag die Tampereaner Amendfoil auf der Main Stage, dicht gefolgt von ihren Landesmannen Insomnium – bereits ein Highlight an jenem Tag. Denn die Melodic-Death-Metaller stellten unter Beweis, dass nicht immer eine fette Show mit Pyros vonnöten ist, wenn allein schon die Musik unter die Haut geht. Tracks wie das eingängige „Through The Shadows“ und schnelle „Ephemeral“, aber auch das fast schon balladeske „The Promethean Song“ brachten die ersten Reihen zum Headbangen, worauf auch Sänger und Bassist Niilo und die beiden Gitarristen Ville und Markus nicht verzichteten. Dank des düsteren Wetters kamen dabei auch endlich mal die Lichteffekte auf der Hauptbühne zur Geltung.



Auf der Inferno Stage wurden diese etwas sparsamer eingesetzt, aber Powerwolf aus Deutschland sorgten auch so mit ihren eingängigen Power-Metal-Songs und Weihrauchdüften für Stimmung. Vom Wind und Regen ließen sie sich dabei nicht stören. „Hello Tuska, how are you?“, rief Frontmann Attila Dorn stattdessen. „It’s very wet today, but I love it. It’s my favorite weather.” Fraglich, ob er das wirklich so ernst meinte oder dem Publikum nur Mut zusprechen wollte, in der Nässe durchzuhalten. Um sich warm zu halten, konnte man aber sehr gut zu den Liedern „Dynamite“, „Coleus Sanctus“ und „We Drink Your Blood“ tanzen.



Als tanzbar erwiesen sich ebenso die Klänge von Orphaned Land, die extra aus Israel angereist waren, um Helsinki mit Oriental Metal zu beschallen. Für den einen oder anderen mag die Kombination aus orientalischen und metallischen Klängen zwar befremdlich erscheinen, dennoch wurde die komplett in Schwarz gekleidete Mannschaft herzlich in Empfang genommen.



Danach waren auf selbiger Bühne Neurosis an der Reihe, die sich ziemlich weit vom Bühnenrand entfernt im hinteren Drittel der Inferno Stage positionieren, um eine Mischung aus experimentellen Rock- und Metal-Sounds darzubieten. Kein Spaß für die Fotografen und auch die erste Reihe dürfte Sichtprobleme gehabt haben. Da war es definitiv spannender, Insomnium einen Besuch abzustatten, die zur gleichen Zeit eine Autogrammstunde gaben. Generell gab es an allen drei Festivaltagen die Möglichkeit, mit der einen oder anderen Band auf Tuchfühlung zu gehen. So signierten auch Anthrax, Children Of Bodom und Dimmu Borgir fleißig T-Shirts, CDs und den einen oder anderen Arm.



Wer derweil einen Blick in die Halle der Club Stage wagte, konnte neben Diesear und Speedtrap u.a. den Auftritt von Ego Fall aus China verfolgen. Sie selbst bezeichnen ihre Musik als Mongolia Nomadic Metal – letztlich klangen ihre Songs wie eine Mischung aus Industrial, Nu und Melodic Death Metal, wobei der Frontmann mit seinem Geschrei und fliegenden Dreads ordentlich Dampf machte.



Wer danach noch ein Weilchen in der Halle blieb – und das waren einige –, durfte sich auf Old School Death Metal von Church Of The Dead freuen. Growler Jukka Pihlajaniemi wirkte mit seiner langen Mähne und dem dicken Nasenring sehr martialisch, wurde aber von den ersten Reihen gut gefeiert.



Die Hauptbühne wurde kurz darauf von Satyricon in Beschlag genommen, was sich u.a. auch Ego Fall nicht entgehen ließen. Der Frontmann der norwegischen Extreme-Metal-Band freute sich: „Good to see that the rain doesn’t hold you back from watching us!” In der Tat war es vor der Radiorock Stage nochmals richtig voll geworden und die Zuschauer freuten sich über Stücke wie „Now, Diabolical“, „Black Crow On A Tombstone“ sowie „The Infinity Of Time And Space“, ein Song, der laut Sänger Satyr, die Band wirklich definiere.



Für viele ein absoluter Höhepunkt des diesjährigen Tuska-Festivals war anschließend der gut 75-minütige Auftritt der norwegischen Black-Metaller Emperor. Sogar Bandmitglieder von Insomnium, The Man-Eating Tree und Tuoni ließen sich das Spektakel nicht entgehen und waren in der Zuschauermenge auszumachen. Auf der Bühne selbst schälten sich die Musiker aus dichten Nebelschwaden hervor und wurden immer wieder von Feuerfontänen angestrahlt. Dabei performten sie u.a. die langen Titel „Cosmic Keys To My Creations And Times“ und „The Burning Shadows Of Silence“. Wie nicht anders erwartet mussten die Norweger am Ende auch noch Zugaben spielen und gaben hierbei u.a. „Wrath Of A Tyrant“ und „A Fine Day To Die“ zum Besten. Ein schöner Abschluss für ein ereignisreiches Metal-Festival in der finnischen Hauptstadt!



Text & Fotos: Lea S.

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