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Unheilig/Down Below/F.a.q.

Unheilig/Down Below/F.a.q., 13.03.2008, Köln, Live Music Hall

Dunkel gekleidete Menschenscharen tummelten sich vor den Toren der Kölner Live Music Hall, als ich an jenem Donnerstag Abend die Konzerthalle erreichte. 19:15 Uhr. Höchste Zeit, denn nur wenige Minuten später sollte es ein Interview mit Down Below geben. Die vier Anhaltiner Jungs empfingen mich in ihrer Garderobe und während ich mit Sänger Neo Scope über die kürzlichen Erfolge der Band – wie die sehr gute Platzierung bei Stefan Raabs Bundesvision-Songcontest – sprach, stiegen Carter, Mr. Mahony und Convex bereits in ihre Röcke und Stiefel, um sich bühnenfertig zu machen. 

                          

So kurz vor dem Auftritt merkte man den Jungs doch eine leichte Nervosität an. Deshalb gab es erst einmal ein wenig Nervennahrung – Schokolade und Gummibärchen. Und ich half noch mit meinem Kajal-Stift beim Schminken aus. Nach dem Interview ging es schließlich hinunter in die Konzerthalle, wo das Publikum bereits in den Genuss der ersten Supportband – F.a.q. aus der Schweiz – gekommen war. Leider drangen nur noch ein paar letzte Akkorde dieser Band an mein Ohr. Für einen groben Überblick der Live-Qualitäten hat es nicht gereicht, doch ließen die Jungs progressive Electro-Klänge verlauten, so viel ist sicher. 

  

Punkt 20:15 Uhr durften Down Below ans Werk und sie wurden herzlich vom Publikum empfangen. Frisch gestiefelt und geschminkt legten die Jungs mit dem Kracher „Sinfony 23“ los, dicht gefolgt von „From the highest point“. Blickfang Neo ließ es sich nicht nehmen, seine „glattgemachte alte“ Frisur – wie er so schön sagte – [siehe Interview] zu schütteln, um auch die Menschen in den ersten Reihen zum Bangen zu animieren. Ebenso nutzte er den kleinen Steg, der von der Bühne mittig ins Publikum führte voll aus. „You don´t need to search for me, I´ll find you” schallte es allen Anwesenden als nächstes entgegen. Eindeutig entpuppten sich die Worte als Zeilen des Ohrwurms „Private soul security“. 

  

Mit „Down below“ gab die Band auch einen etwas ruhigeren Song zum Besten, um nur kurz darauf mit der aktuellen Single „Sand in meiner Hand“ wieder voll loszurocken. Der Song hatte die Band beim diesjährigen Bundesvision-Songcontest auf den dritten Platz katapultiert. Genauso laut und wuchtig ging es schließlich in der Live Music Hall mit den Tracks „Run away“ und „On my way“ weiter. Neo, der wie gewohnt helle Kontaktlinsen trug, widmete „Dark queen“ den weiblichen Personen im Saal und wurde von eben diesen umso mehr angeschmachtet, als er sich bei „Angel“ sein Shirt auszog. Nebelschwaden umhüllten zeitgleich seine Beine wie auch die seiner Bandkollegen Carter, Convex und Mr. Mahony. Down Below beendeten ihren 45-minütigen Auftritt passend mit „Farewell“, bei dem Sänger Neo zur Akkustik-Gitarre griff. Zugabe-Rufe des Publikums blieben anschließend leider unerfüllt. 

                       

Doch Unheilig, die eigentlichen Headliner des Abends, sollten auch endlich auf ihre Kosten kommen. Somit wurde rasch das Bühnenbild ein wenig umgestaltet und man entzündete weiße Kerzen. Henning Verlage, der bereits Down Below kurz zuvor bei ihrem Auftritt musikalisch an den Synthies unterstützt hatte und nun auch mit Unheilig an den Start ging, nahm seine Position ein, so wie auch die übrigen Bandmitglieder. Als letztes betrat der Graf höchstpersönlich die Bühne und wurde laut bejubelt. „Schenkt mir eure Hände“, rief er ins Mikro und legte mit „Puppenspieler“ los. Wie immer schick angezogen mit weißer Bluse und schwarzer Krawatte nutzte auch der Graf immer wieder den Steg, um dem Publikum ganz nah zu sein. „Spiegelbild“, „Astronaut“ und „Fang mich auf“ standen als nächstes auf der Setlist, ebenso die heavy Electro-Nummer „Ich will alles“. 

   

Mit „Sei mein Licht“ stimmten Unheilig jedoch ein erstes ruhigeres Lied an und sofort wurden in der vorderen Reihe Wunderkerzen entzündet. Ein langes Leben war diesen nicht vergönnt, so kamen alsbald die Securities herbeigeeilt und sammelten die Wunderkerzen ein. Der Graf und seine Mannen spielten jedoch unbeirrt weiter, vornehmlich immer wieder Songs von der neuen Platte. Darunter auch die nächste Single-Auskopplung „An deiner Seite“. Wie der Sänger erzählte, habe er den Song für einen kürzlich verstorbenen Freund geschrieben und zum Vortragen des Liedes suche er die Unterstützung der Fans. Diese bekamen Knicklichter ausgehändigt, so dass während des Liedes hunderte, leuchtende Stäbchen hin- und hergeschwenkt wurden. 

                      

Mit „Maschine“ verabschiedeten sich Unheilig, um nur kurz darauf – durch laute Zugabe-Rufe angespornt – wieder die Bühne zu betreten. Doch es konnte nicht gleich weitergehen. „Mein Mikro ist kaputt. Ich schwitze wohl zu viel!“, grinste der Graf und er konnte sich sicher sein, dass es auch im Publikum nicht weniger an Schweiß tropfte. Selbst an den Wänden lief das Wasser hinunter, was einmal mehr die kochende Stimmung in der Kölner Live Music Hall bewies. So bedankten sich Unheilig mit „Der Vorhang fällt“ bei „den besten Fans der Welt“, wie sie betonten, und bescherten ihnen noch drei weitere Songs. Zum Abschluss der knapp zwei-stündigen, schweißtreibenden Show durfte „Mein Stern“ nicht fehlen und eben dieser sollte den Fans dann auch den Heimweg leuchten. 
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Text: Lea
Fotos: Kimi Nyberg
Galerie: Konzert Pics

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