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Tuska 2015 - Day 3
18. Tuska Open Air Metal Festival, 26.-28.06.2015, Helsinki – Suvilahti

Sonntag, 28.06.2015:

Auch am dritten Festivaltag wurden die Tuska-Besucher vom Sonnenschein empfangen. Wer noch nicht zugeschlagen hatte, nutzte nun die letzte Gelegenheit, um beim Levykauppa-Äx-CD-Shop auf dem Gelände ein paar Longplayer und am Merchandise-Stand das eine oder andere T-Shirt zu ergattern. Für 5 Euro Einsatz konnte man sich auch von zwei Damen ein sogenanntes Corpsepaint im Stile von Immortal, Behemoth, Dimmu Borgir und Co. malen lassen. Andere Besucher nutzten die Gelegenheit, um ihre Idole bei den Autogrammstunden zu treffen. Viele – vor allem finnische – Musiker liefen auch „frei“ auf dem Festivalgelände herum, auch wenn sie mit ihren Bands in diesem Jahr gar keinen Auftritt hatten, sondern wohl eher privat auf dem Tuska herumlungerten, beispielsweise Markus Vanhala von Insomnium, Bazie von The 69 Eyes, die Jungs von Santa Cruz, Teemu von Wintersun, Netta Skog, die zuletzt mit Ensiferum auf Tour war, Tuomas Saukkonen, Mastermind von Wolfheart und Before The Dawn, Olli von Reckless Love, Amoral u.v.m. Sie schauten sich dann teilweise auch die Shows der „Konkurrenz“ an.



Den Auftakt am dritten Festivaltag übernahmen Mors Subita, die Schützlinge von Labelboss Tuomas Saukkonen, der während der halbstündigen Show nicht vom Bühnenrand wich und alles mit Fotoapparat festhielt. Zurecht, denn die Metaller entpuppten sich als ordentliche Wachmacher zur frühen Nachmittagsstunde und hielten die ersten Festivalbesucher gut auf Trab.



Die Landesmannen von Kylmä Sota legten zeitlich etwas versetzt im Club los. Allerdings klang ihre Mischung aus Punk und Hardcore samt finnischer Texte etwas eintönig. Von Gesangsmelodien kaum eine Spur. Doch erfreulich, mal eine Frau am Bass zu sehen.



Auf der Inferno Stage spielten derweil die ebenfalls finnischen Warmen, ein Projekt von Children-Of-Bodom-Keyboarder Janne Wirman, der hier auf verschiedene Sänger vertraut. So enterten neben Pasi Rantanen im Verlauf der Show auch noch Jonna Geagea sowie niemand Geringeres als Alexi Laiho von Children Of Bodom die Bühne, um das Mikrofon zu schwingen.



Danach ging es im Club einmal mehr mit Manala Comedy und auf der Hauptbühne mit der 1996 gegründeten Thrash-Metal-Band Mokoma weiter. Bei letzterer Band spielte es dabei keine Rolle, dass der Gesang ausschließlich auf Finnisch stattfand, denn die Melodien und Refrain-Zeilen waren derart eingängig, dass man sie relativ schnell mitsummen bzw. -singen konnte, ohne der Sprache mächtig zu sein. Außerdem verbreiteten die fünf Herren um Bandkopf Marko Annala mit ihrer energiegeladenen Show einfach gute Laune.



Wer danach eine Verschnaufpause brauchte, tat gut daran, sich den Auftritt von At The Hollow auf der Club Stage anzusehen. Denn das finnische Trio überraschte mit einer ungewöhnlichen Instrumentierung (Kontrabass, E-Gitarre, Trommeln) und hohen, klaren Vocals ála Brian Molko. Sehr entspannt, warm und atmosphärisch.



Anschließend war auf der Inferno Stage „Frauenpower“ angesagt, denn die drei Sirenen Liv Kristine, Anneke van Giersbergen und Kari Rueslåtten präsentierten verschiedene Songs aus ihren eigenen musikalischen Laufbahnen. Mal trällerten sie zusammen („Treat Me Like A Lady“), im Duett („Vervain“) oder allein („Saturine“, Anneke; „Death Hymn“, Kari; „Image“, Liv) – eine besser als die andere. Das Publikum wirkte beim makellosen Auftritt von The Sirens aber leider etwas steif.



