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WithinTemptation/The69Eyes/Delain

Within Temptation/The69Eyes/Delain, 10.10.2007, Köln, E-Werk

Within Temptation, erfolgreichste Band der Niederlande und vielgefeierter Act auf dem gesamten Kontinent und auch darüber hinaus, haben es mal wieder geschafft, sich selbst zu übertreffen. „The heart of everything“ heißt ihr neustes Schaffenswerk und steht bereits seit März diesen Jahres in sämtlichen Plattenläden. Eine sich anschließende Welttournee ließ nicht lange auf sich warten. Zuletzt zogen Within Temptation mit ihrem neuen Album auch durch unsere Lande und gaben am 10. Oktober im Kölner E-Werk ein grandioses Abschlusskonzert der Deutschlandtour. 

Doch nicht nur Within Temptation allein waren für einen äußerst gelungenen Abend verantwortlich, soll gesagt sein. Wahrlich begeistern konnten auch die beiden Vorbands. So hatten Within Temptation ihre Landsleute von Delain und die finnischen Vampire von The 69 Eyes mit an Bord genommen, um mit ihnen gemeinsam durch die Hallen zu rocken. Ich fand die Kombi dieser drei Bands mehr als gelungen, zumal mich auch alle drei Gruppen musikalisch gleichermaßen ansprechen. Und so konnte ich an jenem Abend in Köln gleich drei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
 
Doch mein Weg hatte mich nicht nur der Konzerte wegen in die Domstadt geführt, sondern zusätzlich hatte ich nachmittags in den Gefilden des E-Werks noch einen besonderen Termin: Ich traf Sharon von Within Temptation zu einem Interview. Ihr konnte ich dann schon mal ein paar Details zum bevorstehenden Abendprogramm im Kölner E-Werk entlocken. Und dieses Abendprogramm wurde pünktlich um 20 Uhr eröffnet. 

     
 
Zunächst hatten Delain die Gelegenheit, sechs ihrer Songs den zahlreich anwesenden Menschen vorzustellen. Delain begannen ihre halbstündige Show mit „Silhouette of a dancer“, dem Lieblingslied von Sängerin Charlotte (siehe Interview). Verhielt sich das Publikum anfangs noch etwas zurückhaltend, wurde es durch das rockige „Frozen“ langsam aufgewärmt und war spätestens beim dritten Song „No compliance“ fast komplett aufgetaut. Diesen Song performte Charlotte zusammen mit Sharon von Within Temptation, die ihre Stimme für eben dieses Lied auf Delains Debüt beigesteuert hat und plötzlich mit Mikro die Stage betrat. Auch wenn den Fünfen von Delain an diesem Abend nicht viel Platz auf der Bühne zur Verfügung stand, blieb immer noch genügend Freiraum, die Haare fliegen zu lassen. Mit „Pristine“ verabschiedete sich die niederländische Band schließlich und machte Platz für die Supporter Nummer zwei.
 
Deren Herannahen kündeten zwei große Stellwände mit Ankhs an. Die Hellsinki Vampires stürmten wie gewohnt in schwarzen Lederjacken die Bühne und gaben dem Publikum – einmal aufgewärmt – nicht annähernd die Chance, sich wieder abzukühlen. Ganz im Gegenteil: Sie heizten die Masse sogar richtig auf, so dass schließlich auch im Publikum die Haare geschüttelt wurden. Auch wurden Finnland-Flaggen geschwenkt und man bekam den Eindruck, einige der Anwesenden seien nur wegen den The 69 Eyes zum Konzert gekommen. Die Jungs boten eine gute Mischung aus ihrem Song-Repoirtare, darunter sämtliche Singles wie „Dance Dàmour“, „Feel Berlin“ und „Sister of charity“. Letzteren Song widmete Jyrki der Sängerin von Within Temptation. Bei „Brandon Lee“ schwang er das Tanzbein und vollführte seinen allgemein bekannten „Indianertanz“. Natürlich durften auch „Never say die“ und „Perfect skin“ nicht fehlen, was die Menge mit lautem Jubel belohnte. Einen Endspurt gab es mit „Lost boys“ und dann sollten auch Within Temptation endlich die Gelegenheit bekommen, sich gebührend von den Fans feiern zu lassen. 

