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ZSK
Interview mit Joshi [ZSK], 08.02.2007, Köln/Prime Club



Wem der Name ZSK bis heute nichts sagte, hat schon fast Pech gehabt, denn die Berliner Punkrockband ist derzeit auf Abschiedstour und wird am 24. März in Hamburg zum letzten Mal als ZSK auf der Bühne stehen. Joshi, Eike, Beni und Flori sind der Meinung, man solle dann aufhören, wenn es am schönsten ist. Jetzt nach 10 Jahren Bandgeschichte ist ihrer Ansicht nach dieser Punkt erreicht. Doch zum Abschied lassen es die Jungs nochmals so richtig krachen. Neben den letzten 13 Konzerten veröffentlichten ZSK kürzlich ihre DVD inklusive Audio-CD „Wenn so viele schweigen, müssen wir noch lauter schreien“. Was es daraus alles zu sehen und hören gibt, verriet Joshi fhradio im Interview. Wir trafen den Sänger von ZSK am 8. Februar im Kölner Prime Club zu einem Gespräch.
 
Schön, dass du Zeit für ein Interview gefunden habt. Wie geht es dir?
 
Joshi: Wunderbar. Naja, wir standen im Stau. Sind jetzt viel zu spät hier angekommen. Alles etwas stressig. Aber ich bin gut gelaunt.
 
Nach 10 Jahren ZSK habt ihr euch nun dazu entschieden, die Band aufzulösen. Seid ihr der Meinung, man sollte dann aufhören, wenn es am schönsten ist oder wie kamt ihr zu der Entscheidung?
 
Joshi: Nö, man soll aufhören, wenn`s am schönsten ist. Und das ist es nun wirklich grade. Und wir denken nach 10 Jahren ist einfach ein Punkt erreicht, wo wir so unglaublich viel erreicht haben und alles, was wir uns jemals erträumt haben mit der Band und noch viel mehr. Da können wir guten Gewissens jetzt sagen: Das war´s von unserer Seite. Jetzt sind andere dran.
 
Die letzten 13 Konzerte stehen euch bevor. Heute der Auftakt der Abschiedstour hier in Köln. Wie fühlst du dich und was sind deine Erwartungen?
 
Joshi: Ich erwarte, dass auch Karnevalslieder gesungen werden vom Publikum. Ich hoffe, das passiert. Und ansonsten…wir wissen ja schon die Vorverkaufszahlen von der Tour und das ist unglaublich. Also in Hamburg hatten wir erst einen 550er Club gebucht. Der war dann nach zwei Wochen ausverkauft. Jetzt sind wir in `ne 1000er Halle umgezogen, die jetzt auch schon fast ausverkauft ist. Das ist unglaublich. Und in anderen Städten sind viele Clubs auch schon ausverkauft oder wir mussten in größere Hallen umziehen. Also das ist ein richtig knalliger Abschied, sag` ich mal.
 
Und was können wir heute Abend von der Show erwarten? Eine Best-Of-Liste? Und gibt es Überraschungen?
 
Joshi: Es gibt selbstverständlich Überraschungen und natürlich – wir spielen alle Hits durch die ganze Band-History.
 
Sehr gut. Morgen erscheint eure DVD „Wenn so viele schweigen, müssen wir noch lauter schreien“. Was gibt es darauf alles zu sehen?
 
Joshi: Uii, da müsste ich jetzt eine viertel Stunde erzählen. Aber um es kurz zu machen: Also, es ist nicht nur eine DVD, sondern auch eine Audio-CD, also rechts ist `ne Live-CD mit noch sechs unveröffentlichten Studiosongs drauf und links in der Packung ist die DVD. Da sind 40 Minuten Live-Konzert drauf, wie wir mit den Toten Hosen auf Tour waren 2005, plus so `ne Banddokumentation „10 Jahre ZSK“. Das sind glaube ich noch mal 75 Minuten und dann halt alle Videos, ganz viele Bonusfeatures und so Kleinigkeiten.
 
Ist die DVD das Abschiedsgeschenk für die Fans?
 
Joshi: Joa, wenn man`s so sehen will, okay. Von mir aus. Würd` ich gelten lassen.
 
Zeitgleich zum letzten Studioalbum hattet ihr euch bereits an einer anderen DVD beteiligt: Kein Bock auf Nazis. Kannst du ganz kurz den Hintergrund dieser DVD erläutern?
 
Joshi: Also wir haben uns nicht an `ner DVD beteiligt, sondern wir als Band haben `ne Jugendkampagne gestartet, die heißt „Kein Bock auf Nazis“ und das Herzstück der Kampagne ist diese DVD „Kein Bock auf Nazis“, wo wir viele befreundete Bands eingeladen haben. U.a. die Toten Hosen, Die Ärzte, Donots, Muff Potter und noch viele weitere, um gemeinsam mit diesen anderen Künstlern ein klares Zeichen gegen Nazis und gegen Rassismus zu setzen. Und die ganze Kampagne ist ziemlich durch die Decke gegangen. Wir haben jetzt 60.000 bzw. schon weit mehr als 60.000 DVDs kostenlos verteilt und mehr als 125.000 Schülerzeitungen. Und dieses Jahr folgt die zweite Ausgabe der Schülerzeitung und da haben wir auch noch viel vor.
 
