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Cologne Metal Festival III 2015
Cologne Metal Festival III, 17.10.2015, Köln – Kulturbunker

Am 17. Oktober 2015 öffnete das Cologne Metal Festival bereits zum dritten Mal seine Pforten und lockte wieder zahlreiche Rock- und Metal-Fans aus der Domstadt und ihrem Umland in den Kulturbunker. Kein Wunder bei diesem bunt gemischten und qualitativ gut besetzten Line-up – da war für jeden Geschmack etwas dabei. Als Highlight stand für viele sicherlich der Auftritt von Disillusion auf dem Plan, die als Headliner angekündigt waren. Eine seltene Gelegenheit, die gelungene Mischung der Prog-Metaller aus komplexem Songwriting und erfrischender Eingängigkeit mal live auf der Bühne zu erleben!

Weitere Bands auf dem diesjährigen CMF: To the Rats and Wolves, die zusammen mit Eskimo Callboy bereits europaweit die Clubs zum Beben gebracht haben, Sic Zone, die einen wilden und wütenden Mix aus Death, Groove und Thrash fabrizieren, Tyron, die in diesem Jahr auch schon das Out & Loud rocken durften, sowie die neonliebenden Shape My Clarity, die mit frischer Energie und neuen Gesichtern im Line-up ab sofort wieder ordentlich Gas geben.



Den Anfang machten allerdings die vier Jungs von Use Möre Gas aus Düsseldorf, die ihre Musik selbst als „Highway Rock’n’Roll“ bezeichnen. Von den Kölnern wurden sie herzlich in Empfang genommen, obgleich die Zuschauer zunächst noch ein wenig Abstand zur Bühne hielten und recht steif wirkten. Aber es war schließlich auch noch früh am Tage – und der eine oder andere musste vielleicht erst einmal wach werden.



Das gelang mitunter beim Sound der zweiten Band WildRider, die ihre Heavy-Rock-/Glam-Metal-Mischung das erste Mal live in Köln präsentierten. Schwups stand die Hair-Metal-Fraktion in den ersten Reihen und durfte sich nicht nur über das Luftgitarrenspiel des Sängers Thomas Franke freuen, sondern auch über die Tanzeinlagen von Performerin und Model Ms. Rabbit, die bei „Burn Baby Burn“ die Bühne stürmte.



Ebenfalls mit von der Partie beim diesjährigen Cologne Metal Festival waren die Aachener Heavy-Rocker Bowneck, deren Spezialität wahrlich abgedrehte Videoclips sind. Man nehme das Beispiel „Trapped In Hell“ – eine bisweilen blutige Angelegenheit. Der Song wurde auch im Kulturbunker zum Besten gegeben, und ja, mittlerweile schienen die Zuschauer alle wach zu sein. Denn nicht nur in der ersten Reihe wurde hin und wieder mitgebangt.



Martyrion walzten im direkten Anschluss mit ihrem Melodic Death Metal alles nieder. Ein sowohl optisch als auch musikalisch stimmiges Konzept – ins Auge sprang dabei vor allem der zehnsaitige Bass von Musiker Hendrik, der diesen auch tatsächlich spielen konnte. Der fette Sound der Kölner Band wurde mit jeder Menge Headbanging belohnt.

Nicht zuletzt gab es auch noch die heavy Thrash-Klänge von Mortal Peril – Zeit für Kutten und ein leckeres Kölsch in der Hand – sowie den anspruchsvollen Progressive-Metal von Grey Season auf die Ohren. Wie gesagt – eine insgesamt schöne Mischung!

Auch organisatorisch konnte das Festival wieder mit einigen Verbesserungen bzw. Neuerungen punkten. Für die Erstankömmlinge gab es zunächst einmal einen Lakritzschnaps zur Begrüßung, während die Festivaltickets in schicke Wristbands umgetauscht wurden. Für das leibliche Wohl war während des langen Events, das bereits um 12 Uhr mittags startete, natürlich bestens gesorgt. Drinnen gab es einen eigenen Thekenbereich, während man draußen auf dem „Balkon“ des Kulturbunkers – stellenweise mit Pavillons überdacht – leckere Speisen ergattern konnte – alles auf Bon-Basis.

Eine Etage tiefer hatten die Wacken Foundation sowie das Label Bret Hard Records ihr Lager aufgeschlagen und man konnte nach Lust und Laune in CD- und DVD-Kisten stöbern oder an einer Verlosung teilnehmen. Der Hauptgewinn: eine Gitarre! Den Festival-Merch gab es wie im Vorjahr auf der Empore im Veranstaltungssaal zu kaufen – hierher war auch diesmal die Technik gezogen, so dass sich die Besucher auf dem Parkett vor der Bühne ordentlich austoben konnten, ohne über Tische oder Kabel stolpern zu müssen.

Text & Fotos: Lea S.

Fotogalerie

Interview mit Cologne Metal/Sic Zone

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