    
 
Ein Grüppchen von Personen um mich herum verließ kurz nach den The 69 Eyes die Halle, und mein Eindruck, dass einige nur wegen der Finn-Band nach Köln gekommen waren, schien bestätigt. Aber gedachte ich nun aufgrund der frei werdenden Plätze etwas lockerer stehen zu können, hatte ich mich getäuscht. Schnell waren die Lücken wieder gefüllt und man musste weiterhin fliegenden Haaren ausweichen, wenn man diese nicht unbedingt ständig im Gesicht haben wollte.
 
Within Temptation enterten kurz nach 22 Uhr die Bühne. Als Haupt-Act des Abends hatten sie den meisten Platz und dieser wurde auch dementsprechend genutzt. Auf einem großen Podest mit verschnörkelten Randverzierungen fanden Stephen am Schlagzeug und Martijn am Keyboard Platz. Hinter ihnen türmten sich zwei große beflügelte katzenartige Figuren auf, die mystische Schatten auf die dahinterliegende Leinwand warfen. Auf der Leinwand liefen während des Konzertes immer wieder zu den Liedern passende Videosequenzen. Das große Podest wurde an seinen Ecken durch vier hohe schwarze Fackeltürme abgegrenzt. Im Bereich vor dem Podest blieb viel Platz für die übrigen Bandmitglieder Jeroen, Robert und Ruud, sowie natürlich Sängerin Sharon. Im schwarzen Rock und glitzernder Korsage sah sie wie immer bezaubernd aus. 

             
 
Los legte die symphonische Metalband mit ihrem Kracher „Our solemn hour“ vom neuen Album. Sharon wirbelte über die Bühne, tanzte und animierte immer wieder das Publikum mitzuhüpfen und zu klatschen. Aber das lief quasi wie von selbst, denn bei so viel Power auf der Bühne, kribbelt es förmlich in den Beinen und man hat gar nicht die Chance und das Bedürfnis, still stehen zu bleiben. Dafür taten mir auch irgendwann die Füße reichlich weh. Aber ohne Jump-Style – dem neuen Hype aus der Niederlande – kam man an diesem Abend nicht weit. Natürlich stimmten Within Temptation auch ruhigere Töne an, wie ihre bald erscheinende Single „All I need“. Sharon freute sich über jedes einzelne Feuerzeug, das geschwenkt wurde. Zwischen den Songs hielten sie und Robert immer wieder kleine Ansprachen auf deutsch, was das Publikum sichtlich positiv auffasste.
 
Passend zu „What have you done“ wurde auf der Leinwand Keith Caputo eingeblendet, der diesen Song auf dem neuen Album zusammen mit Within Temptation performt. Beim Kracher „The heart of everything“ erschien DAS AUGE (Herr der Ringe) auf der Leinwand und gelbe Scheinwerfer wanderten durch das Publikum. Da kam ich mir für einen klitzekleinen Moment ein wenig wie ein Hobbit vor, der von bösen Mächten gesucht und verfolgt wird. Ich würde sagen: Das Auge verfehlte seine Wirkung nicht. Bestens gefallen haben mir natürlich auch Within Temptations Hits wie „Mother Earth“, „Stand my ground“ und „The howling“. Letzterer Track war speziell für den Trailer des Videospiels „Spellborn“ geschrieben worden.  

Als sich der Abend langsam dem Ende neigte und Within Temptation die Bühne verließen, waren die Zugabe-Rufe nicht mehr zu stoppen. So gaben die sechs Niederländer noch vier weitere Songs zum Besten, angefangen mit „Deceiver of fools“, beendet mit dem einzig wahren „Ice queen“. Und als ob das nicht schon die Krönung der knapp zweistündigen Show gewesen wäre, stürmten plötzlich auch Delain und The 69 Eyes wieder die Bühne, um die letzten Minuten des Abschluss-Konzertes zusammen mit Within Temptation und dem Publikum zu genießen. Ein beeindruckender Abend! 


Text: Lea
Fotos: Lea
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(c) darkmoments

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