Wie kam es damals dazu, dass ihr mit den Toten Hosen, Bad Religion und den Donots auf Tour ward?
 
Joshi: Also die Toten Hosen sind eine der wenigen großen Bands, also richtig großen Bands, die alle ihre Supportbands von Hand aussuchen sozusagen. Also die nehmen nur Bands mit, die sie selber richtig geil finden. Und wir haben denen immer unsere Platten geschickt. Auch die ersten, auch das erste Demotape schon. Ich hoffe, das haben sie nie angehört. Und unser Album „From protest to resistance“ haben sie dann auch bekommen. Das kam dann wohl in die engere Auswahl und irgendwann kam dann der Anruf, ob wir nicht Bock hätten, bei der Tour mitzufahren. Und da haben wir uns natürlich gefreut. Und wir haben das gemacht. Bad Religion – das kam eher über unsere Booking Agentur zustande, wobei es da auch so ist, dass Bad Religion natürlich unsere Sachen gehört haben und gesagt haben „Okay, wir finden die Band gut. Die können gerne mit.“ Und die Donots, das sind einfach Freunde von uns. Die kannten wir auch schon bevor wir mit ihnen auf Tour waren. Und das war eher so ein Freundschaftsdings. Sie finden uns super, wir finden sie super. Und sie haben uns gefragt „Ey, habt ihr nicht Bock mitzufahren?“ Da haben wir natürlich gesagt „Sehr sehr gerne“ und spätestens seit der Tour sind wir auch richtig richtig gute Freunde. Und nicht nur so befreundete Bands, sondern richtig gute Freunde.
 
Ihr setzt euch ja sehr für Menschen- und Tierrechte ein, was auch auf eurer Webseite deutlich wird. Welche anderen Möglichkeiten seht ihr neben der Musik, um die Rechte durchzusetzen?
 
Joshi: Auf die Straße gehen, demonstrieren, seine Meinung kund tun. Und auf jeden Fall eben nicht nur irgendwie rumsitzen und sagen „Ja, Nazis find` ich blöd“ oder „Ich find` das blöd, dass die Tiere so schlecht behandelt werden“, sondern man muss den Arsch hochkriegen und selber was tun. Und zum Beispiel diese „Kein Bock auf Nazis“-Kampagne gibt ganz einfach Tipps, wie man sich selbst als Schüler, als Schülerin, als Jugendlicher oder auf der Arbeit überall gegen Nazis ganz einfach engagieren kann. Und wir sehen das ja an den Briefen und Mails und persönlichen Gesprächen, die wir führen, dass das funktioniert. Und es gibt viele Jugendgruppen und Schülerinitiativen, wo unsere DVD der Anstoß war, dass die an ihrer Schule was gegen Nazis machen. Und das freut uns natürlich sehr.
 
Ihr haltet sehr an eurer Meinung fest. Seid ihr damit auch schon mal richtig auf die Schnauze gefallen sprichwörtlich?

 
Joshi: (überlegt) Ich wüsste nicht, inwiefern…also ab und zu war ich von betrunkenen Jugendlichen etwas enttäuscht, die mir erzählen wollten, dass man nur als Mensch leben kann, wenn man Fleisch isst, weil man sonst stirbt. Aber inwiefern auf die Schnauze gefallen?
 
Geht euch das nicht auf den Senkel, dass ihr euch dauernd deswegen rechtfertigen müsst, dass ihr Vegetarier oder der Flori halt auch Veganer ist?
 
Joshi: Ich mein` wir sind ja so `ne in Anführungszeichen große Band, dass es nicht so ist, dass ich mich da ständig rechtfertigen muss oder so. Und zu unseren Konzerten kommen halt Leute, die das, was wir machen und wie wir sind, gut finden. Und es ist nicht so, dass da jeden Abend jemand wer kommt und uns irgendeinen Mist erzählt, dass man Nazis doch nicht schlagen sollte oder dass man doch Fleisch essen sollte. Das kommt eher selten vor.
 
Welcher Song hat für euch eine besondere Bedeutung und warum?
 
Joshi: Natürlich jeder Song von uns. Aber…
 
Gibt`s da keinen Lieblingssong, der bei jedem Konzert gespielt wird?
 
Joshi: Ja klar, so Hits gibt`s natürlich, die kommen müssen. Ich find` persönlich „Wenn so viele schweigen“ ist ein echter Kracher. Deshalb haben wir die DVD auch so genant. Ist ein gutes Motto, sag` ich mal. Habe ich mir gut überlegt.
 
Wenn man zurück in die Vergangenheit schaut: Welches positive Erlebnis hat euch besonders geprägt?
 