Das Publikum von Dr. Living Dead erschien hingegen richtig wach und aufgeputscht. Bereits beim ersten Song bildete sich im vollen Club ein Moshpit. Ob es den Thrash-Monstern gefiel, konnte man nicht so erkennen, denn die vier Schweden trugen allesamt „Skelett“-Masken. Doch Daumen hoch für Sänger DRxMANIA, der mit Gipsbein auf der Bühne stand.



Zum Abschluss auf der Indoor-Bühne gab es nochmals was zum Schmunzeln mit Strong Scene Collective. Hierbei kündigte eine Moderatorin – natürlich auf Finnisch – diverse „Bands“ unterschiedlichster Genre an, die teils mit Perücken und/oder Masken verkleidet die Bühne unsicher machten. Musikalisch teils gar nicht mal so schlecht, aber hauptsächlich amüsant aufgezogen und nicht wirklich ernst zu nehmen. Genauso wenig wie die Interviews, die zwischen den einzelnen Auftritten stattfanden.



Nochmals richtig was auf die Ohren gab es im Anschluss auf der Inferno-Bühne mit dem Power Metal von Stratovarius. Hier überschlugen sich die Gitarren und Sänger Timo Kotipelto geriet stimmlich in richtig hohe Tonlagen. Doch neben Krachern wie „Forever Free“ und „Legions“ konnten die Finnen auch mit ruhigen Nummern ála „Before The Winter“ von sich überzeugen.



Zuvor hatten Opeth die Radio Rock Stage in Beschlag genommen und eine angenehme Mischung aus atmosphärischen, ruhigen Songs und progressiven Metal-Krachern inklusive Growls gespielt. Die Musiker standen während ihrer Performance fast wie angenagelt an ihren Plätzen, während die Zuschauer gespannt zur Bühne hochblickten und immer mal wieder „Opeth“-Rufe verlauten ließen. Frontmann Mikael Åkerfeldt erlaubte sich ein paar Scherze: „We’re called Opeth and we come from Stockholm which is the capital of Scandinavia. But I came with the wrong shoes. Looks like One Direction.” Was mögen die Metaller nur alle gegen diese britisch-irische Boygroup haben?



Den krönenden Abschluss des diesjährigen Tuska Open Airs bildete schließlich der Auftritt von Alice Cooper, der mit seinem Live-Musikern während des gut anderthalbstündigen Sets ganz schön dick auftrug. Aber irgendwie hatte man das auch nicht anders erwartet. Als der Vorhang fiel, ging es prompt mit Songs wie „House Of Fire“, „No More Mr. Nice Guy“ und „Under My Wheels“ los. Mr. Cooper hatte sich in einen rot-schwarz-gestreiften Anzug mit Skull-Gürtel geschmissen und trug trotz der warmen Temperaturen Lederhandschuhe. Das Schlagzeug des Drummers befand sich in seinem Rücken auf einem hohen Podest und war mit blutigen Fratzen dekoriert. Die drei Gitarristen (inkl. einer Gitarristin!) und der Bass-Mann lieferten sich immer wieder wilde Duelle oder spielten Soli.



Zwischendurch wurde die Show mit einigen unterhaltsamen schauspielerischen Einlagen gespickt: Bei „Billion Dollar Babies“ fuchtelte Cooper mit einem Degen samt aufgespießter Geldscheine herum, die er später in die Menge segeln ließ. Bei „Dirty Diamonds“ warf er hingegen Perlenketten ins Publikum. Ein anderes Mal hatte er plötzlich einen Zylinder auf dem Kopf und eine lebende Schlange um den Hals gelegt. Später wurde Cooper von einer verrückten Krankenschwester in eine Zwangsjacke gesteckt und schließlich geköpft. Doch selbstverständlich gelang es dem Urgestein, wieder aufzuerstehen und noch ein paar weitere Songs zu performen, darunter das The-Who-Cover „My Generation“ sowie den Hit „Poison“. Bei der Zugabe „School’s Out“ stürmte dann plötzlich Michael Monroe von Hanoi Rocks auf die Bühne, um den Song gemeinsam mit Alice Cooper zu singen, während das Publikum mit Lametta, Konfetti, Seifenblasen und riesigen Luftballons bombardiert wurde. Was ein Spaß!

Text & Fotos: Lea S.

Fotogalerie

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