Joshi: Unser erstes Konzert mit 399 Mark Sachschaden und 100 Punkrockkids, die das cool fanden, obwohl wir sehr schlecht waren.
 
Habt ihr auch schlimme Erfahrungen machen müssen, also gab es schon mal ernsthafte Verletzungen auf der Bühne?
 
Joshi: Nööö. Also ich habe mir mal den Fuß verstaucht. Ich habe `nen Handstandüberschlag gemacht und bin mit dem einen Fuß auf `ner Monitorbox gelandet. Und das war wirklich Aua. Aber wir haben das Konzert noch zu Ende gespielt und am nächsten Tag hatte ich dann so `nen Barhocker unter`m Fuß. Das ging. Aber schlimme Erlebnisse? Nööö!
 
Wo wäret ihr gerne mal aufgetreten, hattet aber nie die Chance dazu?
 
Joshi: Japan.
 
Gibt´s denn irgendeine Band, mit der ihr gerne mal auf Tour gegangen wäret?
 
Joshi: Ja, die Ramones selbstverständlich. Aber die haben ja vor uns das Zeitliche gesegnet. Aber das wäre noch mal ein Traum gewesen. Aber ansonsten wie gesagt Donots, Bad Religion, Anti-Flag, die Toten Hosen. Im Grunde können wir uns echt nicht beklagen. Wir sind total glücklich mit dem, was wir die letzten 10 Jahre erreicht haben.
 
Hast du vor irgendetwas Angst?
 
Joshi: Angst? Auf Tour krank zu werden…
 
Das ist böse.
 
Joshi: …und ein Konzert wirklich nicht spielen zu können, weil man so krank ist. Ich glaube, das ist mir noch nie passiert, aber wenn man so drei Wochen auf Tour ist und man wird krank im Tourbus, wird man sehr viel schwieriger wieder gesund. Man kann nicht richtig ausschlafen. Man ist die ganze Nacht auf wegen den Konzerten.
 
Und dann wird viel gesoffen…
 
Joshi: Na, wenn ich krank bin, sauf` ich natürlich überhaupt nicht. Aber wir hatten schon mal Konzerte, wo ich kurz vor`m Umfallen war zwischendurch. Aber bisher haben wir alle immer spielen können. Und wie gesagt, davor hätte ich Angst, dass wir zum Beispiel irgendwelche Shows von der Abschiedtour absagen müssten, weil irgendwer aus den Band so krank wird, dass er einfach nicht spielen kann.
 
Hast du irgendein Motto oder eine Lebensphilosophie?
 
Joshi: Es muss laut sein und knallen.
 
Am 24. März steht ihr zum letzten Mal mit ZSK auf der Bühne. Wie blickt ihr dem Tag entgegen?
 
Joshi: Oh, wir freuen uns. Ich habe ja schon erzählt: Die Vorverkaufszahlen sind unglaublich. Das schlägt alles, was wir bisher an ZSK-Headliner-Shows gespielt haben. Und danach gibt`s ja auch noch eine riesen Abschiedsparty die ganze Nacht mit DJs und Party, wo wir auch selbst auflegen. Ich beteilige mich als DJ. Und das wird `ne richtig große Sause und wir freuen uns voll und unsere ganzen Freunde, befreundete Bands und alle, die uns über 10 Jahre begleitet haben, werden da sein. Das wird ein richtig schönes Fest.
 
Werdet ihr weiter Musik machen? Stehen vielleicht neue Musikprojekte an?
 
Joshi: Das werden wir ständig gefragt, aber über diese ganzen Sachen werden wir erst ab dem 25. März nachdenken. Alle tun immer so, als wären wir jetzt schon `ne aufgelöste Band. Das nervt mich ein bisschen, weil wir sind jetzt einfach noch die Band und wollen ganz normal als Band behandelt werden und nicht wie so Moorleichen oder Zombies, die schon tot sind, wo jetzt alle wissen wollen, welche Stücke die Raben als nächstes auspicken dürfen. (alle lachen)
Komm, noch eine Frage! Eine letzte…(nimmt Chris plötzlich das Mikro aus der Hand und hält es seinem Bandkollegen unter die Nase) Los geht`s. Eike, wie fühlst du dich heute?
 
Eike: Blendend! Mir geht`s richtig gut. Ich freue mich wie ein Schneekönig auf den Auftritt heute.
 
Joshi: Bist du auch auf Karneval programmiert?
 
Eike: Ich bin richtig auf Krawall gebürstet heute. (lacht)
 
Joshi: (lacht) Find` ich gut. Das wird ein schönes Konzert.
 
Feiert ihr Karneval?
 
Joshi: Ich hasse Karneval. Beni ist Fan.
 
Beni: Ich bin Fan.
 
Wird sich auch verkleidet?
 
Joshi: Beni hat sich als Gesichtselfmeter verkleidet. Wenn er nachher die Maske abzieht, sieht man das.

 

Interview: Lea S. & Chris
Fotos: taken by Stefan Malzkorn, (c) skatepunks.de
Website Band: www.skatepunks.de


(c) fhradio

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